Die Filmwelt trauert um Diane Keaton. Am Samstag, dem 11. Oktober 2025, ist die Hollywood-Ikone im Alter von 79 Jahren überraschend verstorben – und sie hinterlässt eine riesige Lücke. Die unnachahmlich ansteckend-positive Ausstrahlung, mit der Keaton bis zuletzt in Komödien wie etwa „Book Club 2“ begeisterte, wird auf der Leinwand schmerzlich fehlen.
Erste Aufmerksamkeit erhielt die gebürtige Kalifornierin im Jahr 1972 mit ihrer Rolle der Kay Adams in Francis Ford Coppolas Gangsterfilm-Meilenstein „Der Pate“, bevor sie dank Woody Allens Komödien-Meisterwerk „Der Stadtneurotiker“ (1977) ihren endgültigen internationalen Durchbruch hatte – der mit einem Oscar als Beste Hauptdarstellerin belohnt wurde. Weitere Nominierungen erhielt Keaton für ihre Leistungen in dem Historien-Epos „Reds“ (1981), dem Familiendrama „Marvins Töchter“ (1996) sowie der romantischen Komödie „Was das Herz begehrt“ (2003).
Keaton war eine begnadete Komikerin, aber – wie etwa ihre Performance in der Psychostudie „Auf der Suche nach Mr. Goodbar“ (1977) beweist – auch eine enorm vielseitige Schauspielerin. Was darüber gern vergessen wird: Gleich mehrmals hat sich die passionierte Fotografin auch hinter die Kamera gewagt!
Diane Keatons wechselhafte Regie-Karriere
1987 legte Keaton mit dem Musikvideo für Belinda Carlisles „Heaven Is A Place On Earth“ ihr Regiedebüt vor, noch im selben Jahr drehte sie den Dokumentarfilm „Alles über Himmel und Hölle“. Anfang der 1990er-Jahre verpflichtete sie sich u. a. für eine Episode von David Lynchs legendärer Mystery-Serie „Twin Peaks“, bevor sie mit dem fürs Fernsehen gedrehten Coming-of-Age-Drama „Wilde Alice“ (durch den Steven Spielberg übrigens seinen späteren Stamm-Kameramann Janusz Kaminski entdeckte!) ihren ersten Langfilm inszenierte.
Es folgten zwei Kino-Spielfilme: die Literaturverfilmung „Entfesselte Helden“ (u. a. mit Andie MacDowell) sowie die Tragikomödie „Aufgelegt!“, den Keaton im Jahr 2000 basierend auf einem Drehbuch von „Harry & Sally“-Autorin Nora Ephron und ihrer Schwester Delia Ephron schuf.
Keaton selbst spielte eine der Hauptrollen, an ihrer Seite sind RomCom-Ikone Meg Ryan („Schlaflos in Seattle“), „Friends“-Star Lisa Kudrow sowie Komiker-Legende Walter Matthau („Ein verrücktes Paar“) in seiner letzten Rolle zu sehen. Die Handlung folgt drei grundverschiedenen Schwestern, die sich im Laufe der Jahre emotional voneinander entfremdet haben, sich nun aber gemeinsam um ihren todkranken Vater Lou kümmern müssen.
Trotz seiner vielversprechenden Anlagen war „Aufgelegt!“, dessen Geschichte zu einem Großteil in Form von Telefonaten und Rückblenden aufgefächert wird, ein kolossaler Misserfolg: So spülte er weltweit lediglich rund 52 Millionen US-Dollar in die Kinokassen – angesichts eines geschätzten Budgets von 60 Millionen viel zu wenig!
Auch das Echo der Fachpresse fiel negativ aus: Die US-amerikanische Kritiken-Sammelseite Rotten Tomatoes zählt so lediglich 13 Prozent an überwiegend positiven Rezensionen, während das Publikum mit 35 Prozent zwar etwas wohlwollender, aber immer noch weit weg von begeistert ist.
Diane Keaton war die erste, die zugegeben hat, dass „Aufgelegt!“ eine Enttäuschung war. In einem Interview mit The Independent sagte die „Vater der Braut“-Darstellerin etwa: „Ich habe es nicht geschafft. Ich würde es gern noch einmal versuchen [...], aber ich glaube, ich müsste den richtigen, kleineren Film für mich finden. Wenn man einen Fehlschlag hinter sich hat, was ‚Aufgelegt!‘ definitiv war, sagen die Leute nicht gerade: ‚Würdest du bitte meinen Film inszenieren?‘“
Rund ein Jahr später kehrte Keaton für die Pilotfolge der TV-Serie „Das Geheimnis von Pasadena“ noch einmal auf den Regiestuhl zurück, einen weiteren Spielfilm hat sie aber nicht mehr gedreht. Wenn ihr übrigens wissen wollt, welcher Film laut den Bewertungen der FILMSTARTS-Community ihr allerbester ist, dann lest doch direkt im nachfolgenden Artikel weiter:
4,71 von 5 Sternen! Das ist der beste Film von Diane Keaton – laut den deutschen Zuschauern*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.