Oscar-Favorit feiert pünktlich zur Verleihung Streaming-Premiere: Was ist wirklich dran am großen Hype?
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Zu verrückt? Gibt es nicht! Wo Neues entsteht, beginnt für Daniel Kino, das sich ins Gedächtnis brennt. Je schräger und verrückter, desto besser!

In einer Woche werden zum 98. Mal die Oscars verliehen. Als beste Hauptdarstellerin dürfte am Ende wohl Jessie Buckley gekrönt werden. Warum? Davon könnt ihr euch zur Einstimmung ab sofort im Streaming überzeugen.

Das letzte Mal, wenn es in der Nacht vom 15. auf den 16. März „And the Oscar goes to…“ heißen wird, dürfte dieser Satz wohl entweder mit „One Battle After Another“ oder „Sinners“ (hierzulande bekannt als „Blood & Sinners“) beendet werden. Paul Thomas Andersons politisch aufgeladener Action-Thriller sowie Ryan Cooglers Horror-Epos bringen es gemeinsam auf sage und schreibe 29 Nominierungen – und gelten unter anderem auch in der Hauptkategorie als große Favoriten. Gerade in den Schauspiel-Rubriken könnten allerdings durchaus andere die Nase vorne haben.

Während bei den Hauptdarstellern etwa „Marty Supreme“-Mime Timothée Chalamet als heißester Anwärter gilt (oder zumindest bis zu seinem „Niemand interessiert sich für Ballett und Oper“-Sager galt), ist Jessie Buckley der Academy Award als beste Hauptdarstellerin wohl nicht mehr zu nehmen. Für ihre Performance in „Hamnet ist die 36-jährige Irin zum zweiten Mal in ihrer Karriere (nach „Frau im Dunkeln“ von „The Bride!“-Regisseurin Maggie Gyllenhaal) für die begehrteste Trophäe der Filmwelt nominiert. Und diesmal dürfte es am Ende wohl auch tatsächlich mit einem Sieg hinhauen.

Buckley spielt sich die Seele aus dem Leib – und erhielt dafür bereits den Golden Globe sowie den BAFTA-Award. Im Kampf gegen unter anderem Renate Reinsve („Sentimental Value“) und Kate Hudson („Song Sung Blue“) hat Buckley damit gleich zwei etablierte Oscar-Vorboten auf ihrer Seite. Ihr wollt euch von der praktisch durch die Bank hochgelobten Performance selbst überzeugen und im Vorfeld der Oscarverleihung ohnehin noch „Hamnet“ von eurer Watchlist streichen? Dann habt ihr jetzt im Streaming die Gelegenheit dazu!

Nachdem der Film am 22. Januar in den hiesigen Kinos startete, könnt ihr ihn nur eineinhalb Monate später nämlich auch schon kostenpflichtig bei Amazon Prime Video und Co. schauen. Aufgrund des kurzen Zeitfenster zwischen Leinwand- und Bildschirm-Auswertung ist dafür zunächst aber noch der etwas höhere Preis für Premium-VODs fällig.

Bis zum Release auf DVD, Blu-ray und 4K-Blu-ray* müsst ihr euch noch gedulden. Auf Disc gibt es den neuen Film von „Nomadland“- und „Eternals“-Macherin Chloé Zhao dann ab dem 23. April.

"Hamnet"-Tipp: Taschentücher bereithalten!

England im 16. Jahrhundert: Agnes (Jessie Buckley) ist den Menschen nicht allzu verbunden, verbringt stattdessen lieber Zeit allein in der Natur – und gilt deshalb nicht nur als schlechte Partie, sondern wird hier und da gar für eine Hexe gehalten. Doch dann trifft sie eines Tages auf Will (Paul Mescal). Der Sohn des örtlichen Handschuhmachers ist gerade deswegen von dieser außergewöhnlichen Frau fasziniert, die mit Mitte 20 noch immer nicht verheiratet ist.

Agnes gründet mit Will, den später alle als William Shakespeare kennen werden, eine Familie. Doch dieser strebt nach einem größeren Leben. Er zieht allein nach London, um seine Karriere voranzutreiben und verbringt immer weniger Zeit mit seinen Liebsten. Währenddessen breitet sich die Pest im Land gnadenlos aus – bevor sie schließlich auch Wills Leben für immer verändern wird...

Hamnet
Hamnet
Starttermin 22. Januar 2026 | 2 Std. 05 Min.
Von Chloé Zhao
Mit Paul Mescal, Jessie Buckley, Emily Watson
User-Wertung
3,9
Filmstarts
4,0
Vorführungen (91)

Im Fall von „Hamnet“ las man nach seiner Weltpremiere auf dem Filmfest in Toronto immer wieder von einem herzzerreißenden Finale, das eine solche emotionale Kraft entfaltet, dass selbst die hartgesottensten Kritiker*innen hemmungslos losheulen müssen. Da fragt man sich vor dem eigenen Kinobesuch fast zwangsläufig, ob diese Szene (genauso wie der Film) wohl hält, was das Internet verspricht. Zwei Stunden später muss man allerdings sagen: unbedingt!

Mit diesen Worten bestätigt unser Autor Michael Meyns in der offiziellen FILMSTARTS-Kritik, warum „Hamnet“ als wohlverdienter Oscar-Kandidat gilt – der in Summe übrigens ganze acht mal nominiert ist. Und FILMSTARTS-Redakteur Julius Vietzen? Der geht sogar mit seiner Liebeserklärung an den Film sogar noch einen Schritt weiter:

2026 hat gerade erst begonnen – und trotzdem habe ich bereits eine der intensiven und bewegendsten Kino-Erfahrungen seit Jahren erlebt!

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