Wer das Martial-Arts-Kino zu seinen Lieblingsgenres zählt, kennt bestimmt auch große Jet-Li-Klassiker wie „Once Upon A Time In China“ oder „Fist Of Legend“. Einem Großteil des westlichen Publikums dürfte das chinesische Kampfsport-Ass aber wohl erst seit seinem Sprung nach Hollywood ein Begriff sein. Glänzte er zunächst als Schurke in „Lethal Weapon 4“ (1998), avancierte der hochdekorierte Wushu-Meister schließlich mit Filmen wie „Romeo Must Die“ (2000), „Kiss Of The Dragon“ (2001) und „The One“ (2001) zum Shooting-Star – wovon letztlich auch Yimou Zhangs Wuxia-Welterfolg „Hero“ (2002) profitierte.
Der Verfasser dieses Artikels hat sich in Jet Lis Vita von da an sukzessive bis zu seinen frühen Karrierejahren durchgearbeitet und im Zuge dessen auch die DVD von „Contract Killer“ seiner Sammlung einverleibt, allzu bekannt ist der Film jedoch bis heute nicht. Und das hat durchaus seine Gründe – denn der Mix aus Action-Kracher, Drama und Comedy ist bislang lediglich gekürzt im deutschsprachigen Raum erschienen. Und auch international gelang es ihm nicht, ähnlich hohe Wellen wie die eingangs erwähnten Kampfsport-Klassiker zu schlagen.
Doch wer „Contract Killer“ in angemessener Qualität nachholen will, darf sich nun auf die Blu-ray-Premiere des Films freuen, die am 26. Juni 2026 steigt – und den Film nicht nur erstmals in HD, sondern endlich auch komplett uncut enthält. Und sogar noch mehr als das: Die Blu-ray ist nicht nur erstmals mit der durchgehend synchronisierten Hongkong-Schnittfassung ausgestattet, sondern ergänzend auch noch mit der altbekannten US-Version.
Auch wenn euch hier vielleicht keiner von Jet Lis besten Filmen erwartet, so dürfte die Veröffentlichung für einige Fans der Klopper-Kunst doch eine willkommene Möglichkeit sein, eine Lücke in der eigenen Sammlung zu schließen. Zumindest in Sachen Action lohnt sich „Contract Killer“ aber definitiv– führte mit Schauspieler („Hard Boiled“) und Stuntman („Spion wider Willen“, „Hero“) Wei Tung doch immerhin ein waschechter Experte auf dem Gebiet Regie!
Das erwartet euch in "Contract Killer"
Der Plot des Films ist relativ austauschbar: Im Zentrum steht zunächst ein reicher Yakuza-Boss, der bereits ahnt, dass ihn demnächst jemand um die Ecke bringen wird. Seinem Schicksal schutzlos ausgeliefert, beschließt er vorzusorgen – und ein Kopfgeld von 100 Millionen Dollar auf seinen Mörder auszusetzen. Unter den Söldnern, die sich nach dem kurz darauf tatsächlich eintretenden Tod des Gangsters die Kohle unter den Nagel reißen wollen, sind auch der ehemalige Elite-Soldat Fu (Jet Li) und der Betrüger Lo (Eric Tsang) – die sich kurzerhand zusammentun, um den Killer dingfest zu machen…
Der Film schickt sich an, als wilder Genre-Cocktail eine eierlegende Wollmilchsau zu sein. Die erwähnte Mischung aus Action, Comedy und Drama bzw. Romantik geht am Ende aber leider nur bedingt auf. So recht wollen die verschiedenen Einflüsse jedenfalls nicht zusammenfinden.
Wer diese Begleiterscheinungen akzeptiert, solange es wenigstens ordentlich kracht, wird aber zumindest mit einigen explosiven und knochenbrecherischen Höhepunkten belohnt. Neben dem wahrlich furiosen Finale, in dem nicht nur wahnsinnig drauf los geballert, sondern auch mit Schwertern hantiert sowie mit Händen und Füßen geprügelt wird, ist so etwa auch ein Showdown in einem Fahrstuhlschacht absolut erinnerungswürdig.
Übrigens: Jet Li steht nach einer mehrjährigen Auszeit vor seinem Comeback! Für „Blade Of The Guardians“ stand er für keinen Geringeren als Yuen Woo-Ping („Drunken Master“) vor der Kamera – und der Trailer macht schon mal Lust auf mehr:
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