Wir alle kennen es: Ein gemütlicher Abend auf der Couch steht an, Netflix soll die entsprechende Unterhaltung liefern, doch dann kann man sich einfach nicht entscheiden, welchen Film man anschalten soll. Man scrollt und scrollt, nur um beim Blick auf die Uhr festzustellen, dass es inzwischen eigentlich schon fast zu spät ist, um noch auf „Play“ zu drücken.
Aber keine Sorge: FILMSTARTS hilft euch dabei, die zermürbende Suche endlich hinter euch zu lassen: Jede Woche präsentieren wir euch drei empfehlenswerte Filme, die sich im ziemlich umfangreichen Netflix-Katalog verstecken – damit ihr sofort wisst, was ihr euch heute Abend ansehen könnt. Natürlich erwartet euch auch in dieser Woche wieder ein bunt gemischter Strauß an Empfehlungen. Viel Spaß!
"Signs - Zeichen" (2001)
Graham Hess (Mel Gibson) hat nach dem tragischen Unfalltod seiner Frau den Glauben an Gott verloren. Gemeinsam mit seinen Kindern und seinem Bruder Merrill (Joaquin Phoenix) lebt er auf einer Farm, umgeben von weitläufigen Maisfeldern. Eines Tages tauchen mysteriöse Kornkreise in einem der Felder auf – und die seltsamen Ereignisse häufen sich: Der Familienhund wird plötzlich aggressiv, Fremde streifen offenbar über das Grundstück. Bald stellt sich heraus, dass überall auf der Welt Kornkreise auftauchen. Die Hinweise verdichten sich, dass tatsächlich Außerirdische im Spiel sind...
Nach „The Sixth Sense“ beweist M. Night Shyamalan mit „Signs - Zeichen“ erneut, dass er ein Meister des klassischen Storytellings ist. Wie sein Vorbild Steven Spielberg legt Shyamalan größten Wert auf Sensibilität, um seine Figuren, ihre Ängste und ihre Herausforderungen greifbar zu machen. Diese behutsame Herangehensweise sorgt nicht nur dafür, dass die Schauspielerinnen zur Höchstform auflaufen (Mel Gibson liefert hier DIE Performance seiner Karriere), sondern verleiht auch dem Sci-Fi-Szenario eine enorme Dringlichkeit – denn man sorgt sich aufrichtig um die Protagonistinnen.
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"The Irishman" (2019)
Weitaus schwermütiger geht es in „The Irishman“ von Martin Scorsese („GoodFellas“) zu. Der Meisterregisseur hat bereits oft klargemacht, dass die Mafia nichts Glorreiches an sich hat, doch in diesem fast vierstündigen Epos stimmt er einen epischen Gangster-Schwanengesang an, der einer endgültigen Mythen-Dekonstruktion gleichkommt – und sich dabei bleischwer auf die Brust seiner Zuschauer*innen legt. „The Irishman“ ist die zutiefst traurige Chronik eines Massenmörders, in der am Ende nur Reue, Einsamkeit und die schmerzhafte Gewissheit bleiben, mit seinen Taten allein leben zu müssen.
Frank Sheeran (Robert De Niro) treibt seit Jahren Geld für den Mobster Russell Bufalino (Joe Pesci) ein. Bevor er zum gefürchteten Knochenbrecher und Auftragsmörder wurde, lieferte Frank Fleisch aus und kämpfte im Zweiten Weltkrieg, wo er auch Italienisch lernte. Auf Empfehlung Bufalinos wird Frank schließlich zum Personenschützer des einflussreichen Gewerkschaftsführers Jimmy Hoffa (Al Pacino) – und zwischen beiden entwickelt sich eine enge Freundschaft. Während Frank in der Hierarchie der Mafia immer weiter aufsteigt und seine Verbrechen zunehmend grausamer werden, erhält er schließlich den vernichtenden Auftrag, Hoffa zu töten...
"Die Woche" (2018)
Ein Sci-Fi-Drama? Eine bedrückende Mafia-Abrechnung? Geht’s nicht auch etwas fürs Herz? Aber natürlich! Mit „Die Woche“ kommen alle Fans von Komödien à la „Vater der Braut“ voll auf ihre Kosten. Sarah (Allison Strong) möchte bald heiraten – und ihr Vater Kenny (Adam Sandler) besteht darauf, die Kosten der Feier zu übernehmen, obwohl es finanziell gar nicht gut um ihn steht. Zu allem Überfluss wird Kenny auch noch vom Vater des Bräutigams (Chris Rock) aufgezogen, denn der ist Chirurg und verfügt über das nötige Kleingeld...
Natürlich gibt es auch in „Die Woche“ die für Adam Sandler typischen Albernheiten – nicht zuletzt in Form des beinamputierten Onkel Seymour. Doch die Netflix-Eigenproduktion ist zugleich eine einfühlsame Reflexion über falschen männlichen Stolz und darüber, wie viel Kraft eine Gemeinschaft braucht, um soziale Gräben zu überwinden. Wie häufig bei Sandler steht letztlich die Bedeutung von Familie im Mittelpunkt – und das ist nicht nur charmant und liebevoll erzählt, sondern oftmals auch richtig, richtig amüsant.