Habt ihr schon einmal etwas von „intraoperativer Wachheit“ gehört? Falls nicht, könnt ihr euch glücklich schätzen – denn das, was sich hinter diesem Begriff verbirgt, ist wahrlich nichts für schwache Nerven. In der Anästhesiologie beschreibt er ein Phänomen, bei dem Patient*innen während einer Vollnarkose bei Bewusstsein sind und das Geschehen im Operationssaal miterleben.
Besonders verstörend daran ist: Betroffene hören nicht nur Gespräche und Geräusche aus dem OP, während sie vollkommen bewegungsunfähig sind. In manchen Fällen nehmen sie sogar Schmerzen wahr.
Dieser Zustand des völligen Ausgeliefertseins ist purer Horror – und genau dieses Szenario steht im Mittelpunkt des Thrillers „Awake“, in dem „Star Wars“-Star Hayden Christensen die Hauptrolle übernimmt. Ihr habt von dem Film bislang noch nichts gehört, seid jetzt aber neugierig geworden? Dann könnt ihr ihn ab sofort ganz bequem im Abo bei Netflix nachholen.
Das ist "Awake"
Clay Beresford (Hayden Christensen) führt ein Leben, von dem viele nur träumen können: Er ist steinreich, schließt internationale Wirtschaftsverträge ab und hat mit Sam (Jessica Alba) eine attraktive und liebevolle Verlobte an seiner Seite. Doch ein schwerwiegendes Problem überschattet all das – Clays Herz ist lebensbedrohlich geschwächt. Als ihm schließlich eine Herztransplantation zugesagt wird, scheint die Rettung nah.
Clay bittet seinen Freund, den Chirurgen Jack Harper (Terence Howard), den Eingriff persönlich durchzuführen. Obwohl seine Mutter Lilith (Lena Olin) dringend dazu rät, einen erfahrenen Spezialisten zu wählen, entscheidet sich Clay bewusst für Jack und legt sich auf dessen OP-Tisch. Doch die Operation verläuft anders als geplant. Vollkommen regungslos, aber bei vollem Bewusstsein, erlebt Clay mit, wie sein Herz aus dem Körper entnommen wird – und wie die anwesenden Chirurgen offenbar einen sinistren Plan verfolgen.
Lohnt sich "Awake"?
Das klingt nach einem nervenaufreibenden Thriller? Leider müssen wir euch vor „Awake“ warnen, denn der Film entpuppt sich als herbe Enttäuschung. In der offiziellen FILMSTARTS-Kritik erhielt er lediglich 1 von 5 möglichen Sternen. Das Fazit unseres Autors Jan Hamm fällt entsprechend deutlich aus:
„‚Awake‘ ist als Thriller und Drama gleichermaßen ein Totalausfall. Das Spannungspotential einer hautnah miterlebten Herztransplantation bleibt weitestgehend ungenutzt und die dramaturgischen Fehler sorgen konsequent dafür, dass dem Film der rote Faden verloren geht. [...] Wer sich auf solche Drehbücher einlässt, sollte sich zwei Mal überlegen, ob er lautstark über ‚Star Wars‘ herziehen muss. ‚Die Rache der Sith‘ hatte zumindest ein echtes Finale – eine Selbstverständlichkeit, die ‚Awake‘ fehlt. Übrig bleiben auf Hochglanz polierte Bilder schöner Menschen. Ein würdiges Denkmal für die Opfer fehlerhafter Narkosen ist das wahrlich nicht.“
Im Abo von Netflix steht derzeit außerdem eine Dokumentation zur Verfügung, die einen spannenden Einblick in das Schaffen und Leben einer der größten Boybands aller Zeiten bietet. Worum es sich dabei genau handelt, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
Welthits, Absturz, Wiedervereinigung: Diese Boyband prägte eine ganze Generation - ihre Geschichte gibt's jetzt neu auf Netflix