Der Autor dieses Artikels zählt wohl zu den wenigen Fans von Stephen King, die mit der jüngsten „ES“-Verfilmung nichts anfangen konnten. Zu sehr wurde ihm hier auf den „Stranger Things“-Hype-Train aufgesprungen, zu digital und deshalb wenig greifbar ist ihm das Grauen hier – ganz im Gegensatz etwa zu „Doctor Sleep“ alias „Doctor Sleeps Erwachen“. Ja, wenn es nach mir geht, zählt die „Shining“-Fortsetzung nicht nur zu den absoluten Prunkstücken unter den unzähligen King-Verfilmungen. Mike Flanagan bescherte uns obendrein das Unmögliche: Ein Sequel zum besten Horrorfilm aller Zeiten, das sich selbst vor dem ikonischen Original mit Jack Nicholson nicht zu verstecken braucht.
Dass er Horror kann, muss der „Spuk in Hill House“- und „Der Untergang des Hauses Usher“-Macher aber ohnehin längst keinem mehr beweisen. Vielleicht wagte er sich nicht zuletzt auch deswegen zuletzt an eine Stephen-King-Verfilmung, die mit Horror rein gar nichts am Hut hat: „The Life Of Chuck“. Im Kino wurde das Meisterstück bedauernswerterweise sträflich vernachlässigt, doch wenn ihr kein Ticket gelöst habt, könnt ihr Verpasstes ab sofort immerhin im Heimkino nachholen, und entweder auf Blu-ray und DVD* oder ganz neu und ohne Zusatzkosten im Flatrate-Abo des Streaming-Services Amazon Prime Video:
Ob der Film auf diesem Weg sein kolportiertes Budget von 25 Millionen Dollar noch irgendwie einspielen oder am Ende gar noch Gewinn machen wird, ist fraglich. Im Kino konnte „The Life Of Chuck“ weltweit nur etwas mehr als 16 Millionen Dollar einspielen – und flog damit nicht nur unter dem Radar vieler Kinogänger*innen, sondern bekam als einer der besten Filme des Jahres auch bei weitem nicht die Aufmerksamkeit, die ihm zustünde. Finden jedenfalls wir: In der FILMSTARTS-Kritik gab es für „The Life Of Chuck“ am Ende 4,5 von 5 möglichen Sternen, was das Drama für uns prompt zu einem der besten Stephen-King-Filme überhaupt macht. Oder wie es unser Autor Oliver Kube im Fazit seiner Kritik auf den Punkt bringt:
Kann ausgerechnet ein melancholischer Katastrophenfilm um das uns alle unausweichlich erwartende Ende unseres Daseins wirklich ein das Herz erwärmendes, erbauliches und vor allem lebensbejahendes Kinoerlebnis bieten? Ja, kann er. Mit „The Life Of Chuck“ beweisen das ausgerechnet die beiden Horror-Experten Mike Flanagan und Stephen King auf eindrucksvoll charmante Weise. Ein Wohlfühl-Meisterstück ohne jeden Kitsch.
"The Life Of Chuck": Das ist die Story
Während das Internet zusammenbricht und Kalifornien im Meer versinkt, scheint der titelgebende Charles „Chuck“ Krantz (Tom Hiddleston) eine große Bedeutung für die Bevölkerung zu haben. Nicht umsonst ist sein Gesicht praktisch überall zu sehen – ob nun auf Plakatwänden oder im Fernsehen.
Doch wer ist dieser Mann eigentlich? Und warum scheint sich gefühlt die ganze Welt um ihn zu drehen? Um die Antwort auf diese Frage zu finden, müssen wir uns seine Geschichte ansehen – und in seine Kindheit zurückreisen...
Wie es aktuell um die neueste Stephen-King-Adaption von Mike Flanagan steht, erfahrt ihr im folgenden Artikel :
Fast 10 Jahre alter Stephen-King-Flop soll "nicht das letzte Wort sein": Neuverfilmung von Fantasy-Meisterwerk macht Fortschritte*Bei diesen Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder dem Abschluss eines Streaming-Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.
Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.