Das Horrorgenre erweist sich regelmäßig als Sprungbrett für Filmemacher, die letztlich für (noch) Größeres bestimmt sind. Sam Raimi, Peter Jackson, James Gunn, James Wan und viele mehr begannen ihre Karrieren mit vergleichsweise günstig produzierten Genrefilmen – und sowieso wird der Horror-Anteil aller Filme, die gedreht werden, immer größer. Und das ist auch kein Wunder. Schließlich können diese oftmals für kleines Geld produziert werden – und Firmen wie Blumhouse Productions oder Atomic Monster zeigen regelmäßig, dass mit derartigen Low-Budget-Produktionen famose Gewinnmargen erzielt werden können. Eines der besten Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit ist „Good Boy - Trust His Instincts“. Der Film konnte weltweit sensationelle 8,5 Millionen Dollar einspielen – bei Produktionskosten von mickrigen 70.000 Dollar!
Hierzulande fand der tierische Horror-Thriller eine passende Heimat beim Fantasy Filmfest, wo er seine Deutschlandpremiere feierte – bevor es pünktlich zu Halloween zu einem regulären Kinostart kam. An vielen Horror-Aficionados ging der Film aber sicher dennoch bis heute spurlos vorbei. Und genau für sie gibt es nun gute Nachrichten. Denn ihr könnt das neue Jahr direkt mit einem einzigartigen, wirklich sehenswerten Geheimtipp im Heimkino beginnen!
Nachdem der Film bereits am 25. Dezember seine digitale Premiere als Video-on-Demand (u. a. bei Amazon Prime Video*) feierte, erscheint „Good Boy“ am heutigen 2. Januar 2026 endlich auch auf DVD und Blu-ray. Doch ganz egal, ob auf Disc oder im Streaming: Passt auf jeden Fall auf, dass ihr den richtigen Film erwischt – und zwar den von Regie-Neuling Ben Leonberg.
Es besteht nämlich akute Verwechslungsgefahr, vor allem mit dem gleichnamigen Thriller von Viljar Bee*, aber auch mit dem Familien-Abenteuer „Good Boy!“* oder der Coming-of-Age-Comedy „Good Boys“*.
"Good Boy": Ein Horrorfilm aus der Sicht eines Hundes
Wie beim Slasher „In A Violent Nature“, der aus der Perspektive des Killers erzählt wurde, lohnt es sich auch dieses Mal, die eigene Komfortzone zu verlassen – und sich auf ein durchaus außergewöhnliches, aber ebenso konsequentes wie wirkungsvolles Experiment einzulassen. Genau dann werdet ihr belohnt mit einem kleinen, aber feinen Schauer-Kleinod, das gerade einmal 73 Minuten geht – und damit genau so lang ist, wie es sein soll. Unser Autor Lutz Granert vergab dafür 3,5 von 5 möglichen Sternen in der offiziellen FILMSTARTS-Kritik – und hebt dabei vor allem den vierbeinigen Hauptdarsteller hervor, der den menschlichen Cast locker in den Schatten stellt.
„Good Boy“, dessen Dreharbeiten sich – typisch Indie-Produktion! – übrigens über 400 Tage erstreckten, erzählt die Geschichte von Todd (Shane Jensen) und dessen Hund Indy, die endlich aus ihrer kleinen Stadtwohnung ziehen können. Denn Todd bekam von seinem Großvater ein abgelegenes Haus auf dem Land vermacht. Und das soll nun zum neuen Zuhause des unzertrennlichen Duos werden.
Doch vor allem Indy ist das Anwesen nicht ganz geheuer. Er bellt leere Ecken an und kriegt sich auch auf den regelmäßigen Spaziergängen einfach nicht ein. Denn er scheint eine Bedrohung zu sehen, die Todd ins Visier nimmt. Doch als der gute Junge, der er nun mal ist, unternimmt Indy alles, um sein Herrchen vor Unheil zu bewahren…
Mit „Anaconda“ kehrte am 25. Dezember übrigens ein echter Tierhorror-Klassiker zurück. Wie der Trailer allerdings schon deutlich macht, dürfte es in dem etwas anderen Reboot auch einiges zu lachen geben:
Reboot von legendärem Monster-Horror-Kult: Der erste Trailer zu "Anaconda" mit Jack Black und Paul Rudd ist da!*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision.