Es ist mittlerweile 40 Jahre her, dass Tom Cruise mit „Top Gun“ seinen endgültigen internationalen Durchbruch feierte. Seitdem hält sich der Adrenalin-Junkie ohne Unterbrechung an der Spitze Hollywoods – was in dieser Beständigkeit nur wenigen anderen Stars gelungen ist. Der heute 63-Jährige hat das moderne Blockbuster-Kino mit Filmen wie der „Mission: Impossible“-Reihe geprägt wie kaum ein anderer Schauspieler, in jedem Jahrzehnt seiner Karriere konnte Cruise mindestens eine Handvoll Hits vorweisen. Erst in diesem Jahr bekam der gebürtige New Yorker seinen wohlverdienten Ehren-Oscar, nachdem er zuvor drei Mal nominiert worden war (für „Geboren am 4. Juli“, „Jerry Maguire – Spiel des Lebens“ und „Magnolia“).
Doch wie nahm seine Schauspiel-Laufbahn eigentlich ihren Anfang? Bereits in seiner Schulzeit entwickelte Cruise ein Interesse an der Schauspielerei – das sich noch verstärkte, als er im Zuge einer Knieverletzung sportlich kürzertreten und das Ringen aufgeben musste. Mit 18 Jahren verschlug es den späteren „Eyes Wide Shut“-Darsteller schließlich nach New York City, wo er die Neighbourhood Playhouse School of Theater besuchte.
Seine ersten beiden Kinorollen übernahm er nur kurze Zeit später. Zunächst konnte man ihn 1981 im Melodram „Endlose Liebe“ (u.a. mit Brooke Shields und James Spader) sehen, wobei sich seine Screentime auf wenige kurze Szenen beschränkte. Deutlich länger war Cruise noch im selben Jahr in einem anderen Film zu sehen: „Die Kadetten von Bunker Hill“!
Tom Cruise ist nicht der einzige Superstar, dessen Karriere mit "Die Kadetten von Bunker Hill" startete
In dem von Harold Becker („Das Mercury Puzzle“) inszenierten Drama spielt Cruise den fanatischen Kadetten David Shawn, der gemeinsam mit seinen Mitschülern die Schließung der titelgebenden Militärakademie verhindern will – und dabei zu drastischen Mitteln greift. Bald eskaliert die Situation, die Nationalgarde umstellt das Gelände und die Schule entwickelt sich mehr und mehr zu einer Art Schlachtfeld...
Neben dem jungen Cruise sind in weiteren zentralen Rollen der damals frischgebackene Oscar-Preisträger Timothy Hutton („Eine ganz normale Familie“) sowie Sean Penn zu sehen. Letzterer erhielt für „One Battle After Another“ jüngst seinen dritten Academy Award und trat in „Die Kadetten von Bunker Hill“ zum ersten Mal überhaupt auf der Kino-Leinwand in Erscheinung.
„Taps“, so der englische Originaltitel, erhielt überwiegend wohlwollende Kritiken und war gemessen an seinem Budget von 14 Millionen US-Dollar auch an den Kinokassen ein Erfolg – fast 36 Millionen konnte das oft mit „Herr der Fliegen“ verglichene Antikriegs- und Jugenddrama am weltweiten Box Office erwirtschaften. Doch obwohl der Film den Startpunkt der Karrieren von gleich zwei Hollywood-Größen markierte, ist er 45 Jahre später gänzlich in Vergessenheit geraten.
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Bis Tom Cruise dank „Top Gun“ zum Mega-Star aufstieg, sollten noch fünf Jahre ins Land ziehen. 1983 trat er erst einmal unter der Regie von „Der Pate“-Schöpfer Francis Ford Coppola in „Die Outsider“ auf, es folgten Teenie-Komödien wie „Lockere Geschäfte“ – sowie ein aufwändig produziertes Fantasy-Abenteuer, das der damalige Jungschauspieler schnell bereuen sollte. Um welchen Titel es geht, erfahrt ihr im folgenden Artikel:
"Ich möchte nie wieder so einen Film machen": Tom Cruise hat bitter bereut, in diesem Fantasy-Flop mitgespielt zu haben*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.