Heute Abend streamen: Düstere Science-Fiction mit grandiosen Bildern
Annemarie Havran
Annemarie Havran
-Mitglied der Chefredaktion
Dystopien wie in „Fahrenheit 451“, Mysterien wie in „Inception“, Sci-Fi und fremde Welten wie in „Dune“: Spannende Realitätsfluchten faszinieren Annemarie.

2023 lief er im Kino, heute Abend könnt ihr „Last Contact“ streamen. Fans von dystopischen Settings und Psychospielchen auf engstem Raum sollten sich den Endzeit-Thriller unbedingt anschauen, empfiehlt FILMSTARTS-Redakteurin Annemarie Havran.

Wer nicht gerne ins kühle Nass taucht und schon bei Kevin Costners Action-Spektakel „Waterworld“ das Gefühl hatte, sich lieber schon mal Schwimmflügel anlegen zu wollen, sei gewarnt: Auch in „Last Contact“ gibt es jede Menge Wasser – denn die Welt wurde 40 Jahre in der Zukunft nahezu komplett überflutet. Ein Schreckensszenario, das unangenehm greifbar wirkt, immerhin wird das Schmelzen der Polkappen tatsächlich zu einem Anstieg des Meeresspiegels führen. Ganz so drastisch, dass es schon in wenigen Jahrzehnten nur noch zwei kleine Kontinente gibt, wird es zwar nicht …

… aber genau diese Idee liefert den spannenden Hintergrund für die Sci-Fi-Dystopie „Last Contact“, die wir euch heute zum Streamen empfehlen. Für ein paar Euros ist der Endzeit-Streifen als Video-on-Demand bei Anbietern wie z. B. Amazon Prime Video, Apple TV, MagentaTV oder maxdome als Leih- oder Kauftitel zu haben. Wer haptische Medien bevorzugt, kann sich „Last Contact“ natürlich auch auf Blu-ray oder DVD* ins Regal stellen.

„Last Contact“ sollten sich all diejenigen auf die Watchlist setzen, die bei Science-Fiction-Stoffen nicht immer gleich die ganz große Action brauchen, sondern kammerspielartige Spannung bevorzugen. Figuren, die auf engstem Raum zusammengepfercht sind und einer unbekannten Bedrohung entgegenblicken – was dazu führen kann, erst recht zusammenzuhalten, oder aber auch, einander zu misstrauen und alles bisher Bekannte infrage zu stellen… So ergeht es auch der vierköpfigen Besatzung, die in „Last Contact“ auf einem Militärposten mitten im Meer stationiert ist.

Kate Bosworth, Thomas Kretschmann und Co. einsam auf See

Nur noch zwei kleine Landmassen sind übrig, nachdem der Großteil der Erdoberfläche vom Meer verschluckt wurde. Die beiden Kontinente führen Krieg gegeneinander, und einer von ihnen hat im Meer einen kleinen Militärposten eingerichtet, der nur vier Personen beherbergt – und eine Atombombe.

Nach zwei Jahren soll eigentlich die Ablösung erscheinen. Als das nicht geschieht, und auch niemand mehr auf ihre Funksprüche reagiert, werden Sergeant Hendrichs (Thomas Kretschmann), Corporal Cassidy (Kate Bosworth), Techniker Baines (Martin McCann) und der vielseitig begabte Sullivan (Lucien Laviscount) unruhig. Was ist auf dem Kontinent passiert? Als die vier schon alle Hoffnung aufgeben wollen, erscheint ein mysteriöses Schiff am Horizont. Doch wer steuert es? Freund oder Feind?

"Atmosphärisch gelungen, spannend und optisch reizvoll"

Mit 3,5 von 5 möglichen Sternen hat FILMSTARTS-Autorin Gaby Sikorski den Endzeit-Film bewertet und schreibt in ihrer Kritik zu „Last Contact“: „Mit seiner klaustrophobischen Charakterstudie einer geschlossenen Gesellschaft mitten auf dem Meer liefert [Regisseur] Tanel Toom einen atmosphärisch gelungenen, spannenden und optisch reizvollen Beitrag zum Thema Endzeitfilme und Post-Apokalypse.“

Spannung bezieht „Last Contact“ dabei eben nicht (nur) aus konkreten Handlungselementen oder Action-Einschüben, sondern vor allem aus der Beobachtung der ganz unterschiedlichen Charaktere und ihren Beziehungen untereinander. Dass dies alles in „wunderschön-finsteren Bildern“ eingefangen ist, trägt zur fesselnden Atmosphäre des Kinofilms bei, der im Original übrigens unter dem Titel „Last Sentinel“ erschienen ist. Zu bemängeln gibt es in unserer offiziellen Kritik aber einige Längen des Films. Ob es das ist, was „Last Contact“ einen dann doch ziemlich schwachen Pubilkums-Score von 4,9/10 Punkten bei der IMDb beschert hat? Am besten macht ihr euch selbst ein Bild!

Ein ganz anderes Sci-Fi-Abenteuer gibt es brandneu Streaming-Abo. Im folgenden Artikel stellt FILMSTARTS-Redakteur Stefan Geisler euch den Titel vor:

Im Kino ist dieses spektakuläre Sci-Fi-Abenteuer leider untergegangen, jetzt könnt ihr es endlich Streaming-Abo von Disney+ nachholen

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Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.

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