Sogar besser als "Alien" und "Blade Runner"?! Ridley Scott heizt Vorfreude auf seinen neuen Sci-Fi-Thriller mächtig an
Markus Trutt
Markus Trutt
-Redakteur
Filme, Serien, Videospiele. Markus brennt schon seit Kindertagen für so ziemlich alles, was über Bildschirme und Leinwände flimmert.

Ridley Scott ist eine lebende Regielegende, die allerlei Highlights in ihrer Vita stehen hat. Und mit seinem neuen Film könnte nun ein weiteres hinzukommen, das laut Scott selbst das Zeug hat, all seine anderen Arbeiten in den Schatten zu stellen.

Warner Bros.

Von „Alien“ und „Blade Runner“ über „Thelma & Louise“ und „Gladiator“ bis hin zu „American Gangster“ und „Der Marsianer“ und noch viel mehr: Ridley Scott hat über mehrere Jahrzehnte hinweg für zahlreiche Highlights und sogar mehrere stilprägende Meisterwerke gesorgt. Und obwohl er mit jüngeren Arbeiten wie „House Of Gucci“, „Napoleon“ oder „Gladiator II“ nicht an die Klasse seiner ganz großen Hits anknüpfen konnte, wird ein neues Projekt des Ausnahme-Regisseurs daher nach wie vor mit großer Spannung erwartet.

Wenn der Brite dann auch noch selbst der Meinung ist, dass seine nächste Arbeit sogar alle Vertreter der obigen Riege toppen könnte, lässt das umso mehr aufhorchen. Und genau das ist nun bei seinem kommenden Film „The Dog Stars“ der Fall...

"Vielleicht mein bester Film"

Im Interview mit dem Magazin Dazed rühmte sich Ridley Scott zunächst damit, dass er mit seinem effektiven Regiestil selbst große Produktionen, für die andere 100 Tage bräuchten, in der Hälfte der Zeit drehen würde (als Beispiele nennt er hier „Gladiator II“ und „Napoleon“). „The Dog Stars“ bildet da keine Ausnahme, wurde das postapokalyptische Thriller-Drama doch sogar in nur 34 Tagen abgedreht.

Diese Geschwindigkeit sei aber keineswegs ein Indiz für weniger Sorgfalt oder Qualität, ganz im Gegenteil, wie Scott dann weiter ausführte: „Es ist das Tempo einer TV-Serie, aber vielleicht mein bester Film.“ Das sind für den Macher hinter virtuosen Genre-Ausflügen wie den eingangs erwähnten „Alien“ oder „Blade Runner“ definitiv vollmundige, aber zugleich auch besonders vielversprechende Worte.

Natürlich tragen Filmemacher gerne mal dick auf, wenn es darum geht, ihre neuen Projekte zu promoten. Und Ridley Scott macht selten einen Hehl daraus, wie sehr er von seiner eigenen Arbeit überzeugt ist. Allerdings ist er auch bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen und frank und frei über sein Schaffen (und das anderer) zu erzählen. Er selbst ist somit wohl in der Tat aufrichtig von „The Dog Stars“ überzeugt – und das ist es angesichts der interessanten Prämisse und der Starbesetzung auch gar nicht so verwunderlich.

Das ist "The Dog Stars"

Basierend auf dem Roman „Das Ende der Sterne, wie Big Hig sie kannte“, präsentiert uns „The Dog Stars“ eine Endzeit-Welt, in der der Großteil der Menschheit von einer verheerenden Pandemie dahingerafft wurde. Überlebt hat hingegen der junge Pilot Hig (Jacob Elordi), der sich gemeinsam mit seinem Hund Jaspar und seinem raubeinigen und waffenverliebten Nachbarn (Josh Brolin) auf einem verlassenen Flugplatz eingerichtet hat.

Eines Tages empfängt Hig jedoch ein mysteriöses Funksignal, das ihm Hoffnung auf eine Zukunft außerhalb des Hangars macht. Neugierig und mutig macht er sich in einem alten, kleinen Flugzeug auf die Suche nach dem Ursprung der Nachricht. Doch was er dabei entdeckt, hätte er sich nicht in seinen kühnsten Träumen ausmalen können...

Ein guter Cast ist die halbe Miete

Neben Shooting-Star Jacob Elordi („Saltburn“, „Frankenstein“) und Marvel-Schurke Josh Brolin gehören unter anderem noch „The Substance“-Entdeckung Margaret Qualley, „Memento“-Hauptdarsteller Guy Pearce und MCU-Zauberer Benedict Wong zum illustren Cast von „The Dog Stars“. Und der sei es Scott zufolge schließlich auch, der ganz entscheidend zur Klasse des Films beitrage.

Dazu erläuterte der Regisseur gegenüber Dazed: „Bei jedem Film geht es darum [...], Entscheidungen über Schauspieler zu treffen. Bevor ich mit irgendjemandem spreche, schaue ich mir alles an, was sie gemacht haben. Ich habe hier Jacob Elordi, Margaret Qualley, Guy Pearce und Josh Brolin besetzt. Häufig ist das Größte, worin ich gut bin, das Casting. Wenn sie verfügbar sind, bekomme ich sie normalerweise auch.“

Ridley Scott denkt übrigens trotz seiner mittlerweile 87 Jahre noch längst nicht ans Aufhören. Nach „The Dog Stars“ hat er bereits viele weitere Projekte in Planung, darunter die zwei Weltkriegs-Dramen „Battle Of Britain“ und „Covenant Of Death“, ein Bee-Gees-Biopic, einen Western, den Wall-Street-Thriller „Big Dogs“, den Spionage-Thriller „Queen & Country“, einen Piratenfilm mit „The Dog Stars“-Mime Jacob Elordi und „Gladiator III“. Sehr wahrscheinlich werden nicht alle diese Vorhaben tatsächlich zustande kommen. Dennoch dürfte uns in den nächsten Jahren noch allerlei Nachschub von Ridley Scott erwarten.

Warum er hingegen – trotz eines stattlichen Honorars – einst auf den Regieposten bei „Terminator 3“ verzichtete, erfahrt ihr im folgenden Artikel:

"Ich bin stolz darauf": Diese Legende hat 20 Millionen Dollar für "Terminator 3" abgelehnt

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