In 84 (!) Ländern auf Platz 1: Monumentales Horror-Epos erobert weltweite Streaming-Charts auf Netflix
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Horror ist in seiner DNA verankert – ob irre wie „Braindead“ und „Eraserhead“ oder packend wie „Halloween“ und „High Tension“. Hauptsache ungekürzt!

Guillermo del Toro liefert mit „Frankenstein“ voll ab – und das nicht nur auf kreativer Ebene, sondern offenbar auch in Sachen Abrufzahlen. Die Neuauflage des legendären Horror-Meilensteins ist aktuell das Maß aller Dinge auf Netflix.

Guillermo del Toro hat es schon wieder getan! Nachdem er bereits mit „Nightmare Alley“ einen berühmten Klassiker neu verfilmt und im direkten Vergleich zum Original um fast 45 Minuten erweiterte, hat sich der gebürtige Mexikaner mit „Frankenstein“ nun einen seiner absoluten Lieblingsfilme zur Brust genommen. Seit Kindertagen träumte der „Pan's Labyrinth“-Macher, dessen Zuhause einem Altar für Frankensteins Monster gleichkommt, seine eigene Version der Geschichte zu erzählen. Nun war es endlich so weit.

In der FILMSTARTS-Kritik gab es für den „Film, für den Guillermo del Toro geboren wurde“, 4 von 5 Sternen – sowie eine klare Empfehlung, das imposant bebilderte Horror-Epos auf einer möglichst großen Leinwand zu erleben. Denn ja, „Frankenstein“ kam am 23. Oktober 2025 bereits für kurze Zeit in die Kinos, bevor er am vergangenen Freitag dann bei Netflix startete. Und dort wird er nun erwartungsgemäß auf Anhieb fleißig gestreamt:

„Frankenstein“ konnte sich seit seinem Start am 7. November 2025 an der Spitze der Filmcharts auf Netflix festsetzen – und belegte am gestrigen Sonntag in stolzen 84 Ländern Platz 1, darunter etwa auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in den USA. Das bedeutet im Umkehrschluss: Nur in einer Handvoll der Regionen (unter anderem Indien und Saudi-Arabien) in denen FlixPatrol die aktuellen Top 10 auf der Plattform auswertet, reicht es nicht für den Platz an der Sonne. Oder zumindest noch nicht. Am Samstag waren es „nur“ 81 Erstplatzierung, die erste Tendenz ist also steigend.

Wie gut der Film tatsächlich gestartet ist, werden wir allerdings erst am kommenden Mittwoch sehen. Denn dann veröffentlicht Netflix wie immer die konkreten Abrufzahlen der vergangenen Woche. An Platz 1 wird es wohl nichts zu rütteln geben. Wie sich „Frankenstein“ aber im Gegensatz zur unter anderem aus der RomCom „Mango“ bestehenden Konkurrenz schlägt und ob das malerische Monstermärchen am Ende vielleicht sogar das Zeug dazu hat, die All-Time-Charts aufzumischen? Das muss sich erst noch zeigen.

"Frankenstein": Pompöser Horror-Prunk

Der Film beginnt mit der Arktis-Expedition von Captain Anderson (Lars Mikkelsen), dessen Schiff auf dem Weg zum Nordpol im Eis feststeckt – als der Kapitän und seine Crew plötzlich auf den schwer verletzten Dr. Victor Frankenstein (Oscar Isaac) treffen. Sie nehmen den Wissenschaftler an Bord, der daraufhin beginnt, seine Geschichte zu erzählen. Und die Geschichte jener Kreatur (Jacob Elordi), die er erschaffen hat – und die sich ihm dicht an die Fersen geheftet hat…

Frankenstein
Frankenstein
Starttermin 23. Oktober 2025 | 2 Std. 30 Min.
Von Guillermo del Toro
Mit Oscar Isaac, Jacob Elordi, Mia Goth
User-Wertung
3,8
Filmstarts
4,0
Im Stream

FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen beschreibt „Frankenstein“ in seiner Kritik unter anderem mit den Worten „volle Kanne episch“ – und ja, auch der Verfasser dieses Artikels ist sich sicher, dass es für das prunkvoll ausgestattete, meisterhaft inszenierte Remake die eine oder andere Oscar-Nominierung (zumindest) in den technischen Rubriken geben dürfte. Doch auch darstellerisch hat del Toro hier ein wahrlich grandioses Ensemble versammelt:

Während vor allem der aus „Saltburn“ und „The Kissing Booth“ bekannte Elordi für seine nuancierte Darstellung des Monsters Lobeshymnen einfährt, ist auch der restliche Cast absolut hochkarätig (und gewohnt stark). Neben dem unter anderem aus „Dune“ bekannten Oscar Isaac brillieren so etwa auch Mia Goth („Pearl“), Christoph Waltz („Inglourious Basterds“), Charles Dance („Game Of Thrones“) sowie Felix Kammerer, der nach „Im Westen nichts Neues“ damit auch schon ein zweites Netflix-Prunkstück in seiner Vita vorweisen kann.

Guillermo del Toro hat sich kürzlich übrigens dazu geäußert, Künstliche Intelligenz für Filme zu nutzen. Seine klare Meinung dazu könnt ihr hier im Detail nachlesen:

"Ich würde lieber sterben": "Frankenstein"-Regisseur stellt sich klar gegen KI-Einsatz in Hollywood

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