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    James Cameron befürchtet jetzt schon Kritik an Sci-Fi-Epos "Avatar 2": "Ich will niemanden rumheulen hören"
    05.07.2022 um 19:05
    Annemarie Havran
    Annemarie Havran
    -Mitglied der Chefredaktion
    Film- und Serien-Fan mit Leib und Seele. Immer, wenn im Kinosaal das Licht ausgeht oder der Vorspann einer starken Serie beginnt, kommt die Gänsehaut.

    „Avatar 2: The Way Of Water“ wird mit einer epischen Laufzeit von drei Stunden zu Buche schlagen. Das wird nicht jedem gefallen – doch Regisseur James Cameron setzt jetzt schon zur Verteidigung an, und plädiert für verändertes Verhalten im Kino…

    Disney und seine verbundenen Unternehmen

    Schon „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ dauerte beachtliche zwei Stunden und 40 Minuten, Avatar 2: The Way Of Water“ wird das noch einmal toppen: Ungefähr drei Stunden wird das Science-Fiction-Sequel dauern. Und obwohl epische Laufzeiten gerade bei großen Blockbustern inzwischen fast schon zum guten Ton gehören – „Avengers 4: Endgame“ brachte es ebenfalls auf drei Stunden, „The Batman“ lag nur ganz knapp darunter – ist sich „Avatar 2“-Regisseur jetzt schon sicher, dass es Kritik an der Länge seines Films geben wird.

    Im Interview mit Empire, in dem die Laufzeit enthüllt wurde, setzte James Cameron sogleich auch schon zur Verteidigung an – und war bei seiner Wortwahl nicht zimperlich: „Ich will niemanden wegen der Länge rumheulen hören, wenn sich doch alle hinsetzen und acht Stunden bingewatchen [Serienstaffeln am Stück schauen].“

    "Hört mir bloß damit auf!"

    Nicht nur im Publikum prophezeit Cameron Murren ob der langen Laufzeit, sondern auch in den Filmkritiken: „Ich kann diesen Teil der Kritiken fast schon jetzt schreiben: ‚Der quälend lange Drei-Stunden-Film…“ Ich meine, hört mir verdammt noch mal auf damit [„give me a fucking break“]. Ich hab gesehen, wie meine Kinder dasitzen und fünf einstündige Folgen am Stück schauen.“

    ›› "Avatar – Aufbruch nach Pandora" bei Disney+*

    Die Lösung für das Problem mit langen Laufzeiten sei laut Cameron dabei ganz einfach: „Hier ist der große soziale Paradigmenwechsel, der geschehen muss: Es ist okay, aufzustehen und pinkeln zu gehen.

    Ehrlich gesagt ist das in den Augen der Autorin dieses Artikels aber ganz schön viel verlangt von Kinogänger*innen, die keine Minute eines Films verpassen wollen… Schließlich kann man hier nicht einfach auf die Pausetaste drücken, wie beim Streamen zu Hause, und in Ruhe aufs Klo gehen (was garantiert auch die Menschen beim von Cameron angesprochenen Acht-Stunden-Bingewatching mal getan haben und ja, auch damit hat die Autorin dieser Zeilen Erfahrung).

    Vergleich mit "Der Herr der Ringe"

    Episch ist nicht nur die Laufzeit von „Avatar 2“, episch sind auch Camerons gesamte Pläne für sein Sci-Fi-Franchise, das immerhin fünf Filme umfassen soll – wobei er gerade erst enthüllt hat, dass er noch nicht sicher ist, ob er „Avatar 4“ und „Avatar 5“ selbst inszenieren wird. Im Interview mit Empire sprach Cameron über seine Herangehensweise an das Unterfangen und scheute auch nicht vor dem Vergleich mit „Der Herr der Ringe“ zurück.

    Er habe nicht nur Film an Film aneinanderreihen, sondern gleich von vornherein eine größere Geschichte erzählen wollen – und habe das der damaligen Produktionsfirma Fox (jetzt Disney) auch so vorgestellt: „Stellt euch vor, es würde eine Romanreihe wie ‚Der Herr der Ringe‘ geben und wir adaptieren sie.“ Nachdem er das in der Theorie toll klingende Konzept vorgestellt habe, musste er aber erst mal „die verdammten Bücher, die man dann verfilmen konnte“ schreiben – was ihm ja aber augenscheinlich gelungen ist.

    Geheimnis um Stephen Langs Rückkehr gelüftet

    Empire enthüllte in den vergangenen Tagen nicht nur Auszüge aus umfangreichen Interviews mit James Cameron, sondern auch jede Menge neuer Informationen und Bilder zu „Avatar 2“. So wissen wir nun, dass Sigourney Weaver eine Na’vi-Teenagerin (!) namens Kiri spielen wird – statt ihrer ursprünglichen Figur Dr. Augustine (wobei wir doch sehr stark vermuten, dass beide Figuren irgendwie verbunden sind), und Kate Winslet sprach über die kriegerische Natur ihrer Figur Ronal.

    Neue Bilder zu "Avatar 2": Kate Winslet enthüllt Details zu ihrer Rolle im Sci-Fi-Blockbuster

    Aber auch das Geheimnis um die Rückkehr von Stephen Langs Bösewicht Quaritch wurde endlich gelüftet: Colonel Miles Quaritch ist, wie Dr. Augustine auch, in Teil 1 gestorben – aber während Sigourney Weaver in einer anderen Rolle zurückkehrt, wird Stephen Lang tatsächlich wieder als Quaritch mit dabei sein. Die Lösung des Rätsels ist gar nicht mal so schwer: Sein Geist wurde in einen Avatar hochgeladen, einen der künstlich gezeugten Na’vi-Mensch-Hybride, die auch Jake Sully (Sam Worthington) als Vehikel dienten.

    Quaritch arbeitet auch in dieser Gestalt immer noch für die ausbeuterische RDA und kommt somit auch im Sequel wieder in Konflikt mit den Na’vi, an dessen Land die RDA Raubbau betreibt. Von Quaritch wurde auch ein neues Bild veröffentlicht, ebenso gibt es weitere neue Bilder von Jake und Neytiris (Zoe Saldana) Familie und von einem Pandora-Wal:

    „Avatar 2: The Way Of Water“ kommt am 14. Dezember 2022 ins Kino, der bereits abgedrehte „Avatar 3“, für den jetzt die umfangreiche Postproduktionsphase ansteht, soll am 18. Dezember 2024 folgen.„Avatar 4“ und „Avatar 5“ sind dann für Dezember 2026 bzw. 2028 geplant - ob sie tatsächlich gedreht werden, hängt aber natürlich auch vom Abschneiden von „Avatar 2“ an den Kinokassen ab.

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