"Ich bin immer noch überwältigt": Vor 45 Jahren schickte Al Pacino einen Brief an Robert De Niro, um ihn für einen legendären Film zu loben
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

Robert De Niro und Al Pacino standen nicht nur mehrmals gemeinsam vor der Kamera, sie sind auch beste Freunde – und bewundern sich gegenseitig. Das zeigt ein begeisterter Brief, den Pacino vor 44 Jahren an seinen Hollywood-Kollegen schickte.

Robert De Niro und Al Pacino legten in den 1970er-Jahren etwa zeitgleich ihren Aufstieg in Hollywood hin – doch obwohl sie in diesem Zuge immer wieder um dieselben Rollen konkurrierten, wurden sie nicht zu Rivalen, sondern zu besten Freunden. 1974 konnte man die beiden Schauspiel-Schwergewichte in Francis Ford Coppolas sechsfach oscarprämiertem Mafia-Meilenstein „Der Pate II“ erstmals gemeinsam in einem Film bewundern – doch trotz der stolzen Laufzeit von über 200 Minuten teilten sich De Niro und Pacino keine einzige Szene!

21 Jahre später übernahmen sie die Hauptrollen in einem weiteren Meisterwerk: Michael Manns „Heat“. Doch auch diesmal gab es nur wenige Momente, in denen die beiden Hollywood-Veteranen tatsächlich gemeinsam im Bild zu sehen waren. Mehr Interaktion gab es im Thriller „Kurzer Prozess - Righteous Kill“ (2008), den De Niro später aber öffentlich bereute. Zum bis dato letzten Mal traten sie in Martin Scorseses Gangsterfilm-Epos „The Irishman“ (2019) zusammen auf.

Al Pacino bewunderte Robert De Niros Leistung in einem Meisterwerk von Scorsese

Vier gemeinsame Filme in 45 Jahren ist letztlich gar nicht so viel – doch De Niro und Pacino hatten auch in der Zwischenzeit regen Kontakt. Das zeigt ein Brief, den der Instagram-Account RobertDeNiroDaily veröffentlicht hat (via Espinof.com) – und in dem es sich Pacino nicht nehmen ließ, seinen berühmten Kollegen überschwänglich für seine Darbietung des Boxers Jake LaMotta in Martin Scorseses Schwarz-Weiß-Biopic „Wie ein wilder Stier“ (1980) zu loben.

Das ist der Brief im Wortlaut: „Hallo Bobby, ich muss es dir einfach sagen – ich habe ‚Wie ein wilder Stier‘ am Samstag zum ersten Mal gesehen. Ich bin immer noch völlig überwältigt davon... Es ist ein monumentales Kunstwerk, eine Inspiration für mich.

Ich mache so etwas nie, wie du weißt – einfach deshalb, weil ich, sobald ich einmal damit anfange, das bei allem tun müsste, was du machst. Und wenn ich dir dann keine Notiz schreibe, würdest du denken, dass es mir nicht gefällt – was natürlich nicht stimmt. Aber diesmal musste ich es einfach machen.“ Er nennt De Niros Leistung weiterhin „außergewöhnlich“ und verabschiedet sich mit „In Liebe, Al“.

Diese Worte zeigen deutlich, dass zwischen den beiden großen Schauspielern offenbar nie böses Blut geflossen ist – und das, obwohl De Niro für seine Performance in „Wie ein wilder Stier“ bereits seinen zweiten Oscar in den Händen halten durfte, während Pacino bis zum Jahr 1993 auf seine erste Goldstatue warten musste.

Wenn ihr dagegen wissen wollt, welcher Schauspieler bis heute auf Kriegsfuß mit Robert De Niro steht (und warum), dann lest auch den nachfolgenden Artikel:

Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels. Ein ähnlicher Artikel ist auf unserer spanischen Schwesternseite Espinof.com erschienen.

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