"Ich habe mich bewusst dagegen entschieden": Diese Art von Rollen wollte Robin Williams unter keinen Umständen spielen
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

Robin Williams war in Familienkomödien, bewegenden Dramen, Fantasy-Abenteuern und sogar Thrillern zu sehen. Doch um eine Art Film machte der 2014 verstorbene Schauspieler einen riesigen Bogen.

Warner Bros.

Es ist mittlerweile elf Jahre her, dass mit Robin Williams einer der beliebtesten Hollywood-Stars überhaupt verstorben ist – und noch immer ist die Trauer um den Schauspieler groß. Schließlich hat er mit Filmen wie „Hook“, „Mrs. Doubtfire“ oder „Jumanji“ die Kindheit einer ganzen Zuschauer-Generation geprägt, und seine bewegenden Leistungen in „Der Club der toten Dichter“ und „Good Will Hunting“ (für den er schließlich seinen ersten und einzigen Oscar erhielt) rührten ein Millionenpublikum zu Tränen.

Doch Williams konnte auch anders: In den Thrillern „One Hour Photo“ und „Insomnia – Schlaflos“ zeigte der ewige Sympathieträger, dass er auch in düster-abgründigen, zwiespältigen Rollen zu überzeugen weiß. Und im Jahr 1996 glänzte er an der Seite von Kate Winslet sogar in einer Shakespeare-Verfilmung!

Williams ist bei der Wahl seiner Projekte also durchaus nicht immer auf Nummer sicher gegangen – und doch gab es für den „Good Morning, Vietnam!“-Darsteller Grenzen: In einem Interview mit US Weekly hat er einmal auf seine vielseitige Laufbahn zurückgeblickt und in diesem Zuge verraten, was für eine Art Film er auf keinen Fall drehen würde.

Robin Williams sprach über sein ultimatives Tabu

„Ich habe immer ein ziemlich buntes Spektrum an Rollen bekommen“, erklärte der fünffache Golden-Globe-Preisträger (via Far Out Magazine). „Ich drehe gerne Kinderfilme, aber auch ernste Dramen und verrückte Komödien. Es ist schön, für mehr als eine Kategorie von Rollen in Frage zu kommen.“ Ein einschneidendes Erlebnis sei „Der Club der toten Dichter“ gewesen, der ihm eine neue Art von Rolle eröffnet habe, nämlich Figuren, die bewusst versuchten, eine Verbindung zu anderen Menschen aufzubauen. Zugleich habe ihm diese Erfahrung auch nochmals vor Augen geführt, was er auf keinen Fall machen wollte.

„Ich habe mich auch ganz bewusst gegen Dinge entschieden, die ich einfach nicht tun konnte“, so der „Flubber“-Star – dazu gehörten vor allem Filme mit hohem Gewaltgrad. „Der einzige Film, in dem ich je eine automatische Waffe hatte, war ‚Die Überlebenskünstler‘, und das war eine Komödie. Ich glaube nicht, dass ich jemals jemandem den Kopf wegschießen könnte.“

Diese Ablehnung jeglicher Brutalität passt gut dazu, dass Williams nicht nur als Komiker und Charakterdarsteller geschätzt, sondern von Kolleg*innen wiederholt als extrem mitfühlender und warmherziger Mensch beschrieben wurde. Exemplarisch dafür steht eine Anekdote seines „Mrs. Doubtfire“-Co-Stars Sally Field, die ihr im folgenden Artikel nachlesen könnt:

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