Ausgerechnet mitten im strahlenden Sommer 2024 hat Oz Perkins‘ düsterer Horrorfilm „Longlegs“ sein Unwesen im Kino getrieben – den Einnahmen tat dies aber keinen Abbruch, ganz im Gegenteil: Bei einem Budget von gerade mal 10 Millionen US-Dollar hat der Indie-Film weltweit fast 128 Millionen US-Dollar an den Kinokassen eingespielt.
Dies mag einerseits damit zu tun gehabt haben, dass Kult-Schauspieler Nicolas Cage in dem Film mit von der Partie ist, andererseits gab das geschickte Marketing von „Longlegs“ diesen Trumpf kaum preis: In den Bildern und Trailern zum Film bekam man Cage nämlich nie gänzlich zu Gesicht.
Stattdessen ließen erste Stimmen zum Film immer wieder verlauten, dass „Longlegs“ einen das Fürchten (neu) lehre und zum „gruseligsten Film des Jahrzehnts“ avanciere. Wer den Film bislang nicht gesehen hat, kann bald bei Netflix prüfen, ob dieser Film dem Hype gerecht wird – ab dem 8. Februar 2026 wird „Longlegs“ dort im Streaming-Abo verfügbar sein.
Schon jetzt ist „Longlegs“ natürlich als DVD, Blu-ray und als 4K Ultra HD Mediabook erhältlich
Warum sich ein Blick in "Longlegs" lohnt
Die Prämisse von „Longlegs“ klingt zunächst spannend, wenn auch nicht weltbewegend originell: In den 90ern ermittelt die junge FBI-Agentin Lee Harker (Maika Monroe) zu einer rätselhaften, bereits seit Jahrzehnten andauernden brutalen Mordserie innerhalb gottesfürchtiger Familien. Unter Führung ihres erfahrenen Vorgesetzten Agent Carter (Blair Underwood) stößt Lee auf weitere Spuren, hinter denen sich religiöse und okkulte Motive verbergen – und ein Bezug zu ihrer eigenen Kindheit.
Dies erinnert im Erzählansatz nicht ganz zufällig an Jonathan Demmes Psychothriller „Das Schweigen der Lämmer“, schlägt dann aber recht konsequent die Richtung in übernatürlichen Psycho-Horror mit bemerkenswerten inszenatorischen Mitteln ein. FILMSTARTS-Redakteur Björn Becher lobte in seiner Kritik vor allem die „einnehmende Atmosphäre, die von der ersten Sekunde an eine Anspannung aufbaut, der man sich nur schwer entziehen kann“ und vergab hervorragende 4,5 von 5 Sternen, also nur knapp an der Höchstwertung vorbei.
Keine Grusel-Gewähr, aber ein weiteres Indie-Horrorphänomen
Ob einen beim Anschauen von „Longlegs“ tatsächlich das Grauen überkommt und dann auch noch bis nach dem Abspann anhält, lässt sich nur schwer voraussagen. Schließlich hängt der individuelle Gruselfaktor bekanntlich stark vom Geschmack, eigenen unbewussten Ängsten, Seherfahrungen und der grundsätzlichen Erwartungshaltung an einen Horrorfilm ab.
Doch in jedem Fall lohnt sich für Horrorfans ein Blick in diesen Film, der sein Kernthema mit sehr originellen Mitteln umkreist, scharfe Wendungen und sehr beachtenswerte Performances von Maika Monroe, Nicolas Cage und Blair Underwood zu bieten hat.
Mit seiner recht frischen Herangehensweise ans Okkulte eifert „Longlegs“ zudem modernen Genre-Werken wie Ari Asters „Hereditary“ (2018) und zuletzt „Talk To Me“ (2022) von den Brüdern Danny und Michael Philippou an – beides ebenfalls Indie-Produktionen, die wider Erwarten ähnlich beeindruckende Einspielergebnisse wie „Longlegs“ aufwiesen.
Wer atmosphärisch-originellen Horror für den Streaming-Abend sucht, ist also mit „Longlegs“ gut beraten. Was im Februar noch auf Netflix erscheint, erfahrt ihr im folgenden Artikel:
Neu auf Netflix im Februar 2026: Ein Action-Meisterwerk mit Tom Cruise, eine Sci-Fi-Saga mit über 200 Folgen & noch viel mehrDies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.
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