„Obwohl in jeder Hinsicht hirnlos, gehört Newt Arnolds Prügelorgie ‚Bloodsport‘ auch nach achtzehn Jahren noch zu den Genreklassikern schlechthin – eine nahezu storyfreies Filmchen, das man sich auch bei der X-ten TV-Wiederholung immer wieder gerne reinzieht. Und was könnte das anspruchslose Männerherz auch mehr begehren, als einen absolut sinnlos herumprügelnden Jean-Claude Van Damme? Richtig, vier absolut sinnlos herumprügelnde Hardbody-Models, die dabei vorzugsweise nicht mehr als einen superknappen Bikini tragen!“
Mit diesen Worten leitet FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen seine Kritik zu „D.O.A. - Dead Or Alive“ ein – und macht damit auch schon mehr als deutlich, was einen hier erwartet. Das klingt für euch nach hirnlosem Quatsch? Dann habt ihr damit sicherlich nicht ganz Unrecht. Doch mit eben diesem hirnlosen Quatsch kann man auch eine Menge Spaß haben, wie ihr jetzt kostenlos und ganz ohne Streaming-Abo feststellen könnt. Denn „D.O.A. - Dead Or Alive“ könnt ihr ab sofort bei Netzkino streamen!
Der Gratis-Streamingdienst hat den zügellosen Action-Kracher jetzt in sein Sortiment aufgenommen und ermöglicht es euch – mit der einen oder anderen Werbeunterbrechung – nun, dieses völlig überhöhte, aber auch unglaublich spaßige Kuriosum für lau nachzuholen. Ihr findet, Realismus wird in heutigen Actionfilmen eh oft viel zu groß geschrieben? Dann freut euch! Denn hier erwarten euch knackige 80 Minuten purer Eskapismus.
"D.O.A. - Dead Or Alive": Einmal Vollgas, bitte!
Wie eingangs betont, ist die Story von „D.O.A.“ nicht der Rede wert. Denn auch wenn das Ganze zusätzlich mit einem Sci-Fi-Verschwörungs-Plot versehen ist, der am Ende wohl nur dazu da war, die ohnehin schon reduzierte Laufzeit nicht noch kürzer ausfallen zu lassen, sprechen wir von einem der unzähligen Filme, in denen sich eine Riege von Fightern misst und dabei die unterschiedlichsten Kampfsportarten zur Schau stellt. Mehr braucht es in diesem Fall ehrlicherweise aber auch gar nicht – schließlich trifft das auch den Kern der Vorlage.
Sehenswert ist das Ganze, weil sich Regisseur Corey Yuen mit seiner Inszenierung einerseits kein bisschen zurücknimmt und andererseits die nötige Martial-Arts-Erfahrung mitbringt, um die Kloppereien auch gekonnt in Szene zu setzen. Der „The Transporter“-Macher sprang Mitte der 2000er auf den Zug von „3 Engel für Charlie“, „Hart am Limit“ und Co. auf und ging von der ersten bis zur letzten Szene in die Vollen, wenn es darum ging, spektakuläre Bilder zu liefern.
Angefangen von den satten Farben und Kontrasten über die überspitzten Kostüme und Settings bis hin zu den offensichtlichen Computereffekten. Und dann sind da natürlich noch die zahlreichen Duelle, in die sich der dabei meist an Seilen hängende Cast stürzte: Ja, vor allem in jenen Wire-Fu-Sequenzen, wie sie „Matrix“ sowie später auch die „Charlie's Angels“-Filme in Hollywood salonfähig machten, profitiert „D.O.A.“ immer wieder von Yuens Gespür für kinetische Action, die er fast schon im Minutentakt auf die Spitze treibt, sodass man sich immer wieder ungläubig an den Kopf fasst, wenn Yuen seiner schieren Inszenierungsfreude freien Lauf lässt, wo andere Filmemacher längst die Reißleine gezogen hätten. Nicht umsonst arbeitete er in Hongkong auch regelmäßig mit den Superstars des Genres – von Jackie Chan über Jet Li bis Michelle Yeoh!
Wer sich mit der 2000er-Musikvideo-Ästhetik anfreunden kann und seine grauen Zellen mal auf Standby schalten will, wird so also immerhin mit kompetent inszenierten Prügeleien belohnt. Kein Wunder, schließlich standen neben Jaime Pressly („Nicht noch ein Teenie-Film“), Holly Valance („96 Hours“), Devon Aoki („2 Fast 2 Furious“) und dem stets zwischen Genie und Wahnsinn spielenden Eric Roberts („The Dark Knights“) auch erfahrene Martial-Arts-Könner wie Kane Kosugi („Ninja - Pfad der Rache“) und Collin Chou („Matrix 2+3“) vor Yuens Kamera.
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