Es ist eines der unwahrscheinlichsten Projekte, die derzeit in Arbeit sind: Vor rund vier Monaten wurde bekannt gegeben, dass eine im Jahr 1977 angesiedelte Fortsetzung zu Quentin Tarantinos bis dato letztem Meisterwerk „Once Upon A Time... In Hollywood“ in Arbeit ist – allerdings für den Streamingdienst Netflix und inszeniert von „Sieben“- und „Fight Club“-Macher David Fincher!
Tarantino hat lediglich das Drehbuch zu „The Continuing Adventures Of Cliff Booth“ geschrieben, in dem – der Titel deutet es bereits an – der von Brad Pitt gespielte Stuntman im Mittelpunkt stehen wird. Während der „F1“-Star also in seine Oscar-Rolle zurückkehren wird, ist noch nicht bekannt, ob etwa auch der von Leonardo DiCaprio verkörperte Rick Dalton zumindest einen kleinen Auftritt haben wird.
Offiziell für den Cast bestätigt sind neben Pitt bislang nur Elizabeth Debicki („Tenet“), Scott Caan („Hawaii Five-0“), Yahya Abdul-Mateen II („Ambulance“), Carla Gugino („Sin City“), JB Tadena („Navy CIS“) und Corey Fogelmanis („Ma – Sie sieht alles“). Ein weiterer „Once Upon A Time... In Hollywood“-Originalstar wiederum hat sich kürzlich in einem Podcast verplattert, weshalb man fest davon ausgehen kann, dass auch er in dem Film dabei ist.
Während der Starttermin noch unbekannt ist, hat Quentin Tarantino bei einem Auftritt im Podcast „The Church Of Tarantino“ kürzlich über seine Beweggründe für den Film gesprochen. So habe er sich diesmal voll auf das Schreiben konzentrieren wollen. „Wenn ich meine eigenen Filme inszeniere, bekomme ich als Autor nicht immer den Respekt, den ich verdient habe“, so der 62-Jährige. „Die meisten denken: ‚Er schreibt für sich selbst.‘“
Doch warum hat er den Regieposten ausgerechnet an David Fincher übergeben? Nun: „Ich glaube, David Fincher ist der beste Regisseur“, so der zweifache Drehbuch-Oscar-Gewinner („Pulp Fiction“, „Django Unchained“). „Ich und David Fincher sind die besten Regisseure. Dass er nun mein Drehbuch verfilmen will, zeigt mir, wie ernst er meine Arbeit nimmt, und das verdient Anerkennung.“
Auf das Ergebnis dürfen wir in jedem Fall gespannt sein – schließlich liegen zwischen den zitierwütigen Genre-Collagen eines Quentin Tarantino und dem Thriller-Kino von David Fincher inszenatorisch doch einige Welten. Aufgegeben hat Tarantino zugunsten von „The Continuing Adventures Of Cliff Booth“ übrigens die Arbeit an „The Movie Critic“, der eigentlich seine zehnte (und letzte) Regiearbeit werden sollte. Was wir über das fallen gelassene Projekt wissen, lest ihr im nachfolgenden Artikel:
Das wäre der perfekte letzte Film geworden: "The Movie Critic" sollte das Tarantino-Verse offiziell machenEin ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer spanischen Schwesternseite Sensacine.com erschienen.