7 Monate nach Kinostart jetzt im Streaming-Abo: Dieser Horror-Schocker ist vor allem eins – unheimlich öde!
Christoph Petersen
Christoph Petersen
-Chefredakteur
Seitdem er nach „Scream“ eine Woche lang nicht schlafen konnte, jagt er diesem Gefühl hinterher – und schaut deshalb so gut wie jeden Horrorfilm.

„Bagman“ hat eine coole Idee für einen Bösewicht. Aber selbst das ändert nichts daran, dass der Grusel-Thriller mit Sam Claflin ziemlich schnarchnasig geraten ist. Ab heute könnt ihr euch im Abo-Angebot des Streamers WOW selbst ein Bild davon machen:

Anders als der Anti-Weihnachtsmann Krampus steckt der Bagman nicht etwa die frechen und vorlauten Kinder, sondern im Gegenteil die ganz besonders artigen Kinder in seinen Sack. Das hätte definitiv das Zeug zum Gruseln – zumal das Sounddesign in dieser Hinsicht ebenfalls alles gibt: Wenn der Bagman seine kindlichen Opfer in seinen augenscheinlich viel zu kleinen Sack hineinstopft, müssen die Gelenke eben notfalls passend hingebogen werden. Da knatschen und schmatzen und bersten die Gliedmaßen, bevor der mit Sicherheit lauteste Reißverschluss der Kinogeschichte zugezogen wird…

Das Konzept von „Bagman“ klingt doch schon mal richtig vielversprechend. Aber Pustekuchen – außer ein paar halbgaren Jumpscares kommt in den 93 Minuten Laufzeit leider kaum etwas herum. Wenn ihr die Idee eines Kinderdiebs mit Kartoffelsack trotzdem gruselig genug findet, könnt ihr euch sieben Monate nach dem Kinostart im Dezember 2024 ab sofort aber auch im Streaming-Abo von WOW selbst eine Meinung zum Film bilden:

Darum geht’s in "Bagman":

Nachdem seine jüngste Erfindung – eine Maschine zum Entasten von Baumstämmen – ihn lediglich in finanzielle Schwierigkeiten gestürzt hat, bleibt Patrick McKee (Sam Claflin) nichts anderes übrig, als mit seiner Frau Karina (Antonia Thomas) und dem gemeinsamen Sohn Jake (Caréll Vincent Rhoden) in seine Heimatstadt in New Jersey zurückzukehren. Dort findet er zwar eine feste Anstellung im Sägewerk seines Bruders Liam (Steven Cree), doch während er zunehmend in seiner eigenen Frustration versinkt, entgeht ihm zunächst, dass eine übernatürliche Kraft Jagd auf seinen Sohn macht.

Bei dieser Wesenheit handelt es sich offenbar um den sogenannten Bagman (William Davis), der in einem verschlossenen Schacht eines alten Bergwerks haust, vor dem schon Patricks Vater Jake Sr. (Peter McDonald) ihn als Kind mit äußerster Dringlichkeit gewarnt hatte…

Darum raten wir von "Bagman" ab

Mit „The Girl With All The Gifts“ hat Colm McCarthy einen der interessantesten Zombie-Filme der letzten 25 Jahre abgeliefert – natürlich waren wir da neugierig, was er als Nächstes machen wird: Aber trotz der vielversprechenden Titelkreatur hat McCarthy aus „Bagman“ eine simple Jumpscare-Parade geformt, wie sie generischer kaum hätte ausfallen können. Selbst wenn man gar nicht mehr erwartet als ein paar eingestreute Schreckmomente, ist „Bagman“ über die Distanz von eineinhalb Stunden schlichtweg viel zu langsam:

Sam Claflin („Die Tribute von Panem“) schleicht in seiner Rolle als depressiver Vater wie ein nasser Sack durch den Film, in dem ansonsten vor allem halbgare Traumata verhandelt werden. Nur in den letzten 20 Minuten, die im Versteck des Bagman spielen, nimmt der Film endlich an Fahrt auf. Vor allem die mechanische Aufziehpuppe mit den tränenden Knopfaugen hätte sicherlich einiges Merchandise-Potenzial besessen, wenn nur der – dank US-Altersfreigabe ab 13 Jahren auch noch betont blutleere – Film drumherum ein wenig besser geworden wäre.

Das Fazit der offiziellen FILMSTARTS-Kritik (1,5 von 5 Sternen) lautet deshalb auch: „Ein besonders dröger Grusel-Horror von der Stange.“

Der für uns spaßigste Actionfilm des bisherigen Jahres kam übrigens gar nicht erst ins Kino – sondern landete direkt im Streaming. Echt schade! Aber trotzdem kein Grund, ihn zu verpassen:

*Bei diesem Link zu WOW handelt es sich um einen Affiliate-Link. Mit dem Abschluss eines Abos über diesen Link unterstützt ihr FILMSTARTS. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.

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