„Avatar 3: Fire And Ash“ erfindet das Rad nicht gerade neu, da sind sich wohl die meisten einig, die den Film gesehen haben. Trotzdem lässt sich eben auch nicht von der Hand weisen, dass es James Cameron wie kein zweiter Regisseur versteht, ein großes Publikum ins Kino zu locken – nicht umsonst ist auch „Avatar 3“ schon kurze Zeit nach Kinostart zu einem Milliardenhit geworden. Verantwortlich dafür sind aber nicht nur die spektakulären Bilder und Actionszenen, sondern auch die Figuren, die dem Publikum ans Herz gewachsen sind, obwohl die meisten von ihnen drei Meter große blaue Aliens sind.
Dafür sorgen einerseits die durch die Performance-Capture-Technologie eingefangenen, verblüffenden lebensechten Schauspiel-Leistungen, andererseits aber auch die dramatischen Szenen, in die die Figuren immer wieder geworfen werden. Einer der emotionalen Höhepunkte von „Avatar: Fire And Ash“ ist etwa jener Moment, in dem Jake (Sam Worthington) schweren Herzens beschließt, seinen Ziehsohn Spider (Jack Champion) zu töten, weil er als Mensch, der die Luft von Pandora atmen kann, eine zu große Gefahr für die Na'vi darstellt – bevor ihn dann schließlich ausgerechnet Neytiri (Zoe Saldaña) davon abhält, die Spider lange Zeit gehasst hat.
"Es war schwer, in Neytiris Körper zu sein"
Auf einer Pressekonferenz in Paris anlässlich des Kinostarts von „Avatar: Fire And Ash“, an der auch wir von FILMSTARTS.de teilgenommen haben, wurden Sam Worthington und Zoe Saldaña auf genau diese Szene angesprochen und enthüllten, wie emotional aufwühlend und langwierig die Dreharbeiten dafür waren:
„Als Schauspielerin ist es eine tolle Gelegenheit, so eine komplexe Figur zu bekommen. Aber als Menschen war es für uns unglaublich schwer zu drehen. Denn wir haben damals in unseren Privatleben jeweils unsere eigenen Familien gegründet und uns jeden Morgen von ihnen losgerissen“, erklärte Saldaña zunächst. „Es war schwer in Neytiris Körper zu sein, aber ich bin dankbar, dass ich mich nie alleine gefühlt habe, weil Sam als Jake direkt neben mir war und auch [James Cameron] als unser Geschichtenerzähler, unser Kapitän, aber auch selbst als Vater von Kindern.“
Auch Sam Worthington hatte zu kämpfen
Und Sam Worthington ergänzte: „Ich finde, es ist sehr mutig und großzügig von James Cameron, Szenen von einer Ehe, die auseinanderzubrechen droht und unter Stress steht, zu zeigen. […] Die Szene mit Spider im Wald ist so etwas wie der Rubikon [also eine Art letzte Grenze] für diese Familie. Solche Szenen erwartetet man eigentlich nicht in einem Blockbuster […], aber das ist eine Stärken dieses Films.“
„Solche Szenen sind emotional sehr erschöpfend“, erklärte der Jake-Darsteller außerdem noch. „Daher braucht man eine Partnerin und ich durfte mit Zoe arbeiten. […] Diese besondere Szene haben wir viele Mal neu gedreht, um sie perfekt hinzubekommen und sie so tiefschürfend zu machen, wie sie ist. Denn bei alle den Computereffekten funktioniert der Film nicht, wenn wir nicht die Emotionen und die komplexen Figuren haben.“
Außerdem haben wir mit den Stars von „Avatar 3“ auch über die Pläne für „Avatar 4“ und „Avatar 5“ gesprochen:
"Wir gehen in eine unerwartete Richtung": Das haben uns die "Avatar 3"-Stars über "Avatar 4" verraten