2004 brachte Star-Regisseur Guillermo del Toro („Frankenstein“) einen der wohl ungewöhnlichsten Superhelden erstmals auf die große Leinwand: den von Mike Magnola für den Verlag Dark Horse Comics geschaffenen Hellboy – der damit zur absoluten Paraderolle von Schauspieler Ron Perlman wurde. Vier Jahre später folgte mit „Hellboy - Die goldene Armee“ eine ebenfalls von del Toro inszenierte Fortsetzung, bevor es erst einmal still wurde um den dämonischen Ermittler.
Erst im Jahr 2019 gab Hellboy sein Kino-Comeback – und das in jeder Hinsicht weniger erfolgreich als zuvor. Zwar gab es in der offiziellen FILMSTARTS-Kritik noch immer solide 3 von 5 Sternen, doch der größte Teil der Fachpresse ging hart mit „Hellboy - Call Of Darkness“ ins Gericht – die US-amerikanische Kritiken-Sammelseite Rotten Tomatoes zählt so gerade einmal 17 Prozent an überwiegend positiven Rezensionen.
Darüber hinaus ging der unter der Regie von „The Descent“-Macher Neil Marshall entstandene Fantasy-Actioner auch an den Kinokassen baden: Einem Budget von 50 Millionen Dollar stand ein weltweites Einspielergebnis von 44,6 Millionen gegenüber. Kein Wunder, dass seitdem kein großes Studio mehr etwas mit Hellboy zu tun haben möchte.
Trotz Mega-Flop: 2024 gab es einen vierten "Hellboy"-Film
Erst im vorletzten Jahr gab es trotzdem gute Nachrichten für Hellboy-Fans, denn Schöpfer Mike Mignola kümmerte sich höchstpersönlich darum, dass es doch noch Film-Nachschub gibt: Gemeinsam mit Regisseur Brian Taylor adaptierte er seine Comic-Miniserie „Hellboy: The Crooked Man“ aus dem Jahr 2008 – nicht als klassischen Superhelden-Blockbuster, sondern als eine Art Folk-Horrorfilm.
Die Geschichte spielt in den 1950er-Jahren in einer nicht näher definierten ländlichen Gegend der Vereinigten Staaten. Hellboy (nach Ron Perlman und David Harbour nun verkörpert von Jack Kesy) gerät dort in eine abgelegene Bergregion, in der er gemeinsam mit der jungen Agentin Bobbie Jo Song (Adeline Rudolph) einer Reihe unheimlicher Ereignisse nachgeht – und es schließlich mit Hexerei, Flüchen und dem mysteriösen „Crooked Man“ zu tun bekommt.
Mit einem Budget von 20 Millionen Dollar war „Hellboy: The Crooked Man“ deutlich günstiger als seine Vorgänger. Und auch bei der Veröffentlichung wurden kleinere Brötchen gebacken: So lief der Film lediglich im Rahmen einiger Genre-Festivals im Kino, wurde aber ansonsten direkt für den Heimkinomarkt ausgewertet.
Die Kritiken fielen diesmal durchmischt aus. In der offiziellen FILMSTARTS-Rezension kam er mit lediglich 1,5 Sternen deutlich schlechter weg als die drei „Hellboy“-Filme davor. Autor Lutz Granert kommt dabei zu folgendem Fazit: „Werkgetreu? Mag sein. Bei der zunehmend zusammenhanglosen Aneinanderreihung von zuweilen hübsch stilisierten Alptraumszenen und Horrorvisionen [...] geht jedoch schnell der Überblick und damit leider auch der Spaß verloren.“
Um einen ganz anderen Superhelden-Flop geht es derweil im nachfolgenden Artikel:
Dieser fast vergessene Superhelden-Flop teilt sich einen zweifelhaften Rekord mit "The Marvels"Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer spanischen Schwesternseite Sensacine.com erschienen.
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