In diesem Abenteuer wurde Mel Gibson durch seinen Bruder ersetzt: Es ist die Fortsetzung zu einem der größten Kino-Hits der 90er!
Melina Albandopulos
Melina Albandopulos
-Freie Autorin
Mit Disney begann ihre Liebe zu Filmen. Auf der nicht kürzer werdenden To-Watch-List befindet sich aber alles – von Musical bis Western.

Mel Gibson spielt in vielen bekannten Filmen. In den 90ern war sein Terminkalender so voll, dass er in "Pocahontas 2 – Die Reise in eine neue Welt" von seinem Bruder ersetzt werden musste.

Disney und seine verbundenen Unternehmen

Durch antisemitische Ausfälle und weitere Kontroversen, darunter eine Verurteilung im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt, bekam Mel Gibsons Karriere einen heftigen Knick. Doch bis in die mittleren 2000er-Jahre hinein war der Oscar-Preisträger aus Hollywood nicht wegzudenken. Mit den Epen „Braveheart“ (1995) und „Die Passion Christi“ (2004) feierte er als Regisseur große Erfolge, das beliebte „Lethal Weapon“-Franchise wiederum ist untrennbar mit seinem Gesicht verbunden.

In einem Hit der 1990er-Jahre war er zwar nicht zu sehen, lieh einer Hauptperson jedoch seine Stimme: Die Rede ist von „Pocahontas“ (1995). Mit einem Einspielergebnis von 346 Millionen US-Dollar prägte er neben Filmen wie „Die Schöne und das Biest“ (1991), „Aladdin“ (1992) und „König der Löwen“ (1994) die Disney-Renaissance – eine Zeit, in der der Mäusekonzern nach einem eher durchwachsenen Jahrzehnt wieder einen Kassenschlager nach dem anderen ins Kino brachte, geprägt von bekannten Geschichten und musikalischen Meisterwerken.

Mel Gibson synchronisierte den Protagonisten John Smith, der sich in Pocahontas verliebt. Dabei bewies er auch sein Gesangstalent. Der Soundtrack bescherte dem Film zwei Oscars – unter anderem für den Song „Colours Of The Wind“, einem der meistgecoverten Disney-Lieder.

Schnell folgte das Sequel zum Disney-Hit

Nicht verwunderlich also, dass kurz darauf „Pocahontas 2 – Die Reise in eine neue Welt“ (1998) folgte, allerdings als Direct-to-Video-Fortsetzung. Während der erste Teil in Nordamerika spielt, reist Pocahontas in der Fortsetzung nach London. Doch die Welt dort ist ganz anders und es kommt zum Streit, woraufhin sie gefangen genommen wird. Mit der Hilfe des Engländers John Rolfe und dem plötzlich wieder aufgetauchtem John Smith gelingt ihr die Flucht.

Im Gegensatz zum ersten Teil ist John Smith im Sequel aber nur noch ein Nebencharakter – und noch etwas ist anders: Im englischen Original wird er nicht mehr von Mel Gibson gesprochen. Stattdessen lieh sein jüngerer Bruder Donal Gibson dem Charakter seine Stimme. Der simple Grund dafür war Mel Gibsons voller Terminkalender. Schließlich war er in den 1990er-Jahren fast jedes Jahr in mindestens einem Film zu sehen. Außerdem soll der Schauspieler eine Abneigung gegen Direct-to-Video-Projekte hegen.

Ähnliches Aussehen, ähnliche Stimme – da bot es sich natürlich an, dass Donal den Part übernimmt. Auch wenn er längst nicht so bekannt ist wie sein Bruder, trat er in Filmen wie „Braveheart“ (1995) oder „Maverick“ (1994) an dessen Seite auf – wenn auch jeweils nur kurz.

Dass John Smith in der Fortsetzung nur als Nebenfigur auftritt, liegt aber nicht an Donal Gibson. Man wollte sich einfach näher an der wahren Geschichte halten (der erste Teil wurde aufgrund seiner historischen Inkorrektheit kritisiert) und die Liebesgeschichte zwischen Pocahontas und John Rolfe aufgreifen. Half aber nicht! Die Kritiken fielen nicht sonderlich gut aus, und wie viele der deutlich günstiger für den Heimkinomarkt produzierten Disney-Zeichentrick-Sequels ist auch „Pocahontas II“ mittlerweile in Vergessenheit gertaen.

Übrigens ist es nicht das erste Mal, dass Mel Gibson eine Rolle abgelehnt hat. Welchen Film von Martin Scorsese er abgewiesen hat, lest ihr hier:

"Ich mache das nicht": Mel Gibson lehnte die Hauptrolle in einem kontroversen Epos von Martin Scorsese ab

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