„Der Goldene Handschuh“, „Aus dem Nichts“, „Soul Kitchen“ und natürlich „Gegen die Wand“ – die Liste der großartigen und dabei so unterschiedlichen Arbeiten von Regisseur Fatih Akin ist beeindruckend und mit dieser kleinen Auswahl noch längst nicht komplett. Mit seinem neuesten Werk „Amrum“ (am 9. Oktober im Kino) schickt sich der Hamburger nun an, seiner beeindruckenden Filmografie ein weiteres Highlight hinzuzufügen.
Dabei hatte Akin zunächst gar nicht vor, das Ganze selbst zu inszenieren. Vielmehr wollte er lediglich als Produzent seines langjährigen Freundes und Regiekollegen Hark Bohm („Nordsee ist Mordsee“) fungieren, auf dessen Kindheitserinnerungen das Drehbuch basiert. Wie es dazu kam, dass Akin schließlich auf Wunsch von Bohm hinter die Kamera trat, erfahrt ihr im ausführlichen FILMSTARTS-Interview, das Redakteur Pascal Reis mit dem Filmemacher geführt hat.
Der Mix aus Coming-of-Age-Abenteuer im Stile von Filmen wie Rob Reiners „Stand By Me“ sowie einem ziemlich ernsten Kriegs-, Historien- und Familiendrama sieht nicht nur toll aus, er bietet auch einen wunderbaren Cast mit vielen Stars des deutschen und teilweise auch internationalen Kinos. Die größten Namen auf der Besetzungsliste sind zweifellos die von Hollywood-Star Diane Kruger („Inglourious Basterds“), Matthias Schweighöfer („Oppenheimer“) und Detlev Buck („Männerpension“).
Darum geht’s in "Amrum"
1945: Der kleine Nanning (Jasper Billerbeck) lebt in einem Dorf auf der deutschen Nordseeinsel Amrum. Die Zeiten sind schwierig und das Essen ist entsprechend knapp. Um seiner Mutter Hille (Laura Tonke) zu helfen, tut der Junge, was er kann – hetzt wilden Kaninchen hinterher, sammelt die Eier von Strandvögeln ein und hilft sogar bei der Seehundjagd.
Die Inselgemeinschaft scheint fest zusammenzuhalten. Allerdings hat Nanning unterschwellig schon immer eine Art Misstrauen der Nachbarn seinen dem NS-Regime treuen Eltern gegenüber wahrgenommen. Als der Krieg dann endlich verloren und Hitler tot ist, brechen auch auf Amrum neue Zeiten an. Für Nanning wird sich alles ändern…
Apropos deutscher Film: Habt ihr schon „Karla“ gesehen? Wir von FILMSTARTS sind der festen Überzeugung, dass es sich bei dem auf einem realen Kriminalfall aus den 1960ern basierenden Langfilmdebüt von Regisseurin Christina Tournatzés um eines der besten hiesigen Leinwandwerke des Jahres handelt. Im folgenden Artikel legt unser Chefredakteur Christoph Petersen dar, warum ihr unseren aktuellen „Deutsches Kino ist (doch) geil!“-Tipp nicht verpassen solltet:
Kinotipp der Woche: Ein hochintensiver Gerichtsfilm, der euch den Boden unter den Füßen wegziehen wird!