Sowohl in Deutschland als auch im Rest der Welt gibt es aktuell kein Vorbeikommen an „Avatar 3: Fire And Ash“, der am 17. Dezember seine Premiere feierte. Ein renommierter Schauspieler, den wir unter anderem aus „American History X“, „Fight Club“, „Birdman“, „Der unglaubliche Hulk“ und „Glass Onion: A Knives Out Mystery“ kennen, ist darin allerdings nicht zu sehen. Und zwar genau wie auch schon in „Avatar 2: The Way Of Water“ – nämlich Edward Norton.
Dabei hatte der im Laufe seiner Karriere bis dato viermal für den Oscar nominierte Schauspieler aus Boston sogar die Chance bekommen, Teil von James Camerons Mega-Franchise zu werden. Doch er schlug diese aus – und zwar aus einem ganz bestimmten Grund.
Darum spielt Edward Norton nicht in "Avatar: Fire And Ash" mit
James Cameron ist ein Regisseur, der sich in den vergangenen 40 Jahren als einer der ganz, ganz großen Kino-Meister etablierte. „Terminator 1+2“, „Aliens“, „The Abyss“, „True Lies“, „Titanic“ und natürlich „Avatar“: Was auch immer der Kanadier machte, seine Filme stehen stets für großes Kino, wie man es zuvor noch nicht gesehen hatte – und wie es das Kino als Medium ein Stück weit voranbrachte, sodass sich im Fall Norton eigentlich nur eine Frage stellt: Wie kann man jemandem wie James Cameron nur eine Abfuhr erteilen?
Nun, Schuld daran war in diesem Fall nicht etwa ein zu voller Terminkalender, der es Norton unmöglich machte, für Teil 2 sowie schließlich auch Teil 3 der Pandora-Saga vor die Kamera zu treten. Stattdessen war es vielmehr eine bewusste Entscheidung des Schauspielers, der dem Mega-Blockbuster grundsätzlich keineswegs abgeneigt war. Doch die Vorstellungen seiner Rolle entsprachen nicht denen von James Camerons Idee:
Edward Norton lehnte ab, als er erfuhr, dass er keinen Na'vi, sondern einen Menschen spielen sollte. „Ich bin entweder ein Na'vi oder nichts“, entgegnete Norton bereits vor einigen Jahren in einem Interview mit Total Film (via CBR). Er sei mit Cameron befreundet, bewundere und verehre den kanadischen Blockbuster-Garanten sogar. Doch er wollte kein Teil der „industriellen Welt“ sein, die Pandora zerstört. Dennoch hat die Geschichte ein versöhnliches Ende:
Dafür spielte Edward Norton in einem anderen Cameron-Film mit
Am Ende lief alles so, wie es eben laufen sollte. Und irgendwie ging die Geschichte dann ja doch noch gut aus. Schließlich kam es in der Zwischenzeit doch noch zu einer Zusammenarbeit der beiden. James Cameron konnte Edward Norton immerhin für einen Gastauftritt in „Alita: Battle Angel“ gewinnen!
Nachdem Cameron jahrzehntelang daran arbeitete, die Manga-Verfilmung selbst zu verwirklichen, gab er die Regie am Ende zwar an Robert Rodriguez („From Dusk Till Dawn“, „Sin City“) ab. Die Cameron-DNA durchdringt den finalen Film aber auch so stets spürbar. Das „Avatar“-Mastermind blieb dem Projekt schließlich als Produzent auch bis zum Schluss erhalten. Und für Norton war zumindest eine kleine Rolle drin, aus der in einem möglichen „Alita: Battle Angel 2“ werden sollte.
Das Sequel galt nach dem eher durchwachsenen Box-Office-Abschneiden des ersten Films zwar bereits als so gut wie tot, vor nicht allzu langer Zeit gab es jedoch wieder ein Lebenszeichen von dem Projekt – auf dessen Realisierung Fans also nach wie vor hoffen dürfen:
"Wir machen Fortschritte": Nach "Avatar 3" soll dieser Sci-Fi-Blockbuster von James Cameron endlich Realität werden