"Der Beste, den ich je gelesen habe": Plant "Gladiator"-Macher Ridley Scott bald seinen ersten Western?
Chantal Neumann
Chantal Neumann
-Redakteurin
Chantal liebt das große Kino genauso wie das Binge-Watching auf dem heimischen Sofa – Hauptsache der Film oder die Serie ist gut.

Ridley Scott ist einer der einflussreichsten Regisseure der Welt. Zahlreiche Genres hat er dabei im Laufe seiner Karriere schon bespielt. Doch unter anderem ein Western fehlt in seiner Filmografie noch – aber er hat Pläne, diese Lücke zu füllen.

Universal Pictures

Auf stolze 60 Karrierejahre kann Regie-Legende Ridley Scott mittlerweile zurückblicken – und dabei gibt kaum ein Genre, das der Brite nicht schon erkundet hat. Mit „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ schuf Scott 1979 nicht nur einen Meilenstein des Science-Fiction-Horrors, sondern legte auch den Grundstein für ein langlebiges Franchise. Auch „Blade Runner“ und „Der Marsianer“ sind unvergessene Beiträge zum Sci-Fi-Kanon.

Historienfilme sind ebenfalls sein Steckenpferd. „Gladiator“, dem er 2024 sogar ein spätes Sequel spendierte, „Napoleon“ oder „1492 – Die Eroberung des Paradieses“ reihen sich so in seine Filmografie ein. Von Abenteuer („Robin Hood“) über Kriegsfilm („Black Hawk Down“), Romanze („Ein gutes Jahr“) bis hin zu Thriller („Hannibal“) oder sogar Bibelverfilmung („Exodus: Götter und Könige“) – Ridley Scott hat scheinbar alles gemacht.

Gibt es also überhaupt noch etwas, das dieser Ausnahmeregisseur nicht angefasst hat? Wie sich zeigt: Ja. Und Scott ist sich dessen sehr wohl bewusst – und offenbar bemüht, diese Lücken zu schließen.

Ein Western von Ridley Scott

In einem Interview mit Collider verriet Ridley Scott kürzlich: „Ich muss noch ein Musical machen. Ich muss immer noch einen Piratenfilm machen. Ich muss immer noch einen Western machen.“ Besonders Letzteres scheint ihn besonders zu reizen. Denn Scott enthüllte auch: „Ich habe einen Western, der der beste Western ist, den ich je gelesen habe. Er stand im Regal eines Autors, der gestorben ist. Er stammt aus seinem Nachlass. Wir haben ihn aufgespürt. Ich habe das Drehbuch gekauft, also gehört es mir, und der Moment wird kommen, es zu verfilmen.“

Mehr wollte – oder konnte – er dazu nicht sagen. Nur so viel: „Wenn es gut genug ist und man weiß, dass es nicht der richtige Moment ist, weil alle Angst davor haben, lässt man es liegen, wartet, und kommt dann zurück.“ Die Chancen stehen also theoretisch gut, dass uns in Zukunft ein Ridley-Scott-Western erwartet. Praktisch sollte sich der Filmemacher mit seinen 87 Jahren aber auch nicht allzu lange Zeit lassen...

Zunächst steht aber ein anderes Projekt im Fokus: Der postapokalyptische Sci-Fi-Thriller „The Dog Stars“, der mit Jacob Elordi („Saltburn“), Josh Brolin („Dune“), Margaret Qualley („The Substance“) und Guy Pearce („Der Brutalist“) hochkarätig besetzt ist. Der Kinostart ist für den 26. März 2026 geplant. Darüber hinaus arbeitet Scott auch am Bee Gees-Biopic „You Should Be Dancing“ – aktuell befindet sich das Musikdrama allerdings noch in einer frühen Entwicklungsphase.

Übrigens: Für „Alien“-Fans gab es zuletzt von Scott keine guten Nachrichten. Der Regisseur hat nämlich erklärt, dass er kein Interesse daran hat, noch einen weiteren Film zum Franchise beizusteuern. Mehr dazu erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

"Alien"-Fans müssen jetzt stark sein: Ridley Scott will keinen weiteren Film der legendären Science-Fiction-Reihe mehr drehen

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