Es ist ein tolles Jahr für Horror-Fans. Während mit „28 Years Later“ nach fast 20 Jahren endlich eine der besten Zombie- bzw. Infizierten-Filmreihen fortgeführt wurde, machten die „Talk To Me“-Macher mit „Bring Her Back“ genau da weiter, wo sie aufgehört hatten. Ganz zu schweigen von „Weapons - Die Stunde des Verschwindens“ oder „Blood & Sinners“, der zum Ende des Jahres wohl in so mancher Bestenliste mitmischen wird und sich obendrein auch gute Oscar-Chancen ausrechnen darf. Und dennoch, manchen Juwelen bleibt letztlich verwehrt, im Rampenlicht zu strahlen. Auf eines wollen wir euch deshalb heute hinweisen …
… denn mit „Oddity“ wurde einer der großen Horror-Geheimtipps 2025 im vergangenen Frühjahr – quasi still und heimlich – direkt auf DVD und Blu-ray* sowie im Streaming* veröffentlicht. Und bekam dort nicht die Aufmerksamkeit, die er verdient. Aufmerksamkeit, die er zuvor allerdings schon auf einer Reihe internationaler Filmfestivals erfuhr, auf denen er zuhauf mit Publikumspreisen ausgezeichnet wurde. Falls ihr stets auch außerhalb des Kinoprogramms auf der Suche nach Unterhaltung seid, die euch einen kalten Schauer über den Rücken jagt, lohnt sich das Nachholen unbedingt. Spätestens jetzt. Denn ab sofort könnt ihr den atmosphärischen Grusel-Schocker im Abo bei Paramount+ streamen:
Auf eine offizielle FILMSTARTS-Kritik können wir an dieser Stelle zwar nicht verweisen, dafür aber auf herausragende 96 Prozent positive Kritiken auf Rotten Tomatoes – bei immerhin 131 abgegebenen Pressestimmen. Und der Verfasser dieses Artikels kann sich der Begeisterung um den irischen Publikumsliebling nur anschließen, sieht darin (neben „When Evil Lurks“) eine DER Horror-Überraschungen des Jahres. Ja, „Oddity“ wurde zwar offensichtlich mit geringen Mitteln realisiert, Regisseur Damian McCarthy wusste eben jene allerdings schlicht hervorragend für seine Zwecke einzusetzen.
„Oddity“ löst konstantes Unbehagen aus, kriecht sukzessive unter die Haut und zieht dem Publikum mit seinen überraschenden Schockmomenten immer wieder den Boden unter den Füßen weg – bevor er im Finale, auf das wir an dieser Stelle natürlich nicht näher eingehen wollen, auch noch eine Punktlandung hinlegt, wie man sie nur selten erlebt. Unser Tipp: Unbedingt darauf einlassen – und am besten dabei nicht nur das Licht ausmachen, sondern auch das Smartphone mal für eineinhalb Stunden in der Ecke liegen lassen. Es lohnt sich!
"Oddity": Das ist die Story
Nach dem Mord an Dani (Carolyn Bracken) in ihrem abgelegenen Landhaus fällt der Verdacht auf einen Patienten ihres Ehemanns Ted (Gwilym Lee) aus der örtlichen Psychiatrie, der jedoch kurz darauf tot aufgefunden wird. Ein Jahr später kehrt Danis blinde Zwillingsschwester Darcy (ebenfalls Carolyn Bracken) zurück an jenen Ort, an dem sich die Tragödie zutrug. Überzeugt davon, dass der wahre Mörder noch immer auf freiem Fuß ist, will die mysteriöse Hellseherin mit Hilfe einer geheimnisvollen, verfluchten Figur die Wahrheit ans Licht bringen…
Mit „Der Unsichtbare“ bescherte uns Leigh Whannell vor mittlerweile fünf Jahren ebenfalls eine Horror-Sensation (mit Sci-Fi-Thriller-Elementen). Eine Fortsetzung scheint nach wie vor Thema zu sein, wie die jüngsten Äußerungen von Hauptdarstellerin Elisabeth Moss zeigen:
"Wir arbeiten daran": Kommt es fünf Jahre nach dem Horror-Hit tatsächlich noch zu einer Fortsetzung von "Der Unsichtbare"?*Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.