Quentin Tarantino zählt zweifellos zu den populärsten und einflussreichsten Filmemachern der vergangenen 30 Jahre. Zu seinem Schaffen gehören Werken wie „Pulp Fiction“, „Inglourious Basterds“, „Django Unchained“ oder „Once Upon A Time... In Hollywood“.
Bekanntermaßen hat sich Tarantino das Ziel gesetzt, genau zehn Filme zu drehen, bevor er sich aus dem Regiegeschäft zurückzieht. Zählt man streng genommen, ist diese Zahl bereits erreicht – allerdings betrachtet Tarantino „Kill Bill: Volume 1“ und „Volume 2“ als ein gemeinsames Werk. Somit fehlt offiziell noch ein letzter Film in seiner persönlichen Filmografie.
Eigentlich wollte sich der Regisseur mit „The Movie Critic“ ins Amerika der 1970er-Jahre begeben, um die Geschichte eines Filmkritikers zu erzählen, der kurze Besprechungen für ein Pornomagazin schreibt. Doch im vergangenen Jahr verriet Tarantino, dass er diese Pläne über den Haufen geworfen habe. Während die Welt also gespannt darauf wartet, welches Projekt schließlich sein zehntes und wohl letztes als Regisseur sein wird, überrascht nun eine unerwartete Nachricht: Quentin Tarantino kehrt zunächst nicht hinter, sondern VOR die Kamera zurück.
Die erste große Rolle seit 1996: Tarantino spielt in "Only What We Carry" mit
Wie das Branchenmagazin Deadline exklusiv berichtet, wird Tarantino in dem Spielfilm „Only What We Carry“ zu sehen sein. Es handelt sich dabei um seine größte Schauspielrolle seit 1996, als er in Robert Rodriguez’ Kultfilm „From Dusk Till Dawn“ den Bankräuber Richard Gecko spielte – eine Rolle, für die er auch das Drehbuch schrieb. In den Jahren danach beschränkten sich seine Auftritte meist auf Cameos oder kleinere Nebenrollen.
Das Drama „Only What We Carry“, dessen Dreharbeiten bereits still und leise im französischen Deauville abgeschlossen wurden, stammt vom walisischen Regisseur und Drehbuchautor Jamie Adams („She Is Love“). Neben Tarantino gehören auch „Mission: Impossible“-Star Simon Pegg, „Die Mumie“-Darstellerin Sofia Boutella, Charlotte Gainsbourg („Antichrist“), Liam Hellmann („Ibiza“) sowie die US-amerikanische Singer-Songwriterin Lizzy McAlpine, die hier ihr Schauspieldebüt gibt, zum Ensemble.
Der Film spielt vor der windgepeitschten Küste der Normandie und wird als „eine Meditation über Liebe, Verlust und den stillen Mut, den es braucht, um voranzukommen“ beschrieben. Simon Pegg verkörpert Julian Johns, einen einst gefürchteten Lehrer, dessen ehemalige Schülerin Charlotte Levant (Boutella) in ihre Heimat zurückkehrt, um sich den Geistern ihrer Vergangenheit zu stellen. Tarantino spielt John Percy, Julians alten Freund, dessen plötzliche Ankunft längst verdrängte Wahrheiten ans Licht bringt. Ergänzt wird die Geschichte durch Josephine Chabrol (Gainsbourg), Charlottes beschützende Schwester, Vincent (Hellmann), einen unruhigen Künstler, der zwischen Liebe und Loyalität schwankt, und Jacqueline (McAlpine), eine junge Tänzerin, deren Anwesenheit alle dazu zwingt, sich mit dem Gewicht ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen.
Wann wir das Drama zu sehen bekommen, ist noch nicht klar. Da es allerdings bereits abgedreht ist, liegt die Vermutung nahe, dass wir bereits 2026 mit dem Film rechnen dürfen.
Übrigens: Welchen seiner Filme Quentin Tarantino für seinen besten hält, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
"Mein Meisterwerk": Quentin Tarantino hält dieses legendäre Epos für seinen besten Film