In dem dritten Teil der „Avatar“-Reihe müssen sich Jake Sully (Sam Worthington) und seine Familie gleich mehreren Bedrohungen stellen. Neben dem neu eingeführten Asche-Volk ist auch der altbekannte Gegenspieler Miles Quaritch (Stephen Lang) erneut hinter ihnen her. Der frühere RDA-Mitarbeiter stand den Na’vi schon von Beginn an feindlich gegenüber – und daran änderte sich auch nichts, als Sully und Neytiri (Zoe Saldaña) seinen Sohn Spider (Jack Champion) als Ziehkind aufnahmen.
Als die Familie erkennt, dass es vor allem für den Menschenjungen beim Küstenclan der Metkayina nicht mehr sicher genug ist, treffen sie eine folgenschwere Entscheidung: Spider soll zurück in die Festung der Omatikaya gebracht werden. Damit rückt er ins Zentrum der Handlung. Hin- und hergerissen zwischen der Familie Sully und seinem leiblichen Vater Quaritch beeinflusst Spider die Ereignisse maßgeblich. Umso überraschender ist es, dass Regisseur James Cameron ursprünglich plante, diese Figur komplett aus dem dritten Teil zu streichen.
"Avatar 3" ohne Spider?
In einem Interview mit Entertainment Weekly erklärte Cameron: „Ich habe versucht, ihn aus dem Drehbuch zu streichen, aber das funktionierte nicht. Alles brach zusammen, weil Jake und Quaritch dann nur noch zwei Typen sind, die versuchen, sich gegenseitig umzubringen. Das ist zu simpel.“
Als Grund für seine anfänglichen Zweifel nannte Cameron zudem die enorme technische Herausforderung: Einen menschlichen Schauspieler glaubwürdig mit Figuren zu inszenieren, die doppelt so groß sind wie er, sei ein Albtraum in der Umsetzung gewesen. Maßstabsprobleme und ein enormer Aufwand bei den Spezialeffekten seien unvermeidlich gewesen. Dennoch entschied sich der Filmemacher letztlich bewusst gegen den einfachen Weg – und stellte sich der Herausforderung, weil Spider für die Tiefe und Komplexität der Geschichte unverzichtbar ist.
Cameron erläuterte, dass die Beziehung zwischen Jake Sully und Miles Quaritch vor allem durch Spider eine neue Tiefe erhält. Das Kind, das Jake großgezogen hat, verbindet die beiden Männer auf eine ungewöhnliche Weise, während Quaritch gleichzeitig versucht, seine eigene Identität zu definieren – als Wiedergeburt einer früheren Person, deren implantierte Erinnerungen er in sich trägt. Ein Teil seiner Selbstwahrnehmung liegt dabei in seiner Rolle als Vater dieses Jungen. In Quaritchs persönlicher Identitätssuche wird es deshalb entscheidend, diese Vaterrolle einzunehmen.
Übrigens: Welchen Superstar James Cameron in „Avatar 4“ auftreten lassen möchte, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
Nach "Avatar 3": James Cameron bestätigt Action-Superstar für "Avatar 4" & "Avatar 5" – und rückt endlich mit neuen Details raus!