Knappes Kino-Duell zwischen Horror-Hit und DEM Hype-Film der Stunde – aber bei uns haben deutsche Comedy-Stars die Nase vorn!
von Markus Trutt
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In den US-Kinocharts haben sich der neue DCU-Film „Clayface“ und das Doku-Phänomen „You Can See Everything“ am vergangenen Wochenende ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. In Deutschland sieht die Sache aber ganz anders aus.

Der Hype um die Konventionen sprengende Meta-Doku „You Can See Everything“ über die verurteilte Ex-Tech-Unternehmerin Elizabeth Holmes bricht nicht ab. Nachdem bereits der unbequeme Teaser für viel Aufsehen sorgte und der Film schließlich Begeisterungsstürme bei Kritik und Publikum auslöste, macht sich all das auch an den Kinokassen bemerkbar.

Tatsächlich konnte „You Can See Everything“ an seinem zweiten Wochenende in Nordamerika (wo er nach dem bereits grandiosen Start jetzt in noch mehr Kinos gezeigt wurde) sein Einspiel sogar noch einmal um rund 25 Prozent steigern und 19,5 Millionen Dollar in die Kassen spülen. Insgesamt steht der Dokumentarfilm von Nathan Fielder („Nathan For You“) und Lance Oppenheim („Primetime“) jetzt bei gut 45 Millionen Dollar – und ist angesichts des kolportierten Budgets von sieben Millionen Dollar damit schon jetzt ein gewaltiger Hit.

"Clayface" schlägt "You Can See Everything"

Dennoch hat es in Woche 2 nicht mehr ganz für die Spitze der Kinocharts in Übersee gereicht, da diese der neue gestartete Body-Horror-Schocker „Clayface“ über den gleichnamigen Batman-Bösewicht für sich beansprucht. Der dritte DCU-Film nach „Superman“ und „Supergirl“ konnte an seinem ersten Wochenende allein in Nordamerika 24,5 Millionen Dollar einspielen. Weltweit steht er bislang bei knapp 43 Millionen Dollar.

Die gewagte Strategie von DC-Boss James Gunn, das generalüberholte Comic-Universum auf ungewöhnliche Weise mit einem günstiger produzierten Gruselfilm mit Erwachsenfreigabe (Budget: 30 bis 44 Millionen Dollar) auszubauen, hat sich damit durchaus bezahlt gemacht.

Schlecht lief es hingegen – wie vielerorts schon prophezeit – für das meisterliche Fantasy-Mammut-Werk „Wildwood“. Das neue Kino-Abenteuer der legendären Stop-Motion-Schmiede Laika („Coraline“, „Kubo“) kam bei stolzen Produktionskosten von (mindestens!) 100 Millionen Dollar lediglich auf ein Start-Einspiel von elf Millionen Dollar. Auch wenn die Kinostarts in vielen Ländern noch ausstehen (in Deutschland ist es am 5. November 2026 so weit), zeichnet sich bereits ein Flop ab. Warum ihr allerdings unbedingt ein Ticket lösen solltet, wenn der Film auch bei uns läuft, verrät euch FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen im folgenden Artikel:

Der beste Film des Jahres bietet bombastische Fantasy-Action wie "Herr der Ringe" – und wird wohl trotzdem ein gigantischer Flop: Bitte lasst das nicht zu!

In Deutschland dominiert "Der perfekte Urlaub"

In den deutschen Lichtspielhäusern spielen die beiden Spitzenreiter des nordamerikanischen Kino-Wochenendes derweil (bisher) keine vergleichbare Rolle. Im Fall von „You Can See Everything“ liegt das natürlich daran, dass der Film bei uns erst am 3. Dezember 2026 in den Kinos anläuft. „Clayface“ hingegen ist auch schon hierzulande zu sehen, hat nach Besucherzahlen aber nicht mal ganz den Sprung in die Top-5 geschafft. Lediglich 55.000 Karten wurden für das abgründige DC-Abenteuer verkauft. Nach Einspielergebnis (590.000 Euro) reichte es wegen variierender Ticketpreise immerhin knapp für den fünften Platz.

Ganz anders sieht das bei der „Das perfekte Geheimnis“-Fortsetzung „Der perfekte Urlaub“ aus. Die starbesetzte neue Komödie von Hit-Garant Bora Dagtekin („Fack ju Göhte“, „Türkisch für Anfänger“) konnte mit 460.000 Zuschauer*innen (bzw. sogar 535.000 inklusive Mittwochs-Previews) und einem Einspielergebnis von 5,4 Millionen Euro nicht nur spielend Platz 1 der hiesigen Kino-Charts erobern, sondern auch den besten Start eines deutschen Films in diesem Jahr hinlegen (vorheriger Spitzenreiter war „Extrawurst“ mit rund 350.000 Kinobesuchen).

Der perfekte Urlaub
Der perfekte Urlaub
Starttermin 22. Oktober 2026 | 1 Std. 57 Min.
Von Bora Dagtekin
Mit Elyas M'Barek, Karoline Herfurth, Florian David Fitz
User-Wertung
3,5
Filmstarts
3,0
Vorführungen (732)

Weit abgeschlagen auf den Plätzen 2 und 3 folgen das Animations-Abenteuer „Shaun das Schaf - Spuk im Kürbisfeld“ (115.000 Tickets, Einspiel: 905.000 Euro) und der Mystery-Thriller „Verity - Dunkle Geheimnisse“ (100.000 Tickets, Einspiel: 1,1 Millionen Euro), die aber beide auch schon seit mehreren Wochen in den Kinos laufen.

Und falls ihr euch noch mehr für „Der perfekte Urlaub“ interessiert, lest doch einfach noch unser großes Interview mit den Starts Karoline Herfurth und Elyas M’Barek:

"Das war irgendwann kein Spaß mehr": Karoline Herfurth und Elyas M’Barek im großen FILMSTARTS-Interview zu "Der perfekte Urlaub"

Markus Trutt
Markus Trutt
-Redakteur
Filme, Serien, Videospiele. Markus brennt schon seit Kindertagen für so ziemlich alles, was über Bildschirme und Leinwände flimmert.
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