"Es hat einfach nicht gepasst": "Harry Potter"-Star Emma Watson hat einen der größten Oscar-Hits der letzten 10 Jahre abgelehnt
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

Vor 10 Jahren sollte Emma Watson die Hauptrolle in einem Film spielen, der sich nicht nur als Überraschungserfolg des Jahres entpuppte, sondern auch sechs Oscars einheimsen konnte. Doch ein Milliarden-Blockbuster kam ihr in den Weg...

Es ist mittlerweile fast sieben Jahre her, dass wir „Harry Potter“-Star Emma Watson zuletzt in einem Kinofilm gesehen haben. Zwar hat sie ihre Karriere nicht offiziell an den Nagel gehängt, doch sie nimmt sich eine bewusste Auszeit, um sich auf ihr Privatleben, ihre akademische Laufbahn, ihr politisches Engagement sowie verschiedene Projekte hinter der Kamera zu konzentrieren. Wann die heute 35-Jährige vor die Kamera zurückkehrt, ist aktuell ungewiss.

Am bekanntesten ist Watson natürlich für ihre Rolle der Hermine Granger. Doch auch mit der Coming-of-Age-Komödie „Vielleicht lieber morgen“ (2012), dem Disney-Live-Action-Remake „Die Schöne und das Biest“ (2017) oder der Literaturverfilmung „Little Women“ (2019) feierte sie große Erfolge. Und fast wäre sie auch in einem mit sechs Oscars prämierten Kino-Hit gelandet: „La La Land“ (2016) von Damien Chazelle!

La La Land
La La Land
Starttermin 12. Januar 2017 | 2 Std. 08 Min.
Von Damien Chazelle
Mit Ryan Gosling, Emma Stone, John Legend
Pressekritiken
4,6
User-Wertung
4,0
Filmstarts
4,5

Bevor Emma Stone an Bord kam, war eigentlich Emma Watson für die Rolle der ambitionierten Jungschauspielerin Mia Dolan vorgesehen, die sich in den Jazz-Pianisten Sebastian (Ryan Gosling) verliebt. Doch wegen der zeitintensiven Vorbereitungen auf „Die Schöne und das Biest“ musste sie schweren Herzens das Handtuch werfen.

Im Interview mit Sirius XM erklärte der „The Bling Ring“-Star (via Far Out Magazine): „‚Die Schöne und das Biest‘ war kein Film, in den ich einfach so hineinrutschen konnte. Ich wusste, dass ich Reittraining hatte, dass ich tanzen musste, dass drei Monate Gesangsunterricht vor mir lagen, und dass ich dafür unbedingt in London sein musste. […] Das war kein Film, in den ich mich einfach per Fallschirm hätte fallen lassen können. Mir war klar, dass ich dafür arbeiten musste und an einen bestimmten Ort gebunden war. Terminlich hat es also einfach nicht gepasst.“

Emma Watson tauschte einen Oscar-Hit gegen einen Milliarden-Blockbuster ein

Eine schlechte Entscheidung war das natürlich nicht: Mit einem weltweiten Einspielergebnis von mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar wurde „Die Schöne und das Biest“ zum zweiterfolgreichsten Film des Jahres 2017 (nur „Star Wars: Die letzten Jedi“ zog mehr Zuschauer*innen in die Kinos).

Doch auch das Musical „La La Land“ erwies sich mit 447 Millionen Dollar Box-Office-Einspiel (gegenüber einem Budget von gerade einmal 30 Millionen!) als absoluter Überraschungshit – und obendrein konnte Emma Stone dafür ihren ersten Academy Award einheimsen. Ob Watson das auch gelungen wäre? Das werden wir natürlich nie erfahren – aber vielleicht wäre zumindest ihre erste Nominierung drin gewesen!

Wenn ihr mehr über die Gründe von Emma Watsons Hollywood-Pause lesen sollt, dann legen wir euch den folgenden Artikel ans Herz:

"Seelisch zerstörend": Aus diesem Grund stand "Harry Potter"-Star Emma Watson seit 7 Jahren nicht mehr vor der Kamera
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