Harrison Ford ist zweifellos einer der größten Stars seiner Generation: Schließlich hat der heute 83-Jährige zwei der berühmtesten und kultigsten Figuren der gesamten Filmgeschichte sein Gesicht geliehen – Han Solo aus dem „Star Wars“-Universum und natürlich dem von George Lucas und Steven Spielberg erschaffenen Archäologen Indiana Jones.
Doch auch darüber hinaus ist seine Filmografie randvoll mit Hits und Klassikern: Er war in Francis Ford Coppolas Vietnamkriegs-Meisterwerk „Apocalypse Now“ zu sehen, spielte die Hauptrolle im Sci-Fi-Meilenstein „Blade Runner“, verkörperte in zwei Filmen den aus der Feder von Tom Clancy stammenden CIA-Analytiker Jack Ryan (u.a. „Die Stunde der Patrioten“), und auch in zwei der besten Actionfilme der 1990er-Jahre war Ford zu sehen – „Auf der Flucht“ und „Air Force One“.
Man könnte noch eine Weile so weitermachen, doch in diesem Artikel soll es um die Kehrseite gehen: Denn Ford hat nicht nur an zahlreichen beliebten Leinwand-Erfolgen mitgewirkt – er ist auch der Hauptdarsteller von gleich fünf (!) großen Flops aus der jüngeren Filmgeschichte.
Der erste Flop: ein unterschätzter Kriegs-Thriller
Da wäre zum einen „K-19 – Showdown in der Tiefe“ von „A House Of Dynamite“-Regisseurin Kathryn Bigelow, der im Jahr 2002 in die Kinos kam. Der Autor dieser Zeilen – und Harrison Ford selbst – schätzen den U-Boot-Thriller sehr, doch das hat ihn nicht davor bewahrt, am Box Office Schiffbruch zu erleiden: Gerade mal 65,7 Millionen US-Dollar konnte der Film weltweit in die Kinokassen spülen – angesichts eines Budgets von 100 Millionen viel zu wenig.
Knapp neun Jahre später ließ sich Harrison Ford dazu überreden, in einer ziemlich abwegig klingenden Genre-Mischung aufzutreten. Der Titel erklärt eigentlich alles, was man wissen muss: „Cowboys & Aliens“.
Basierend auf einem Comic von Scott Mitchell Rosenberg und unter der Regie von „Iron Man“-Macher Jon Favreau mussten sich hier Harrison Ford und 007-Ikone Daniel Craig mitten im Wilden Westen einer außerirdischen Bedrohung stellen. Das Konzept war einem ausreichend großen Publikum augenscheinlich nicht ganz leicht zu vermitteln: Das Studio ließ sich „Cowboys & Aliens“ stolze 163 Millionen US-Dollar kosten – und musste sich schließlich mit lediglich 174,8 abfinden.
Dann ist da noch „Ruf der Wildnis“. Das Abenteuer, in dem Harrison Ford mit einem CGI-Hund durch die ungezähmte Natur Alaskas reist, startete im Februar 2020 in den Kinos – kurz vor Beginn der weltweiten Covid-19-Lockdowns. Somit erhielt die bereits siebte Verfilmung des gleichnamigen Romans von Jack London nie die Chance, die sie gebraucht hätte: Geschätzten Produktionskosten zwischen 125 und 150 Millionen US-Dollar stand ein Einspielergebnis von 111,2 Millionen Dollar gegenüber. Ob „Ruf der Wildnis“ unter anderen Bedingungen zum Mega-Hit geworden wäre, darf allerdings bezweifelt werden...
In den vierten Flop dürften die meisten Hoffnungen geflossen sein: Denn vor zwei Jahren kehrte Ford zu seiner wahrscheinlich ikonischsten Rolle zurück – Indiana Jones! Disney steckte ein gewaltiges Budget von 419 Millionen US-Dollar in „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“, doch die Investition sollte sich nicht auszahlen – erwirtschaftet wurden am Ende nur 384 Millionen Dollar, womit der fünfte Eintrag in die legendäre Abenteuer-Reihe für den Mäusekonzern zum riesigen Verlustgeschäft wurde.
Wenn Harrison Ford einen Film so richtig bereut, nennt er trotzdem keinen der fünf Box-Office-Reinfälle aus dieser Liste – sondern einen Kriegsfilm, den er kurz nach seinem großen „Star Wars“-Durchbruch gedreht hat. Um welchen Film es geht, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
"Ein riesiger Haufen Müll": Harrison Ford bereut bis heute, dass er in diesem Kriegsfilm mitgespielt hatEin ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer französischen Schwesternseite AlloCiné erschienen.
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