Ob als Phallus-Fanatiker in „Magnolia“ oder diabolischer Filmproduzent in „Tropic Thunder“, als Zuhälter in „Lockere Geschäfte“ oder als eiskalter Auftragskiller in „Collateral“: Tom Cruise glänzt in den unterschiedlichsten Rollen gleichermaßen – wird am Ende aber oftmals auf sein Actionheld-Image reduziert. Das wird dem Superstar zwar nicht ganz gerecht, kommt aber wahrlich nicht von ungefähr.
Allein die „Mission: Impossible“-Filme lockten in Deutschland mehr als 15,74 Millionen Menschen in die Kinos. Ja, auch wenn die vermeintlich unmöglichen Missionen von Superagent Ethan Hunt am Ende doch immer irgendwie gelingen, wollten die Menschen immer wieder aufs Neue sehen, welche Stunts, wie wir sie noch nie zuvor gesehen haben, sich Cruise und sein Team nun schon wieder ausgedacht haben. Fast 30 Jahre nach Brian De Palmas Agenten-Klassiker, mit dem alles begann, geht das Spionage-Franchise nach acht Filmen nun tatsächlich zu Ende.
Gemessen an den exorbitanten Produktionskosten jenseits der 300-Millionen-Dollar-Marke waren die Kino-Einnahmen von knapp 600 Millionen Dollar jedenfalls nicht gerade Anlass, um vielleicht doch noch einen neunten Film in Auftrag zu geben. Und das hätte ohnehin ein wenig erzwungen gewirkt, schließlich trägt der Film ja auch nicht umsonst den Titel „Mission: Impossible - The Final Reckoning“ – und lässt dementsprechend auch einige inhaltliche Fäden aus den vorherigen Filmen zusammenlaufen. Über fünf Monate nach Kinostart hat das Warten heute endlich ein Ende: „Mission: Impossible - The Final Reckoning“ erscheint am 16. Oktober auf DVD, Blu-ray und 4K-Blu-ray!
Neben der digitalen Veröffentlichung des Action-Blockbusters, die ihr auf allen gängigen VOD-Plattformen wie etwa Amazon Prime Video* bekommt, ist der achte „Mission: Impossible“-Kracher übrigens auch in gleich zwei limitierten Editionen im Steelbook inklusive Blu-ray und 4K-Blu-ray erhältlich. Die eine Variante* greift den Atom-U-Boot-Plot auf, die andere Ausgabe*, die wir anlässlich des Verkaufsstarts etwas genauer unter die Lupe genommen haben, zelebriert den wahnsinnigen Flugzeug-Stunt, der bereits vor Kinostart Gegenstand der Werbekampagne für „The Final Reckoning“ war.
"Mission: Impossible - The Final Reckoning" im Heimkino: Mehr als nur ein guter Film
Mit 3,5 Sternen in der FILMSTARTS-Kritik schneidet das fast dreistündige Action-Epos zwar schlechter ab als sämtliche Vorgänger seit „Phantom Protokoll“ (2011), zugleich stellt er große Teile der Konkurrenz damit aber immer noch in den Schatten. Abgesehen von den Schauwerten, die auch diesmal wieder schlichtweg atemberaubend sind, haben sich Tom Cruise, Regisseur Christopher McQuarrie und ihr Team auch diesmal wieder Action-Setpieces einfallen lassen, bei denen man sich einfach nur fragen kann: Wie haben sie DAS nur angestellt?
Allein dafür lohnt es sich schon, die knapp 170 Minuten zu investieren. Die Anschaffung der Heimkino-Auswertung kann sich aber selbst dann bezahlt machen, wenn ihr mit dem Film am Ende vielleicht nicht ganz so viel anfangen könnt. Denn wie man es sich bei einer Hollywood-Produktion dieser Dimension erhofft (und immer seltener bekommt), ist das Steelbook auch mit äußerst sehens- und hörenswertem Bonusmaterial ausgestattet.
Von den insgesamt ganzen drei (!) enthaltenen Audiokommentaren können wir so etwa vor allem den mit Cruise und McQuarrie empfehlen. Die beiden entwickeln mit ihrer Begeisterung am Mikro einen Drive, der direkt auf einen selbst übergeht. Warum war der erste Akt die größte Herausforderung des gesamten Franchises? Wie kam man auf die im Film zu sehende Darstellung der „Entität“? Und: Nur sechs Wochen vor Kinostart musste noch eine Szene gedreht werden?! Die Antworten auf all diese Fragen und noch viel, viel mehr erfahrt ihr in dem höchst spannenden Audiokommentar, der zu keinem Augenblick langweilig wird und von der ersten bis zur letzten Minute prächtig unterhält – und einen den Film am Ende mit anderen Augen sehen lässt.
Darüber hinaus bietet das aus einer 4K-Blu-ray und zwei Blu-rays bestehende Set eine Auswahl an Behind-the-Scenes-Clips, die Einblicke in die Entstehung einiger der aufwändigsten Sequenzen im Film geben, entferntes Material, Promo-Spots und mehr.
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Steelbook im zeitlosen Design
Auch in einigen Jahren wird man wohl noch an „The Final Reckoning“ als den großen Abschluss einer außergewöhnlichsten Actionfilm-Franchises weit und breit zurückblicken – und je nachdem, wohin sich physische Medien bis dahin entwickeln, am Ende vielleicht auch im Hinblick auf die Disc-Auswertung des Films nostalgisch werden.
Dementsprechend macht es auch nur Sinn, dass man sich in diesem Fall für kein fetzig-modernes, sondern für ein zeitloses, minimalistisches Design entschieden hat. Ja, man ist fast dazu geneigt zu sagen, dass die Aufmachung eher an die Missionen von James Bond – oder besser: die Vorspannsequenzen der 007-Filme – erinnert.
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Das Motiv erstreckt sich dabei von der Vorder- bis über die Rückseite und wird auch im Inlay aufgegriffen – wobei es hier natürlich nur zur Geltung kommt, wenn man auch alle drei Scheiben aus den Halterungen nimmt. Das Steelbook ist durchgängig in Hochglanz gehalten, wodurch vor allem die roten Akzente des Covers toll betont werden – und dürfte am Ende wohl so manche Sammler*innen hoffen lassen, dass nun auch die Vorgängerfilme in einer vergleichbaren Edition neu aufgelegt werden. Zumindest den besonders eng mit „The Final Reckoning“ verbandelten „Mission: Impossible - Dead Reckoning“ gibt es in einer Steelbook-Variante*, die hervorragend dazu passt...
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Ihr habt zudem eine Schwäche für großes Helden-Kino, das sich selbst kein bisschen ernst nimmt? Dann schaut unbedingt auch mal in den nachfolgenden Artikel, in dem es um ein absolut herrliches Highlight mit Liam Neeson geht, das ihr bereits streamen könnt (und demnächst auch auf DVD, Blu-ray und 4K-Blu-ray) bekommt:
Ab heute im Streaming: Liam Neesons bester Film seit Jahren ist ein absolutes Fest – nicht nur für Action-Fans!*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision.