Acht Jahre lagen zwischen dem Kassenflop „Batman & Robin“ (für den sich George Clooney bis heute in Grund und Boden schämt!) und „Batman Begins“, der den Auftakt der „The Dark Knight“-Trilogie bildete und dem populären DC-Franchise einen neuen Anstrich verpasste. Nachdem das quietschbunte Over-the-Top-Spektakel von Joel Schumacher sowohl beim Publikum als auch bei der Kritik durchfiel, versuchte sich Christopher Nolan an einem düsteren, vergleichsweise realistischen Ansatz, der das Superhelden-Genre für immer verändern sollte (was ihm zuvor reichlich Spott einbrachte).
Doch das ist noch nicht einmal die gewagteste Entscheidung, die der spätere „Oppenheimer“-Schöpfer in seinem Blockbuster-Debüt getroffen hat: Denn wer in erster Linie für geballte Fledermaus-Action gekommen war, schaute erst einmal rund 60 Minuten lang in die Röhre! Tatsächlich vergeht in „Batman Begins“ eine ganze Stunde, bevor sich Bruce Wayne (Christian Bale) endlich sein Cape überzieht und zum dunklen Rächer wird.
Genau dieser Umstand war den Studiobossen ein ziemlicher Dorn im Auge. Wie Drehbuchautor David S. Goyer im „Happy Sad Confused“-Podcast verraten hat, war Warner Bros. zunächst alles andere als entspannt: „Sie waren nicht glücklich damit“, so der „Blade: Trinity“-Regisseur. „Aber wir wussten von Anfang an, dass sich das Publikum erst mal in Bruce Wayne verlieben musste. Es musste eine atemberaubende Actionszene mit Bruce geben – nicht mit Batman. Deshalb landeten wir bei der Tempelflucht und der Szene auf dem Eis.“
Trotz der Proteste der Studioverantwortlichen setzten Goyer und Nolan ihren Willen durch. „Wir haben die genaue Minute gemessen, in der andere Helden erstmals ihr Kostüm anziehen“, so Goyer. „Und wir waren gar nicht so viel später dran!“
Geschadet hat der lange Atem am Ende auf jeden Fall nicht. „Batman Begins“ konnte 373,3 Millionen Dollar in die weltweiten Kinokassen spülen – und die Kritiken fielen überwiegend positiv bis euphorisch aus. Wir von FILMSTARTS haben in unserer Rezension so stolze 4,5 von 5 Sternen lockergemacht für einen Film, der „dem psychologischen Charakterdrama oftmals näher [ist] als dem Blockbuster-Kracher.“
Mit „The Dark Knight“ konnte Nolan die Erwartungen drei Jahre später dann nochmals übertreffen – nicht zuletzt aufgrund der genialen Besetzung von Heath Ledger als Joker. Warum die Fans anfangs gegen die Besetzung des verstorbenen Hollywood-Stars Sturm gelaufen sind, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
"Schlechteste Besetzung aller Zeiten": So hart musste Christopher Nolan für Heath Ledger als Joker kämpfenEin ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer spanischen Schwesternseite Espinof.com erschienen.
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