"Das schockierte mich": Als Oliver Stone Robert De Niro wollte – und Al Pacino bekam
Patrick Fey
Patrick Fey
-Freier Autor
Patrick Fey ist freier Autor und in dieser Funktion unter anderem auch als Filmkritiker für FILMSTARTS.de tätig.

Geld regiert die Welt - so verhielt es sich auch im Vorfeld des Oliver-Stone-Filmes "An Jedem Verdammten Sonntag", für den Robert De Niro mehr Geld verlangte, als die Verantwortlichen zu zahlen bereit waren.

D.R.

Es ist Gang und Gäbe, dass Filmemacher*innen für ihre Besetzungen mindestens zwei- zumeist aber gar mehrgleisig planen müssen. Schließlich sind die gefragtesten Darstellenden zumeist dauerbeschäftigt und haben zudem ihren eigenen Kopf hinsichtlich der Frage, welche Rollen in ihre Karriere passen und welche nicht. Streng gekoppelt daran ist natürlich auch die Gage. Jene bewies sich auch als das Zünglein an der Waage bei Oliver Stones Sportdrama„An jedem verdammten Sonntag“.

Denn noch bevor Stone zum Projekt stieß, war Robert De Niro bereits in Gesprächen für die Hauptrolle. Bekanntlich ging diese schließlich allerdings an Al Pacino. Doch was war passiert? Warum bekam De Niro die Rolle nicht?

Die Gage als Stolperstein

In einem Interview mit The Ringer zur damaligen Situation äußerte sich „Wall Street“-Regisseur Stone folgendermaßen: „Er [De Niro] fragte nach ganz schön viel Geld, was mich schockierte, da wir für eine solche Summe kein Budget hatten.“ Laut Far Out Magazine beliefen sich De Niros Gagen zu dieser Zeit auf durchschnittlich 14 Millionen Dollar pro Film, was, gemessen am geschätzten Budget von 55 Millionen für „An jedem verdammten Sonntag“, einen beträchtlichen Teil der Finanzmittel verschlungen hätte. Und so sprang also Al Pacino ein, mit dem Stone vorher bereits beinah für „Geboren am 4. Juli“ zusammengearbeitet hätte.

Zu dieser Zeit waren Stone und Pacino nämlich bereits miteinander im Gespräch. Sie planten den Film „Noriega“, ein Biopic über den panamaischen Diktator Manuel Antonio Noriega. Diese Pläne wurden allerdings schließlich verworfen, weil Stone eben das Football-Drama „An jedem verdammten Sonntag“ übernahm. Und so brachte er, als die Hauptrolle frei wurde, Pacino einfach mit. Der ist so als Tony D’Amato, Coach der krisengebeutelten Miami Sharks, an der Seite von Cameron Diaz, Dennis Quaid und Jamie Foxx zu sehen.

Ob De Niro es hinterher bereute, seine Gagenforderung nicht etwas heruntergeschraubt zu haben, ist nicht überliefert. Scarlett Johansson hat sich kürzlich zum gegensätzlichen Phänomen geäußert: Sie bereut es, bestimmte Rollen angenommen zu haben. Mehr dazu erfahrt ihr hier:

"Ich hatte das Gefühl, dass meine Karriere vorbei war": Scarlett Johansson bereut es, bestimmte Rollen gespielt zu haben

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