Schon die erste „Running Man“-Verfilmung von 1987 zeichnete keine bierernste Dystopie – und brachte alleine schon aufgrund von Arnold Schwarzeneggers Spandex-Aufzug einen gewissen Spaßfaktor mit sich. In Anbetracht der düsteren Vorlage von Stephen King*, bei der es schließlich um einen gnadenlosen Kampf um Leben und Tod geht, durfte dabei aber natürlich auch ein gewisser Härtegrad nicht fehlen. Letztlich landete der mittlerweile uncut ab 16 Jahren freigegebene Streifen in Deutschland sogar auf dem Index. Mit der Neuverfilmung geht es nun in die andere Richtung. Also, irgendwie.
Denn „The Running Man“ von Kult-Regisseur Edgar Wright („Shaun Of The Dead“, „Baby Driver“) kam letztes Jahr mit FSK 16 in die Kinos und landete mit eben jener Freigabe kürzlich auch schon im Streaming*. Die physische Auswertung auf DVD und Blu-ray* sowie 4K-Blu-ray* erfolgt indes am 6. März – und letztere hält dabei durchaus eine Überraschung bereit.
Denn während DVD und Blu-ray wie auch die digitale sowie die Kino-Auswertung eine 16er-Einstufung erhalten haben, sind die Ultra-HD-Ausgaben ab 18 Jahren freigegeben. Aber wie kann das sein?
"The Running Man": 4K-Version mit FSK 18
Im Falle von „The Running Man“ ergibt sich die höhere Bewertung nicht etwa durch eine erweiterte, blutigere Version des Films, die exklusiv in 4K erscheint. Schuld am 18er-Siegel ist lediglich das Bonusmaterial.
Exklusiv auf der UHD-Scheibe erwartet euch nämlich die Featurette „The Running Man Show (X3)“, in der es offenbar so zur Sache geht, dass die Ab-16-Freigabe nicht genügt. Vom Film selbst gibt es indes weiterhin nur eine Schnittfassung – die altbekannte Kinoversion.
Lohnt sich "The Running Man"?
Im Zentrum des Films steht der von Shooting-Star Glen Powell („Top Gun: Maverick“, „Twisters“) gespielte Ben Richards aus der Arbeiterklasse, der sich bereit erklärt, als Beute in der brutalen Fernsehshow „The Running Man“ mitzuwirken, in der er einer Reihe von Profikillern entkommen muss. Das satte Preisgeld scheint nämlich seine einzige Möglichkeit zu sein, die teure Behandlung seiner schwerkranken Tochter zu finanzieren…
„Im zweiten Anlauf gelingt zumindest manches besser“, titelt unser Redakteur Markus Trutt in der offiziellen FILMSTARTS-Kritik zu „The Running Man“ – und hebt in dem rasanten Katz-und-Mausspiel vor allem den wie immer charismatischen Glen Powell hervor. Da es Edgar Wright (ungewöhnlicherweise) allerdings nicht schafft, die durchaus spektakulär bebilderte Hatz auch mit originellen inszenatorischen Kniffen zu schmücken, reichte es am Ende nur für (immer noch überdurchschnittliche) 3 von 5 Sternen.
In den USA ist „The Running Man“ gerade frisch zu Paramount+ gekommen, in Deutschland dürfte der Film ebenfalls in absehbarer Zeit auf der Streaming-Plattform landen. Bis dahin dürfen wir uns ab heute aber erst einmal über einen völlig neuen Anbieter freuen, der reihenweise Film- und Serien-Kracher im Programm hat:
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