Mit "Wednesday"-Star Jenna Ortega: Einen der meistgehassten Filme des Jahres gibt's jetzt fürs Heimkino
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Ob Showtunes im Broadway-Stil, zuckersüße Teenie-Pop-Revue oder bluttriefende Rock-Party: Sidney hat eine Schwäche für Musicals, die ihn bereits durch allerlei cineastische Höhen und Tiefen geführt hat.

Aus gutem Grund vielfach verlacht und viele Male verrissen oder vielleicht ein verkanntes Experiment, das Musikkino und Psychothriller vereint? Ab sofort könnt ihr euch im Heimkino ein eigenes Bild von „Hurry Up Tomorrow“ machen.

Einer der erfolgreichsten Popmusiker der Gegenwart und „Wednesday“-Star Jenna Ortega in den Hauptrollen, zudem ist „Saltburn“-Darsteller Barry Keoghan mit von der Partie: Auf dem Papier sah es aus, als hätte der Musik-Psychothriller „Hurry Up Tomorrow“ alles, was es für einen Achtungserfolg benötigt.

Doch die von „It Comes At Night“- und „Waves“-Regisseur Trey Edward Shults inszenierte 15-Millionen-Dollar-Produktion generierte an den Kinokassen bloß 7,8 Millionen Dollar – und wurde noch dazu mit Eifer verrissen: Am Startwochenende wurde auf der Plattform TikTok schallend über Ausschnitte gelacht, und mit miesen 14 Prozent bei Rotten Tomatoes fiel auch das Presseecho katastrophal aus.

Doch wo ein glühend niedergeknüppelter Film ist, sind auch Leute, die ihn stolz verteidigen. Vielleicht gehört ihr zu dieser Gruppe – oder wollt einfach wissen, was diese hitzige Reaktion überhaupt ausgelöst hat. So oder so hat eure Stunde geschlagen, denn ab dem 12. September 2025 ist „Hurry Up Tomorrow“ auf DVD und Blu-ray im Heimkino erhältlich:

Darum geht es in "Hurry Up Tomorrow"

Ein Musik-Superstar (Abel Tesfaye alias The Weeknd) rast mit Affenzahn auf eine Sinnkrise zu: Er leidet unter Schlaflosigkeit und seit einer harschen Trennung zudem unter Herzschmerz. Diese Probleme versucht er durch Partys und Drogenmissbrauch zu übertönen, was ihn jedoch nur noch näher an einen psychischen Zusammenbruch bringt.

Als er allerdings einer rätselhaften Fremden namens Anima (Jenna Ortega) begegnet, die ihn auf eine Odyssee mitnimmt, blickt der Star endlich aus einer neuen Perspektive auf sich selbst – doch wird das sein Leid wirklich schmälern oder führt sie Böses im Schilde?!

Ein unangepasster Film, über den sich streiten lässt

In unzähligen Kritiken wurde „Hurry Up Tomorrow“ als maßlos selbstverliebtes, prätentiöses Egoprojekt kritisiert. Oft wurde der selbstreferentielle Musik-Psychothriller zudem als schlecht gespielt und tendenziös frauenfeindlich tituliert. Doch im überwältigenden Sturm an negativen Kritiken lassen sich vereinzelte, lobende Stimmen finden.

So lobt G. Allen Johnson vom San Francisco Chronicle „Hurry Up Tomorrow“ als risikofreudiges „'Purple Rain' für die 'Euphoria'-Generation“, „visuell erstaunlich“ und „Fiebertraum im Stile von David Lynch“. Wie fürstlich über „Hurry Up Tomorrow“ gestritten werden kann, haben des Weiteren Beatrice Osuji und Hardy Zaubitzer von der FILMSTARTS-Schwesterseite Moviepilot bewiesen:

Während unsere Kollegin Bea dem Konsens zustimmt, ist Hardy davon begeistert, wie sehr der Film die Handschrift des Regisseurs Trey Edward Shults trägt, und wie unverblümt er „eine pubertäre Fantasie“ in eindrucksvollen Bildern und Klängen umsetzt. Dass der Film sein Publikum dazu drängt, sich „total ungefiltert diesen Gefühlen hinzugeben“, die von Trennungsschmerz und Selbstzweifeln ausgehen, verdiene Respekt – oder eben nicht, wenn man sich der kopfschüttelnden Seite des Diskurses anschließt.

Das angeregte Gespräch der beiden Moviepilot-Gesichter findet ihr in voller Länge auf YouTube, während wir von FILMSTARTS für euch einen Artikel vorbereitet haben, der sich einer brennenden Frage annimmt, die ihr nach dem Anschauen von „Hurry Up Tomorrow“ möglicherweise haben werdet. Allerdings solltet ihr den Beitrag wirklich erst lesen, wenn ihr den Film schon gesehen habt – oder wenn euch Spoiler völlig egal sind:

"Hurry Up Tomorrow" erklärt: Ist Jenna Ortega nun real oder nicht?

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