Mit „Until Dawn“ wurden 2015 Horrorfilme auch auf der Konsole lebendig, denn hier gab es ein cineastisch inszeniertes Gruselvergnügen zum Nachspielen, bei dem sogar Hollywood-Größen wie Hayden Panettiere („Scream VI“), Rami Malek („Mr. Robot“) und Peter Stormare („The Big Lebowski“) den Spielfiguren mittels Motion-Capture-Verfahren ihr Aussehen zur Verfügung stellten und sie auch vertonten.
„Until Dawn“ bestach dabei durch eine simple, aber wirkungsvolle Prämisse: An bestimmten Punkten treffen die Gamer*innen Entscheidungen – und bestimmen damit auch über das Überleben der Teenie-Gruppe. Als bekannt wurde, dass das Horror-Game eine Leinwand-Adaption bekommen sollte, stellten sich viele Fans die Frage, wie denn dieses interaktive Feature übertragen werden kann. Die Antwort: gar nicht. Stattdessen verfolgten „Shazam“-Macher David F. Sandberg und „ES“-Drehbuchautor Gary Dauberman einen komplett anderen Ansatz – und machten aus „Until Dawn“ einen Zeitschleifen-Horror.
Wer der Horror-Version von „... und täglich grüßt das Murmeltier“ eine Chance geben möchte, hat jetzt – gut sechs Monate nach Kinostart – die ideale Gelegenheit dazu. Seit dem heutigen 24. Oktober 2025 könnt ihr „Until Dawn“ im Abo von Netflix streamen. Wer kein Konto beim roten N besitzt, kann den Film gegen eine Gebühr auch bei Amazon Prime Video leihen:
"Until Dawn": Das ist die Handlung
Ein Jahr nach dem rätselhaften Verschwinden von Melanie (Maia Mitchell) kehren ihre Schwester Clover (Ella Rubin) und eine Gruppe von Freund*innen in das abgelegene Tal zurück, in dem sie zuletzt gesehen wurde. Ihre Nachforschungen führen sie zu einem verlassenen Besucherzentrum – einem Ort, an dem die Zeit stillzustehen scheint. Doch die anfängliche Erkundung schlägt bald in puren Horror um: Ein maskierter Killer taucht auf und macht gnadenlos Jagd auf sie.
Doch anstatt endgültig zu sterben, werden Clover und ihre Freund*innen jedes Mal wieder an den Beginn jener verhängnisvollen Nacht zurückgesetzt. Der Albtraum wird in einer schier endlosen Schleife fortgeführt – mit jeder Wiederholung intensiver, grausamer, unberechenbarer. Allmählich begreifen die Jugendlichen, dass die neuen Versuche nicht unendlich sind. Wie oft können sie noch zurückkehren, bevor der Tod endgültig wird? Ihre einzige Hoffnung: Den Horror bis zum Morgengrauen zu überstehen – und den Fluch zu brechen, bevor er sie alle verschlingt.
Generischer Grusel ohne Biss
Es ist von Beginn an klar gewesen, dass der interaktive Kern von „Until Dawn“ bei einer Kino-Adaption auf der Strecke bleiben muss. Das ist nicht dramatisch, schließlich haben andere Filme wie „Happy Death Day“ bereits gezeigt, dass Zeitschleifen-Horror durchaus unterhalten kann. Doch dem neuesten Werk des genreerprobten David F. Sandberg („Lights Out“, „Annabelle 2“) fehlt es an Eigenständigkeit. Die heraufbeschworenen Schrecken wirken alle höchst austauschbar und kaum eine Sequenz will im Gedächtnis bleiben.
Letztlich ist das Ergebnis eine müde Fahrt durch die Schock-Geisterbahn, bei der einem generisch gestaltete Hexen, Geister und Ghule an den Kragen wollen, jedoch nie so richtig Stimmung aufkommen will. In der offiziellen FILMSTARTS-Kritik gibt es dafür folgerichtig auch nur schwache 2 von 5 möglichen Sternen.
Doch natürlich ist es immer am besten, wenn ihr euch selbst ein Bild macht – und vielleicht habt ihr ja Vergnügen mit „Until Dawn“. Wer noch mehr Grusel-Tipps haben möchte, findet im nachfolgenden Artikel eine passende Streaming-Empfehlung:
Horror-Geheimtipp heute Abend streamen: Je weniger ihr über diesen Film wisst, desto besser*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision.