Wo Weihnachten ist, da sind auch Weihnachtsmuffel – sei es im realen Leben oder in der Fiktion: Charles Dickens etwa erschuf mit Ebenezer Scrooge einen das Weihnachtsfest und die von ihm propagierte Warmherzigkeit verachtenden Schwerreichen, der mittlerweile in Dutzenden Verfilmungen seine geisterhafte Lektion erteilt bekommt. Und auch der grünfellige Griesgram namens Grinch ist kaum noch aus der Adventszeit wegzudenken:
1957 von Dr. Seuss für eines seiner Kinderbücher ersonnen, lernte er 1966 in einem insbesondere in den USA populären Zeichentrick-Fernsehspecial das Laufen. Weitere gezeichnete TV-Ausflüge folgten, bevor 2000 Jim Carrey im tricklastigen Realfilm „Der Grinch“ von „Apollo 13“-Regisseur Ron Howard eine neue, wilde Interpretation der Figur verkörperte. 18 Jahre später folgte eine neue, tonal gezügelte Adaption im Animationsmedium:
Die „Minions“-Trickschmiede Illumination Entertainment brachte 2018 mit „Der Grinch“ einen erfolgreichen Computeranimationsfilm über den knurrigen Weihnachtshasser heraus. Im Originalton spricht Benedict Cumberbatch den Meckerfritzen, in der deutschen Synchronfassung leiht ihm Otto Waalkes die Stimme – und jetzt ist diese „Der Grinch“-Version bei Amazon Prime Video im Abo enthalten!
Darum geht es in "Der Grinch"
Der zynische, grüne Miesepeter namens Grinch (Stimme im Original: Benedict Cumberbatch / deutsche Stimme: Otto Waalkes) lebt mit seinem treuen, hilfreichen Hund Max in einer abgeschiedenen Höhle. Von dort aus blickt er wortwörtlich wie sinnbildlich auf das Dörfchen Whoville herab, dessen Bevölkerung Weihnachten über alles liebt – und vor allem den blinkenden, glitzernden, performativen Teil des Fests. Damit kann der fellige Knurrhahn überhaupt nichts anfangen, was er jederzeit zum Ausdruck bringt.
Als wieder ein Weihnachtsfest vor der Tür steht, hat der Grinch endgültig die Nase gestrichen voll und beschließt, die Whoville-Feierlichkeiten zu demontieren und kurzerhand ganz Weihnachten zu stehlen. Ein diabolischer Plan, den die kleine Cindy-Lou (Cameron Seely / Xara Eich) verhindern könnte, die dem Grinch im richtigen Moment begegnet...
Weiches Herz, freundlicher Spaß
Bei einem Budget von 75 Millionen Dollar generierte „Der Grinch“ weltweit rund 540 Millionen Dollar, womit er in den globalen Jahrescharts 2018 unter den Top 20 war. Deutschland erwies sich als einer der besten Märkte für den Animationsfilm – womöglich dank des Otto-Faktors: Mit 2,3 Millionen verkauften Eintrittskarten sicherte sich der familienfreundliche Weihnachtsspaß Platz acht in den hiesigen Jahrescharts und überbot sogar „Deadpool 2“ und das lang erwartete Pixar-Sequel „Die Unglaublichen 2“!
Darüber, dass man im Hause Illumination den Grinch zu einem schnell auftauenden und mehr grummeligen, als wirklich herzlosen Protagonisten gemacht hat, können Fans der Vorlage (und anderer Adaptionen) gewiss streiten. „Der weichgewaschene Grinch ist dafür die meiste Zeit über aber richtig komisch“, urteilte jedoch schon Filmkritikerin Antje Wessels in ihrer FILMSTARTS-Besprechung des Kassenschlagers.
Und falls ihr Fans von Jim Carreys „Grinch“-Interpretation seid: Die Realverfilmung des beliebten Seuss-Kinderbuchs erhielt erst kürzlich eine limitierte 4K-Neuauflage im Heimkino! Mehr dazu erfahrt ihr im folgenden Artikel:
Fantasy-Hit zurück im Heimkino: Einer der kultigsten Weihnachtsfilme der letzten 25 Jahre*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.