Länger & brutaler als im Kino: Actionreicher Sci-Fi-Horror kommt als Langfassung ins Heimkino
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Er findet Streaming zwar praktisch, eine echte Sammlung kann es für ihn aber nicht ersetzen: Was im eigenen Regal steht, ist sicher vor Internet-Blackouts, auslaufenden Lizenzverträgen und nachträglichen Schnitten.

Einer der größten Überraschungserfolge des Kinojahres 2022 wurde kürzlich fortgesetzt – und nun gibt es dieses Sequel in einer neuen, alternativen Schnittfassung: „M3GAN 2.0“ schlitzt sich extra blutig durch das Heimkino!

Sie kam, sie blickte herablassend und siegte: Die titelgebende KI-Puppe aus dem satirisch-süffisanten Sci-Fi-Horror „M3GAN“ dominierte wochenlang die filmaffinen Winkel der sozialen Netzwerke und brachte Anfang 2022 die Kassen zum Klingeln. Denn die zwölf Millionen Dollar teure Produktion der Filmschmiede Blumhouse spielte allein im Kino mehr als das Fünfzehnfache ihrer Kosten wieder ein!

Eine Fortsetzung war da in Windeseile beschlossene Sache – und orientierte sich an einem ikonischen Franchise: So, wie James Camerons „Terminator“ als Mischung aus Sci-Fi und Horror die Kinowelt erblickte und im zweiten Teil zum Actionblockbuster transformierte, bekam „M3GAN 2.0“ ein Sci-Fi-Action-Upgrade rund um seine sarkastischen Horror-Ursprünge verpasst. Wie sich dieser Genrehybrid schlägt, könnt ihr nun vom Sofa aus überprüfen: Am 2. Oktober 2025 erscheint „M3GAN 2.0“ im Heimkino – darunter als Limited Edition im 4K-Steelbook!

Das 4K-Steelbook enthält den Film in einer neuen Schnittfassung, die länger und härter ist, sowie in der regulären Kinofassung. Obendrein gibt es ein Making Of sowie mehrere Featurettes. Falls ihr auf die schmucke Sonderverpackung verzichten könnt, gibt es „M3GAN 2.0“ aber auch als 4K-Edition, auf Blu-ray und als DVD* in regulärer Aufmachung. Und keine Sorge: Diese Editionen enthalten ebenfalls beide Schnittfassungen!

Darum geht es in "M3GAN 2.0"

Gemma Forrester (Allison Williams), eine frühere Spieleentwicklerin, Arbeitssüchtige und Erziehungsberechtigte wider Willen, ist kaum wiederzuerkennen: Nachdem sie von der als Spielgefährtin entwickelten KI-Puppe M3GAN beinahe ermordet worden wäre, ist sie zur flammenden Fürsprecherin härterer Anti-KI-Gesetze geworden. Und mit ihrer Nichte Cady (Violet McGraw), die sie in Obhut nehmen musste, versteht sie sich zwar noch immer nicht blendend – aber sie legt sich nun stärker ins Zeug, für ihr Wohl zu sorgen.

Nicht nur Gemma hat sich weiterentwickelt: Auch M3GAN, die Gemma zerstört geglaubt hat, treibt weiter ihr Unwesen. Und nun müssen die Feindinnen an einem Strang ziehen – teils reumütig, teils drohend. Denn auf M3GAN basierte Technologie wurde eingesetzt, um AMELIA (Ivanna Sakhno) zu erschaffen – eine brandgefährliche KI-Spionin. Die lässt sich nur aufhalten, wenn sich Gemma und M3GAN zusammenraufen. Oder spielt hier irgendwer ein doppeltes Spiel?!

Länger und wilder, aber auch besser?

Der Verfasser dieses Artikels hatte tierischen Spaß an „M3GAN“ und rannte daher direkt am Startwochenende in eine Kinovorführung von „M3GAN 2.0“. Das haben ihm nur wenige Menschen gleichgetan: Die mit Horror- und Satire-Anflügen sowie viel Campiness bestückte, auf ein Budget von bis zu 25 Millionen Dollar geschätzte Sci-Fi-Action generierte bloß 39,1 Millionen Dollar in den Lichtspielhäusern dieser Welt.

Womöglich war Teil eins für viele Filmbegeisterte nur ein Strohfeuer, vielleicht lag es auch am gemäßigten Presseecho und der lauen Mundpropaganda rund um „M3GAN 2.0“: Dieser Fan des Vorgängers war schwer vom sich verzettelnden Sequel-Skript, den bemühten Gags und einer arg desinteressiert wirkenden Williams enttäuscht. Und FILMSTARTS-Chefkritiker Christoph Petersen zückte bloß durchschnittliche 2,5 Sterne, nicht zuletzt, weil er den Film arg überdehnt fand.

In seiner Kritik heißt es daher: „In den zwei Stunden von 'M3GAN 2.0' steckt vermutlich ein echt kurzweiliger 80-Minüter – nur wird zwischen den launigen Einschüben leider regelmäßig viel zu viel geredet und erklärt.“ Doch es gibt auch „M3GAN“-Fans, die sich von der „Mehr ist mehr“-Maxime überzeugen ließen, die Autor und Regisseur Gerard Johnstone im Sequel verfolgt.

Die dürften sich auch über die neue Schnittfassung freuen, die mehr Gewaltspitzen und etwas mehr als eine Minute an zusätzlicher Laufzeit bietet. Und richtig stylischen Sci-Fi-Bombast mit unvergesslicher Musik bietet euch unser folgender Heimkino-Tipp:

Bildgewaltiges Sci-Fi-Spektakel trifft brachialen Action-Bombast: Blockbuster-Highlight erscheint zum ersten Mal in 4K

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