Fantasy hat ihn weltberühmt gemacht, doch George R. R. Martin ist längst nicht nur Herrscher über Westeros. Schon lange vor „Game of Thrones“ schrieb er Kurzgeschichten wie „Mit dem Morgen kommt der Nebel“, „Ein Lied für Lya“ oder „Im Land des Todes“ – alles Werke, die klar in der Science-Fiction verwurzelt sind. Kein Wunder also, dass der Autor im Gespräch mit The Daily Beast seine ganz persönliche Top 10 der besten Sci-Fi-Filme enthüllt hat.
Zwischen Shakespeare und Robo-Horror – Martins liebste Sci-Fi-Klassiker
Besonders ins Schwärmen gerät er bei „Alarm im Weltall“ aus dem Jahr 1956, den er „fast schon Shakespeare-haft“ nennt. Die Effekte seien für ihre Zeit bahnbrechend gewesen und könnten sich noch heute sehen lassen, ergänzt durch eine „einzigartige und erstaunliche Filmmusik“. Auch Ridley Scotts „Alien“ beeindruckte ihn nachhaltig – für Martin „ein großartiger Horrorfilm im Science-Fiction-Kostüm“. Noch mehr Lob bekommt James Camerons Fortsetzung „Aliens - Die Rückkehr“: Sie sei „einer der seltenen Fälle, in denen die Fortsetzung besser ist als das Original“.
4,67 von 5 Sternen! Das ist der beste Science-Fiction-Film aller Zeiten – laut den deutschen ZuschauernAuch „Blade Runner“, wie „Alien“ von Ridley Scott, darf in Martins Auswahl nicht fehlen. Er lobt die „großartige Regie“ und die bis heute eindringliche Schlussszene von Rutger Hauer, die ihn immer noch frösteln lässt. Ganz anders fällt sein Urteil über „Die Dämonischen“ aus: Während er das Original von 1956 als Meilenstein preist, findet er, dass jede Neuauflage des Körperfresser-Stoffes „nur schlechter wird“.
Von Endzeit bis Sternenkrieg ist alles dabei
Martin liebt nicht nur Weltraumepik, sondern auch Filme, die den Blick auf die Erde richten. „Kampf der Welten“ von 1953 bezeichnet er als weit überlegen gegenüber Steven Spielbergs moderner Version. Auch „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ bevorzugt er klar im Original: „Unendlich viel besser als die missgelaunte Neuverfilmung“, so sein Urteil.
Weniger ernst nimmt er John Carpenters Debüt „Dark Star“. Laut Martin sei es mit „dem Kleingeld unter den Sofakissen“ produziert worden – und doch nennt er es „den witzigsten Science-Fiction-Film aller Zeiten“ (von dem übrigens auch Quentin Tarantino riesiger Fan ist).
Ganz groß angelegt dagegen ist „Star Wars: Episode V - Das Imperium schlägt zurück“. Für den Autor ist es der beste Teil der Saga, und er findet sogar, er „hält besser stand“ als der erste Film. Zum Abschluss überrascht Martin mit einem Endzeit-Kracher: George Millers „Mad Max II – Der Vollstrecker“. Obwohl er den ersten Teil „völlig vergessenswert“ nennt, schwärmt er vom Nachfolger: „Es hat einfach alles. Es ist nicht nur der beste Film der Reihe, sondern einer der besten Science-Fiction-Filme überhaupt.“
Hier ist nochmal die komplette Liste von Martins Lieblings-Science-Fiction-Filmen
- „Alarm im Weltall“ (Fred M. Wilcox, 1956)
- „Aliens – Die Rückkehr“ (James Cameron, 1986)
- „Blade Runner“ (Ridley Scott, 1982)
- „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ (Ridley Scott, 1979)
- „Die Dämonischen“ (Don Siegel, 1956)
- „Mad Max II – Der Vollstrecker“ (George Miller, 1981)
- „Dark Star“ (John Carpenter, 1974)
- „Kampf der Welten“ (Byron Haskin, 1951)
- „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ (Robert Wise, 1951)
- „Das Imperium schlägt zurück“ (Irvin Kershner, 1980)
Welche Fantasy-Filme dagegen besonders hoch in der Gunst von George R. R. Martin stehen, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
"Game Of Thrones"-Autor enthüllt seine 10 liebsten Fantasy-Filme: "Wenn ihr diese Filme nicht mögt, mögt ihr kein Fantasy"