„Jurassic Park 1-3“ nahmen sich hier und da zwar ein paar Freiheiten, wenn es um die Darstellung der Dinosaurier ging, komplett neu erfunden hat man für die Trilogie aber keines der Tiere. Etwas anders sah es dann in den ersten beiden „Jurassic World“-Teilen aus, wo man mit dem Indominus Rex und dem Indoraptor plötzlich eigens kreierte Hybrid-Dinos präsentierte.
Doch wie ist die Lage nun beim neuesten Serienteil „Jurassic World: Die Wiedergeburt“? Nachdem man bei „Jurassic World 3: Ein neues Zeitalter“ darauf verzichtet hatte, hybride Neukreationen wie in den zwei Vorgängern auftreten zu lassen, spielen solche in „Jurassic World 4“ wieder eine größere Rolle – woraus der Film vor allem in einem Fall aber keinen Hehl draus macht. Schließlich ist die Story diesmal auch auf einer Insel angesiedelt, wo perfide Genexperimente mit den Urzeitgiganten durchgeführt wurden. Aber ist die Existenz der restlichen Saurier in allen Fällen verbürgt? Wir gehen der Sache auf den Grund.
Mosasaurus, Titanosaurus und Quetzalcoatlus: Die großen Drei im Zentrum der Handlung
Dreh- und Angelpunkt der Handlung von „Jurassic World: Die Wiedergeburt“ ist das Aufspüren drei riesiger Saurierarten zu Land, zu Wasser und in der Luft, da man sich von deren aufgrund ihrer Größe besonders leistungsfähigen Herzen das nötige Genmaterial für lebensrettende Herzmedizin erhofft (Fun Fact am Rande: Der Begriff Dinosaurier bezeichnet tatsächlich nur die an Land lebenden Saurier, während ihre artverwandten schwimmenden und fliegenden Pendants Meeres- und Flugsaurier sind).
Hier begegnen uns der bereits aus den früheren „Jurassic World“-Teilen bekannte Wassergigant Mosasaurus sowie der erstmals in „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“ aufgetretene geflügelte Koloss Quetzalcoatlus, die beide zum Ende der Kreidezeit (vor ca. 80 bis 66 Millionen Jahren) tatsächlich gelebt haben.
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Etwas schwammiger ist der Stand beim Dritten im Bunde: Der riesige langhalsige Sauropode Titanosaurus gilt angesichts nur weniger fossiler Überreste, die ihm bisweilen zugeschrieben werden, als zweifelhafte Gattung – obgleich es in der übergeordneten Gruppe der Titanosauria tatsächlich einige gut belegte Arten ähnlicher Größe (wie etwa Argentinosaurus oder Saltasaurus) gab.
D-Rex und Mutadon: Zwei frei erfundene Bösewichte
Ganz bewusst frei erfunden sind jedoch die gefräßigen Kreaturen, die den Hauptfiguren in „Jurassic World: Die Wiedergeburt“ insbesondere im Showdown an den Kragen wollen. Zum einen hätten wir da den neuen Hybriden Mutadon, eine Mischung aus dem schnellen Jäger Velociraptor und dem fliegenden Pteranodon, den die Merkmale beider Arten zu einem besonders tödlichen Gegner machen.
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Auf der anderen Seite bekommen wir es außerdem mit der schrecklichen Mutation eines einzelnen Dinos zu tun, dem D-Rex. Entstanden aus einem T-Rex, weist der Distortus Rex (wie das Tier ausgeschrieben heißt) sechs Gliedmaßen, einen besonders ausgeprägten Schädel und eine gewaltige Gestalt auf, für die den Filmemachern neben dem T-Rex selbst unter anderem der Xenomorph aus der „Alien“-Reihe und der Rancor aus dem „Star Wars“-Universum als Inspiration dienten. Mehr zum D-Rex erfahrt ihr im folgenden Artikel:
Der D-Rex in "Jurassic World: Die Wiedergeburt" erklärt: Das bedeutet sein Name und diese Film-Monster dienten als VorlageT-Rex, Aquilops und Co.: Weitere Dino-Arten in "Jurassic World 4"
Neben diesen fünf ganz essentiellen Tieren wird die Insel Saint-Hubert aber noch von allerlei weiteren Sauriern bevölkert, die es allesamt so (oder zumindest so ähnlich) gegeben hat, allen voran natürlich der Tyrannosaurus Rex, der in keinem „Jurassic“-Abenteuer fehlen darf. Daneben feiert aber auch der mit einem markanten Segel auf dem Rücken ausgestattete und nach neuen Studien wohl wirklich primär im Wasser ansässige Spinosaurus gleich in mehrfacher Ausführung ein Comeback, nachdem er einst in „Jurassic Park III“ sogar einem T-Rex den Garaus machte.
Nur ein kurzes Wiedersehen gibt es indes mit (wahrscheinlich Veloci-)Raptoren, werden die doch kurzerhand von einem Mutadon weggeschnappt, als sie sich des Nachts an den ein kleines Geschäft verrichtenden Xavier (David Iacono) anschleichen. Damit wird direkt demonstriert, welche Gefahr von den Mutadons ausgeht.
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Zu den weiteren zurückkehrenden Dinos gehört daneben der mit einem Schutzpanzer und einer charakteristischen Keule am Schwanz ausgestattete Ankylosaurus sowie der fleischfressende Dilophosaurus. Bei Letzterem ist allerdings anzumerken, dass er im Vergleich zu seinem realen Pendant bereits damals für den allerersten „Jurassic Park“-Film abgewandelt wurde (was man konsequent in späteren Franchise-Teilen beibehalten hat). Um ihn gefährlicher wirken zu lassen, hat man ihm nämlich sowohl einen Nackenkragen verpasst, den er bedrohlich ausklappen kann, als auch die Fähigkeit, Gift zu spucken. Beides Dinge, die bei echten Dilophosauriern nicht vorkamen.
Sein (wissenschaftlich recht akkurates) „Jurassic“-Debüt gibt derweil der Aquilops, ein an einen hornlosen Triceratops erinnernder kleiner Pflanzenfresser, der die Familie von Reuben (Manuel Garcia-Rulfo) begleitet und wegen seiner Putzigkeit demnächst wohl zu den Topsellern unter dem neuen „Jurassic World“-Merchandise gehören wird.
Wenn ihr nach diesem Saurier-Exkurs zudem wissen wollt, welche Inseln es in der „Jurassic“-Welt eigentlich so gibt, lest am besten noch folgenden Artikel:
Neben Saint-Hubert in "Jurassic World 4": Diese Inseln existieren im gesamten Dino-Franchise