Fantasy-Abenteuer mit "Stranger Things"-Star geschlagen: Action-Thriller mit Ben Affleck und Matt Damon könnte bei Netflix Großes schaffen!
Annemarie Havran
Annemarie Havran
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Film- und Serien-Fan mit Leib und Seele. Immer, wenn im Kinosaal das Licht ausgeht oder der Vorspann einer starken Serie beginnt, kommt die Gänsehaut.

Der aktuellen Netflix-Nummer-Eins „The Rip“ mit Ben Affleck und Matt Damon ist ein besserer Start gelungen als dem beliebten Fantasy-Abenteuer „Damsel“ mit Millie Bobby Brown. Warum das spannend ist? Das erfahrt ihr in diesem Artikel.

Wenn neue Netflix-Originale auf dem Streamingdienst veröffentlicht werden, in der Regel immer freitags, stellt sich nur wenige Tage später die spannende Frage: Wie gut sind sie gestartet? Oft lässt sich schon an den Views in den Eröffnungstagen ablesen, ob sich hier ein Hit oder ein Flop abzeichnet, wie beispielsweise nun auch beim neu gestarteten Actioner „The Rip“.

Was ist ein guter Netflix-Start?

Die mit großen Erwartungen an den Start gegangene Romanverfilmung „People We Meet On Vacation“ zum Beispiel konnte dem Hype nicht gerecht werden – die 17,2 Millionen Views in den ersten drei Tagen (Freitag bis Sonntag) reichten in den Charts der vergangenen Woche zwar für Platz 1, sind aber bei einem Film dieser Größenordnung unterdurchschnittlich.

Warum, das zeigt ein Blick auf die hervorragenden Startzahlen des Cop-Thrillers „The Rip“ mit dem Best-Buddy-Duo Ben Affleck und Matt Damon. „The Rip“ hat von seinem Starttag am Freitag, den 16. Januar 2026 bis zum Sonntag nämlich beeindruckende 41,6 Millionen Views sammeln können! Die Maßeinheit „Views“, mit der Netflix rechnet, ergibt sich dabei aus den insgesamt gestreamten Stunden (egal, ob jemand den Film vollständig geschaut oder nur angefangen hat) geteilt durch die Laufzeit des Films. Mit so einem starken 3-Tages-Start setzt sich „The Rip“ in den aktuellen Netflix-Wochencharts natürlich problemlos auf Platz 1.

"The Rip": Vorsichtiger Kurs auf die Liste der erfolgreichsten Netflix-Filme

Der starke Start deutet aber auch an, dass hier noch viel mehr drin sein könnte – nämlich ein Vorstoß in die Top-Ten der meistgeschauten Filme aller Zeiten auf Netflix. Noch ist es zwar sehr früh, um das Zuschauerinteresse sicher vorhersagen zu können, doch eine erste Prognose lässt sich abgeben. Vor allem, wenn man den Auftakt von Joe Carnahans „The Rip“ mit anderen Starts erfolgreicher Netflix-Produktionen vergleicht.

Zum Beispiel mit dem von „Damsel“ mit „Stranger Things“-Star Millie Bobby Brown. „Damsel“ brachte es 2024 zu seinem 3-Tages-Start auf 35,3 Millionen Views. Etwas weniger als „The Rip“ also. „Damsel“ wurde dann aber in den folgenden Wochen so gut gestreamt, dass es in der Liste der beliebtesten englischsprachigen Filme aller Zeiten auf Netflix mit insgesamt 138 Millionen Views aktuell Platz 10 belegt! Sollten sich die View-Zahlen für „The Rip“ also ähnlich gut entwickeln wie damals für „Damsel“, muss das Fantasy-Abenteuer um seinen Platz in den All-Time-Charts bangen.

"Damsel" auf Netflix: Alternatives Ende enthüllt – es hätte Elodies Geschichte komplett verändert

Um eine weitere Einordnung zu geben, warum „The Rip“ der Vorstoß in die Netflix-Bestenliste gelingen könnte: Der Cop-Thriller ist beispielsweise fast genauso gut gestartet wie damals Sam Esmails Mystery-Drama „Leave The World Behind“ mit Julia Roberts, das es zum Start auf 41,7 Millionen Views brachte. Und auch dieser Film schaffte es am Ende in den All-Time-Charts weit nach vorne – mit 143,4 Millionen Views belegt „Leave The World Behind“ dort derzeit Platz 8.

"The Rip" mit Ben Affleck und Matt Damon: Anschauen lohnt sich

Noch bessere Prognosen über den möglichen Gesamterfolg von „The Rip“ werden sich in der kommenden Woche treffen lassen. Denn in den nächsten Netflix-Wochencharts hatte der Thriller eine komplette 7-Tage-Woche Zeit, um Views zu sammeln. Und an diesen Zahlen lässt sich dann schon mal gut ablesen, ob der Start-Erfolg nur ein Strohfeuer war, weil der Neustart besonders vielen Nutzer*innen im Netflix-Menü anzeigt wurde und sie am ersten Wochenende direkt einschalteten, oder ob sich das Interesse am Titel hält.

Für letzteres spricht: Auch die Reviews zu „The Rip“ fallen recht gut aus, das Einschalten lohnt sich also, was sich natürlich rumsprechen dürfte. In der FILMSTARTS-Kritik zu „The Rip“ hat unser Autor Lutz Granert solide 3 von möglichen 5 Sternen vergeben und zieht das Fazit: „In düstere Bilder getaucht, überzeugt die erste Filmhälfte von „The Rip“ als clever verdichteter und knallharter Thriller.“ In der zweiten Hälfte falle die Qualität dann allerdings etwas ab – doch wenn man erst einmal dran ist, will man dann ja meistens trotzdem wissen, wie es ausgeht!

Abrufzahlen, von denen „The Rip“ aber auf jeden Fall nur träumen können wird, sind die des Netflix-Überhits „KPop Demon Hunters“. Wie extrem hoch die Messlatte hängt und warum sie womöglich nie überschritten werden kann, erfahrt ihr in folgendem Artikel:

Über 500 Millionen Views! So ein gigantischer Netflix-Hit ist "KPop Demon Hunters" wirklich – wird das jemals wieder erreicht?

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