"Ich habe ihn verabscheut": Bei diesem starbesetzten Flop hat Bill Murray das Kino vorzeitig verlassen!
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

Verlasst ihr das Kino schon mal frühzeitig, wenn euch der Film nicht gefällt? Bill Murray schon – zum Beispiel im Fall eines zwar hoch gelobten, am Box Office aber durchgefallenen Films mit „Pulp Fiction“-Star John Travolta.

Ich habe schon viele Filme im Kino gesehen, die ich schlecht oder sogar nahezu unerträglich fand. Den Saal frühzeitig verlassen habe ich aber noch nie – und ich kann mir auch nicht vorstellen, das jemals zu tun. Der Film, der mich endgültig in die Knie und förmlich zur Flucht zwingt, muss also erst noch gedreht werden – anders als bei Bill Murray!

Der so exzentrische wie beliebte Schauspieler und Komiker, bekannt aus Filmen wie „Ghostbusters“, „Was ist mit Bob?“ oder „Lost In Translation“, hat in einem Interview mit Empire freimütig zugegeben, dass er einen Film dermaßen mies fand, dass er kurzerhand Reißaus genommen hat (via Far Out Magazine). Die Rede ist von Mit aller Macht“, einem satirischen Politdrama nach Joe Kleins Roman „Primary Colors: A Novel Of Politics“.

Mit aller Macht
Mit aller Macht
Starttermin 3. September 1998 | 2 Std. 23 Min.
Von Mike Nichols
Mit Emma Thompson, John Travolta, Billy Bob Thornton
User-Wertung
3,4
Filmstarts
4,5

Kommerziell riss „Mit aller Macht“ damals keine Bäume aus: Am weltweiten Box Office spielte er gerade einmal 52,1 Millionen US-Dollar ein – angesichts eines Budgets von 65 Millionen viel zu wenig, um auch nur annähernd als rentabel zu gelten. Dabei waren zahlreiche große Namen an dem Film beteiligt: Auf dem Regiestuhl nahm Mike Nichols Platz, der Schöpfer von Klassikern wie „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ oder „Die Reifeprüfung“. Das Drehbuch stammt von Ehrenoscar-Preisträgerin Elaine May („Pferdewechsel in der Hochzeitsnacht“), während Star-Kameramann Michael Ballhaus („GoodFellas“) für eine edle Bildgestaltung sorgte.

In der Hauptrolle des aufstrebenden, nicht von ungefähr an den damals noch amtierenden US-Präsidenten Bill Clinton angelehnten Politikers Jack Stanton ist „Pulp Fiction“-Mime John Travolta zu sehen. Unterstützt wird er von Hochkarätern wie Emma Thompson („Sinn und Sinnlichkeit“), Billy Bob Thornton („Sling Blade“) und Kathy Bates („Misery“), die ebenso wie das Drehbuch eine Oscar-Nominierung erhielt.

Die Fachpresse zeigte sich überwiegend angetan von „Mit aller Macht“. Kritikerpapst Roger Ebert etwa bezeichnete den Film als „einsichtsvoll und sehr klug in Bezug auf die Realitäten des politischen Lebens.“

Da würde Bill Murray wohl lauthals widersprechen: Auf die Frage, welchen Film er zuletzt vorzeitig verlassen habe, nannte er wie aus der Pistole geschossen den Titel des Travolta-Flops. „Ich habe ihn verabscheut“, so der „Broken Flowers“-Darsteller. Eine Begründung für seine extreme Abneigung lieferte er leider nicht mit ...

... und so ist sein Urteil mit Vorsicht zu genießen – genau wie im Fall einer Kult-Sitcom, die er hasst, obwohl er nur eine einzige (und dazu noch die wohl schlechteste) Folge gesehen hat. Mehr dazu lest ihr im nachfolgenden Artikel:

"Schrecklich, überhaupt nicht lustig": Bill Murray hasst eine der beliebtesten Sitcoms aller Zeiten – dabei kennt er nur die schlechteste Folge!

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