Die Adventszeit steht vor der Tür und viele Filmfans dürften bereits dabei sein, ihre alljährliche Watchlist an Weihnachtsfilmen abzuarbeiten – und vielleicht sogar den einen oder anderen neuen hinzuzufügen. Doch wohl kein Festtagsfilm genießt in Deutschland derart große Popularität wie „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“.
Im Internetzeitalter ist es so mittlerweile längst Tradition, dass sich spätestens Anfang Dezember Übersichten sämtlicher Ausstrahlungstermine des Märchenklassikers überall im Netz finden. Schließlich setzen zahlreiche Sender Jahr für Jahr auf den Weihnachts-Kult von Václav Vorlíček. Der Nachteil: Trotz der Vielzahl an Möglichkeiten muss man sich am Ende doch nach dem vorgegebenen Sendetermin richten – und dann womöglich auch noch Werbepausen in Kauf nehmen. Nicht dieses Jahr: Denn „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ist ab sofort wieder im Abo bei Amazon Prime Video enthalten:
Und für den (unwahrscheinlichen) Fall, dass euch die 70er-Jahre-Verfilmung langsam, aber sicher zum Halse raushängt, lohnt es sich für euch womöglich, zur Abwechslung mal in die aktuellste Adaption des Stoffes reinzuschauen: Die „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“-Neuverfilmung von 2021 ist aktuell ebenfalls im Prime-Video-Abo enthalten:
Mit dem allseits beliebten Original kann die Neuauflage zwar nicht ganz mithalten. Spannend zu sehen, wie der Stoff ein halbes Jahrhundert später adaptiert wurde, ist das Ganze jedoch allemal.
Ihr seid darüber hinaus noch auf der Suche nach den perfekten Filmen für die Feiertage? Dann lohnt es sich, in das FILMSTARTS-All-Time-Ranking reinzuschauen:
Die besten Weihnachtsfilme aller ZeitenNeben „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ findet ihr dort nicht nur allseits gefeierte Kult-Hits wie „Die Geister, die ich rief“ und Ur-Klassiker wie „Die Feuerzangenbowle“, sondern auch eine Reihe aktueller Produktionen – von Netflix' „Klaus“ bis hin zum Zombie-Musical „Anna und die Apokalypse“.
"Drei Haselnüsse für Aschenbrödel": Ein Königreich für die Ewigkeit
Die Geschichte von Aschenbrödel (Libuše Šafránková), die unter der Fuchtel ihrer raffgierigen Stiefmutter zu einem Leben als geplagte Magd gezwungen wird und sich eines Tages in einen Prinzen (Pavel Trávníček) verliebt, den sie mit Hilfe dreier magischer Haselnüsse wiedersehen will, ist Kult – und niemand würde wohl je daran denken, irgendetwas an ihr verändern zu wollen. Dabei entspricht „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ keineswegs der ursprünglichen Vision von Václav Vorlíček.
Vielmehr ist der Film das Ergebnis von Umständen, die zumindest im Nachhinein als glücklich erachtet werden können. Šafránková und Trávníček etwa waren zu jener Zeit keineswegs Berühmtheiten und wurden mehr oder weniger durch Zufall entdeckt. Außerdem sollte die Geschichte ursprünglich im Sommer spielen. Der produzierenden DEFA fehlte in den warmen Monaten jedoch schlicht das nötige Personal, um die Produktion zu stemmen. Also wurde das Setting kurzerhand in den Winter verlegt – der direkt die nächsten Probleme brachte.
Nicht nur grassierte die Maul- und Klauenseuche, sodass die für den Film genutzten Pferde für die Dreharbeiten nicht in die DDR gebracht werden durften. Außerdem wollte man den Winter im Film natürlich ebenso märchenhaft wie die Geschichte von Aschenbrödel gestalten – was ein Problem war, denn der Schnee blieb aus. Um für weiße Landschaften zu sorgen, musste man deswegen auf Kunstschnee zurückgreifen, der damals allerdings noch aus Fischmehl hergestellt wurde und für eine dementsprechend aufdringliche Geruchkulisse am Set sorgte.
Fast 50 Jahre später ist über all das aber schon viel Gras gewachsen (bzw. Schnee geschneit). Und das deutsche Fernsehvolk ist sich ziemlich einig: All die Mühe hat sich am Ende immerhin gelohnt.
Übrigens: Prime-Abonnent*innen dürfen sich im Jahr 2026 zudem über frischen „LOL“-Nachschub freuen. Neben Staffel 7 erwartet uns auch ein brandneues Spin-off auf der Plattform. Die ersten Infos zum etwas abgewandelten Format findet ihr hier:
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Dieser Artikel basiert auf einem bereits auf FILMSTARTS erschienenen Beitrag.