Matthew Lillard hat eine erfolgreiche Karriere. Nach einem ersten Ausrufezeichen mit dem Klassiker „Serial Mom“ und einer Rolle in „Hackers“ bescherte ihm vor allem seine Performance als Stu Macher im Slasher „Scream“ den Durchbruch. Die Rolle wird für immer mit ihm verbunden sein – wie auch seine Performance als Shaggy im „Scooby-Doo“-Franchise. Nachdem er den Part in zwei Realfilmen übernahm, spricht er die Figur seitdem auch regelmäßig.
Gerade ist Lillard wieder sehr gefragt. Er war mit den beiden „Five Night At Freddy's“-Filmen sowie „The Life Of Chuck“ im Kino, hat zudem zentrale Schlüsselrollen in zwei aktuell sehr prominenten Serien – in der jeweils zweiten Staffel von „Alex Cross“ (momentan bei Amazon Prime Video) und „Daredevil: Born Again“ (in Kürze bei Disney+). Dazu feiert er diese Woche mit „Scream 7“ sein Comeback in der Kultrolle, die ihn einst berühmt gemacht hat.
Wenn seit Wochen immer wieder über Matthew Lillard geredet wird, geht es allerdings kaum um eine dieser Darbietungen, sondern um wenig freundliche Worte von Quentin Tarantino.
Das ist passiert: So teilte Tarantino gegen Lillard aus
Anfang Dezember 2025 veröffentlichte „American Psycho“-Autor Bret Easton Ellis eine Folge seines Podcast mit dem „Pulp Fiction“-Regisseur als Gast. Dabei ging es um die besten Filme des 21. Jahrhunderts. Doch Tarantino lobte nicht nur, sondern teilte auch aus. Verpackt in seine Begeisterung für „Midnight In Paris“ sowie „There Will Be Blood“ machte er deutlich, wie wenig er von Owen Wilson und Paul Dano hält, die jeweils zentrale Rollen in den Filmen innehaben. Und während er diese als so ziemlich schlechteste Schauspieler abkanzelte, nahm er aus irgendeinem Grund auch noch Matthew Lillard in die Aufzählung mit auf. Es war ein richtiger Diss gegen das Trio...
Der Schauspieler äußerte sich kurz darauf auf einer Fan-Messe erstmals öffentlich. Dem anwesenden Publikum erzählte er dort, dass es seine Gefühle verletzt habe und ziemlich scheiße sei.
Lillard fühlte sich wie bei der eigenen Totenwache
In einem Interview mit dem People Magazine blickte der „Scream“-Kult-Star jetzt erstmals ausführlicher auf die Zeit zurück, die schnell nicht nur die Tarantino-Beleidigung zu bieten hatte. Denn es gab auch eine laute Gegenreaktion im Netz. Viele Fans erhoben ihre Stimmen, um Lillard, aber auch Dano und Wilson zu feiern. Auch Hollywood-Stars schalteten sich ein – allen voran George Clooney, der sagte, es wäre eine Ehre, einmal mit einem der drei Genannten zu arbeiten.
Für Lillard war das Ganze wohl eine ziemlich surreale Erfahrung. Denn normalerweise gibt es solche Liebesbekundungen von Filmfans im Netz, wenn bekannt wird, dass ein Star gestorben ist. Genau so empfand es der Star dann auch: „Es fühlte sich an, als wäre ich gestorben und würde vom Himmel aus zusehen, wie alle ihre ‚Ruhe in Frieden‘-Tweets absetzen. Ich meine, es war wirklich so, als wäre man Teil der eigenen Totenwache und würde dort sitzen und all die netten Dinge miterleben, die die Leute sagen, nachdem man gestorben ist.“
Universal Pictures
Laut dem Schauspieler beschränkte sich das nicht nur auf die sozialen Netzwerke: „Alle, von den Leuten im Einkaufszentrum am Wochenende mit meinen Kindern bis hin zu George Clooney, James Gunn und Mike Flanagan – ich meine, die Leute waren wirklich großzügig darin, mir zu sagen, wie sehr sie mich und meine Arbeit schätzen“, so der Star gegenüber People.
Auch Paul Dano hat sich übrigens schon sehr dankbar für den Zuspruch der Fans gezeigt:
"Ich war sehr dankbar, dass die Welt für mich eingestanden ist": Paul Dano reagiert auf die beleidigenden Worte von Quentin TarantinoTarantinos Kommentare zu hören sei wirklich „beschissen“ gewesen, erklärt derweil Lillard auch noch mal gegenüber People: „Ich halte ihn für einen wunderbaren Filmemacher, und dann einfach so einen Schlag auf die Fresse zu bekommen, war irgendwie ein Dämpfer.“ Doch heute sei er dankbar für die Erfahrung und Unterstützung: „Letzten Endes war es irgendwie schön.“
Endgültig hinter sich lassen kann Matthew Lillard die negative Seite dieser Diskussion natürlich mit starken Schauspielleistungen. In „Alex Cross“ beweist er bereits, was er drauf hat. Wie seine Rückkehr zur „Scream“-Reihe aussieht, könnt ihr dann in Kürze im Kino sehen. Am Donnerstag, den 26. Februar 2026, startet „Scream 7“ offiziell. Bereits ab dem morgigen Mittwoch gibt es Previews. Hier ist auch noch einmal der gerade veröffentlichte finale Trailer: