In den 1980er- und 1990er-Jahren zählte Mel Gibson zu Hollywoods hellsten Sternen: „Lethal Weapon“, „Braveheart“, die „Mad Max“-Trilogie – kaum ein Schauspieler war damals so präsent. Angebote prasselten auf ihn ein, darunter angeblich auch Rollen wie James Bond oder Batman (wir berichteten). Doch ausgerechnet die Offerte eines echten Meisterregisseurs lehnte der Star ab.
Wie Gibson im Podcast von Joe Rogan erzählte, lag er Ende der 1980er-Jahre mit einer Lebensmittelvergiftung in einem Hotelbett in London, nachdem er „eine schlechte Auster gegessen“ hatte. Da klingelte das Telefon – am anderen Ende: kein Geringerer als Martin Scorsese.
Wie es der Zufall wollte, befand sich der Regisseur zu dieser Zeit in demselben Hotel und wollte ihn treffen. Mel Gibson schleppte sich also zu Scorsese und fand eine seltsame Szene vor: „Er ist in seinem Zimmer, und alle Fenster und Bildschirme sind mit Zeichnungen bedeckt. In diesem dunklen Raum hat er 18 verschiedene Fernseher gleichzeitig laufen. “ Ein ungewöhnlicher Anblick – und der Auftakt zu einem Gespräch, das schnell endete.
Mel Gibson wollte nicht Jesus spielen
Martin Scorsese erzählte Gibson von seinem Herzensprojekt: „Die letzte Versuchung Christi“. Er wollte, dass der Schauspieler die Hauptrolle übernimmt. Doch für den Amerikaner war sofort klar: Das ist nichts für ihn. „Er sprach mit mir über den Film und sagte, er wolle, dass ich Jesus spiele. Und ich sagte: ‚Ich mache das nicht.‘“, erinnerte sich Gibson.
Die Rolle war ohnehin verflucht schwer zu besetzen. Christopher Walken war zwischenzeitlich vorgesehen, wurde aber vom Studio überstimmt. Martin Scorsese wurde von weiteren Beteiligten gebeten, Robert De Niro in Betracht zu ziehen, doch der Regisseur und der Schauspieler waren sich einig, dass De Niro nicht in die Rolle passte. Und Eric Roberts entschied sich – auf Anraten seines Agenten – dagegen. Erst Willem Dafoe nahm schließlich an und war 1988 als Jesus Christus in dem umstrittenen Film von 1988 zu sehen, der Scorsese sogar eine Oscar-Nominierung für die beste Regie einbrachte.
Mel Gibson drehte Jahre später selbst einen Film über Jesus: „Die Passion Christi“ wurde 2004 ein Welterfolg. Tatsächlich arbeitet der Filmemacher aktuell an mehreren Fortsetzungen, um die er ein großes Geheimnis macht. Trotzdem gibt es dazu erste Details, die ihr im nachfolgenden Artikel nachlesen könnt:
Großes Geheimnis um 200 Millionen Dollar teure Sequels zu "Die Passion Christi" – doch es gibt trotzdem abgefahrene erste Details