Neu im Streaming-Abo: Ein richtig schön-fieses Horror-Highlight voller Wendungen
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Schon in der Grundschule las er Kino-Sachbücher und baute sich parallel dazu eine Film-Sammlung auf. Klar, dass er irgendwann hier landen musste.

Mit „Companion“ spielt „Scream 5“-Star Jack Quaid einmal mehr seine Stärken gekonnt aus und empfiehlt sich Sophie Thatcher als Horror-Star, den man im Auge behalten sollte. Jetzt gibt es den twistreichen Thriller im Streaming.

Man nehme eine bestechende Mischung aus beißender Satire, temporeichem Thriller-Spaß sowie blutigem, entlarvendem Horror und besetze sie mit „The Boys“-Star Jack Quaid, „Yellowjackets“-Darstellerin Sophie Thatcher sowie „Homeland“-Mime Rupert Friend: Fertig ist „Companion – Die perfekte Begleitung“, ein spannender, schwarzhumoriger Genremix, der dieses Frühjahr leider nicht die gebührende Aufmerksamkeit erhielt.

Doch der Einsatz in den Lichtspielhäusern ist ja bloß der erste Akt im langen Leben eines Kinofilms. Nun buhlt der satirische Horror-Thriller um Aufmerksamkeit im Streaming – und wir wünschen ihm, dass er viele neue Fans generiert: Ab sofort ist „Companion“ beim Sky-Streamingdienst WOW im Abo enthalten!

Darum geht es in "Companion"

Seit die gutmütige Iris (Sophie Thatcher) im Supermarkt dem scherzhaften Josh (Jack Quaid) begegnete und sich prompt in ihn verliebt hat, ist er der Fokus ihres Lebens. Entsprechend nervös ist sie, als ein Wochenende in einem abgelegenen Haus am See ansteht. Denn bei dieser Gelegenheit soll Iris endlich Joshs Clique kennenlernen: Seine beste Freundin Kat (Megan Suri), seinen Kumpel Eli (Harvey Guillén) und dessen Partner Patrick (Lukas Gage) sowie den wohlhabenden, ominösen Sergey (Rupert Friend).

Die Reaktionen sind unterschiedlich: Kat fühlt sich von der perfekt herausgeputzten, förmlichen und devoten Iris eingeschüchtert, Eli scheint respektvoll von ihr fasziniert zu sein und Sergey beäugt sie unangenehm. Schon am nächsten Morgen entgleist die Lage: Sergey drängt sich Iris auf. Ihr Selbstschutzmechanismus greift ein – kurz danach steht ihre gesamte Welt Kopf...

Blutig, schonungslos gewitzt und temporeich

Die Poster und der erste Trailer deuten bereits an, dass „Companion“ keine aus dem Leben gegriffene, bodenständige Geschichte über Liebe, Eifersucht, Übergriffie und Notwehr bleibt, sondern mit einem Genre-Kniff von Genderrollen, Machtverhältnissen und entmenschlichender Begierde handelt. Spätere „Companion“-Werbemaßnahmen wiederum zeigten keinerlei Zurückhaltung und legten einen konkreten Twist offen – verdammt schade, aber kein Beinbruch!

Wer noch die Chance hat, „Companion“ komplett ahnungslos zu erleben, sollte dies tun – einfach, um dieses rare Seherlebnis mit unerwarteten Wendungen und Subgenre-Offenbarungen auszukosten. Filmfans, denen die „Companion“-Überraschung schon verdorben wurde, müssen sich aber nicht grämen, denn der Film an sich wurde ihnen nicht vermiest: An den Stellen, an denen Regisseur und Drehbuchautor Drew Hancock beim ahnungslosen Publikum ein schleichendes „Irgendwas stimmt nicht!“-Gefühl erzeugt, streut er satirische, neckisch-komödiantische und teils scharf-schwarzhumorige Brotkrumen für das wissende Publikum.

Und wenn Hancock erst sämtliche Karten auf den Tisch legt, entwickelt sich „Companion“ mit zügigem Erzähltempo und einer verspielt-durchdachten Filmwelt zum gnadenlos unterhaltsamen, schonungslos gewieften Genrespaß: Neben konstanten, gut platzierten Seitenhieben auf Männer, die nur Liebe erfahren, nicht aber Liebe geben wollen, und filmisch grausig weitergedachten Gegenwartsbeobachtungen gibt es brechende Allianzen und verzweifelte Persönlichkeiten mit entsicherten Schusswaffen sowie biegsamer Moral!

Das mündet in ein blutiges, reißerisches und feuriges Kräfteringen, süffisante Satire und schmissigen Thrill – mit einer entfesselten Sophie Thatcher im Mittelpunkt und einem Jack Quaid, der seine schauspielerischen Stärken gekonnt auszuspielen weiß. Und noch mehr doppelbödigen Horror-Nervenkitzel mit Sophie Thatcher bietet euch unser folgender Heimkinotipp:

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Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.

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