In diesem Jahr feiert der legendäre Flieger-Action-Streifen „Top Gun“ 40-jähriges Jubiläum. Es ist der Film, mit dem Tom Cruise als globaler Schauspiel-Superstar so richtig durchstartete. Seitdem zählt der Kassenmagnet, dessen Filme bis heute über 13 Milliarden Dollar eingespielt haben, zu den absoluten Giganten der Traumfabrik. Doch auch ein Megastar fängt mal klein an.
Im Mai 1982 sprach der gerade 19-jährige Cruise, der bis dato fast ausschließlich in Nebenrollen zu sehen war, für „Lockere Geschäfte“ von Regisseur Paul Brickman vor. Der Filmemacher suchte für seinen Mix aus Teenie-Komödie und Gesellschaftssatire, der heute als 80er-Klassiker gilt, einen ausdrucksstarken Hauptdarsteller. Er fand ihn in Cruise, dem mit „Lockere Geschäfte“ der Sprung zum US-Star gelang. Zuvor hatte er sich beim Casting gegen harte Konkurrenz durchgesetzt. Denn: Halb Hollywood war auf eine Rolle in dem Film scharf!
80er-Klassiker: Das ist "Lockere Geschäfte"
Die Eltern des 17-jährigen Yuppie-Sohns Joel (Tom Cruise) sind im Urlaub, was der High-School-Schüler ordentlich ausnutzen will. Nachdem er bei einer Spritztour den Porsche seines Vaters im Michigansee versenkt hat, hat er plötzlich aber ein ganz anderes Problem. Woher in Kürze so viel Geld für die Instandsetzung des teuren Schlittens nehmen? Da kommt Joels jüngster Bekanntschaft, der Prostituierten Lana (Rebecca De Mornay), eine Idee: Sie gibt ihren Freundinnen Bescheid und verwandelt das Elternhaus in einen Vergnügungstempel ganz besonderer Art – in ein Bordell.
Die Riege an Stars, die für „Lockere Geschäfte“ vorsprachen, ist beachtlich und liest sich wie das Who-is-who der größten Schauspieler*innen der 80er- und 90er-Jahre. Für die Rolle des Joel bewarben sich u.a. Nicolas Cage, Gary Sinise, Michael J. Fox, Kevin Bacon, Sean Penn und Tom Hanks, die zu dem Zeitpunkt alle noch weitgehend unbekannt waren. Cruise und Penn hatten im Jahr zuvor im Drama „Die Kadetten von Bunker Hill“ Nebenrollen übernommen und kannten sich daher.
Zwar ging die Rolle des Joel an Cruise, ganz leer ging der spätere Oscar-Preisträger und Cruise-Kumpel Sean Penn („Dead Man Walking“) aber nicht aus: Er spielt in „Lockere Geschäfte“ einen (namenlosen) Freund der Hauptfigur, der in einer Szene zusammen mit Joel im Porsche von dessen Vater sitzt.
Kim Basinger und Michelle Pfeiffer sagten ab
Ebenfalls sehr gefragt war die Rolle von Lana, die von Rebecca De Mornay verkörpert wird. Für die Kalifornierin war „Lockere Geschäfte“ der zweite Filmauftritt, nachdem sie 1981für Francis Ford Coppolas Schnulze „Einer mit Herz“ erstmals vor der Kamera gestanden hatte. Sie stach beim Vorsprechen u.a. die späteren Weltstars Geena Davis („Thelma & Louise“) Sharon Stone („Basic Instinct“) aus. Kim Basinger und Michelle Pfeiffer hatten den Part zuvor abgelehnt.
„Lockere Geschäfte“ kam im Sommer 1983 in die US-Kinos entwickelte sich in seinem Heimatland schnell zum lukrativen Publikumshit. Verantwortlich dafür: Die gut aufgelegten Jung-Darsteller, der kluge (und mit gesellschaftskritischen Tönen durchtränkte) Humor sowie der passende, eingängige Rock- und Pop-Soundtrack mit Songs von Bob Seger, Prince, Phil Collins und Journey. Bei nicht einmal sieben Millionen Dollar an Kosten generierte der Film ein Einspielergebnis von 60 Millionen Dollar – und wurde der bis dato größte Box-Office-Hit in der Karriere von Cruise, dem bis heute etliche weitere Folgen sollten.
1984 schaffte Tom Hanks, dessen Vorsprechen für „Lockere Geschäfte“ noch erfolglos blieb, mit Ron Howards romantischer Fantasy-Komödie „Splash – Eine Jungfrau am Haken“ den Durchbruch. Kürzlich haben in Australien die Dreharbeiten zu einer lang erwarteten Fortsetzung mit Hanks begonnen. Sie zeigen den zweifachen Oscar-Abräumer („Forrest Gump“, „Philadelphia“) erneut in einem spannenden Weltkriegs-Szenario:
Es geht voran: Fortsetzung zu U-Boot-Kriegsfilm mit Tom Hanks wird gedreht – wieder ohne einen einzigen Tropfen Wasser?*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.