Die 3 besten Filme, die ihr dieses Wochenende auf Netflix schauen müsst – 28. bis 30. November 2025
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Schon in der Grundschule las er Kino-Sachbücher und baute sich parallel dazu eine Film-Sammlung auf. Klar, dass er irgendwann hier landen musste.

Ihr verfügt über ein Netflix-Abo und freut euch schon tierisch auf neues Krimivergnügen mit Daniel Craig? Dann müsst ihr euch noch etwas gedulden! Doch seid unbesorgt: Wir von FILMSTARTS stellen euch drei tolle Trostpflaster fürs Wochenende vor!

Obwohl überall nachzulesen ist, dass „Wake Up Dead Man: A Knives Out Mystery“ diese Woche veröffentlicht wurde, sucht man den dritten und neusten Fall der Krimireihe rund um Daniel Craigs Südstaatenschnüffler Benoit Blanc auf Netflix vergebens. Es braucht allerdings keinen Meisterdetektiv, um diesen Fall zu lösen: „Wake Up Dead Man“ gehört zur kleinen, erlesenen Auswahl an Netflix-Titeln, die vorab ins Kino entlassen werden.

Ganz gleich also, ob ihr nach eurem Kinobesuch des neusten Krimis von Rian Johnson Lust auf ergänzende Titel verspürt, ihr euch die Warterei bis zum Netflix-Start von „Wake Up Dead Man“ verkürzen möchtet, oder ihr euch schlicht vom riesigen Streaming-Angebot überfordert fühlt: Wir von FILMSTARTS haben für euch nach Filmperlen auf Netflix gefischt, die wie gemacht sind für dieses Wochenende – ohne dass sie derart auf der Hand liegen wie „Knives Out“ und dessen Fortsetzung „Glass Onion“...

"Starsky & Hutch" (2004)

Die Benoit-Blanc-Filme sind liebevoll gemachte, leinwandfüllend inszenierte Krimis mit einer guten Prise Humor – mal satirisch-bissig, mal feucht-fröhlich, mal trocken-komisch. Rian Johnsons deutlichste Inspirationsquelle ist zwar Agatha Christie, doch er bedient sich auch an anderen Krimi-Farben. Eine, die Blanc allerdings bislang nicht mit seinem Südstaatenakzent und seiner eigenwilligen Logik kommentierte, sind die typischen US-Polizeiserien aus den 1970ern.

Diesen Stil bietet dafür „Starsky & Hutch“: Die Krimikomödie von „Hangover“- und „Joker“-Regisseur Todd Phillips ist zugleich Parodie auf die gleichnamige Kultserie als auch eine alternative Vorgeschichte sowie ein detailverliebter, modernisierter Tribut an sie. Die Hauptrollen übernehmen Ben Stiller, als regelkonformer, allerdings sich selbst stets ein Beinchen stellender Autonarr David Starsky, und Owen Wilson, als das Gesetz eher als grobe Richtlinie verstehender Beinahe-Hippie Ken Hutchinson.

Starsky & Hutch
Starsky & Hutch
Starttermin 25. März 2004 | 1 Std. 40 Min.
Von Todd Phillips
Mit Ben Stiller, Owen Wilson, Vince Vaughn
User-Wertung
3,3
Filmstarts
3,5
Auf Paramount+ streamen

Gemeinsam sind sie ein ungleiches, chaotisches Polizisten-Doppel, das bei der Ermittlung eines vermeintlichen Routine-Leichenfunds in einen komplexen Mord-, Korruptions- und Drogenschmuggel-Fall stolpert. Dank Leuten wie Vince Vaughn, Snoop Dogg, Juliette Lewis, Amy Smart und Jason Bateman ist die auch ein paar kurzweilig-flotte Actionszenen bietende, zuweilen etwas rüpelhafte Krimikomödie reich an markanten Nebenfiguren – und wie geschaffen für einen gesund-fremdschämigen Hirn-aus-Filmabend!

"Layer Cake" (2004)

Der eigenartige Detektiv Benoit Blanc ist zweifelsohne Daniel Craigs größte Rolle, die er nach seinem Einstand in die „James Bond“-Reihe ergattern konnte. Wieso also nicht anlässlich von „Wake Up Dead Man“ in seiner Vita einige Schritte zurückgehen und sich auf den Film stürzen, der beim „Casino Royale“-Regisseur Martin Campbell derart Eindruck hinterlassen hat, dass er ihn für 007 in Erwägung zog:

Layer Cake
Layer Cake
Starttermin 1. Januar 2005 | 1 Std. 41 Min.
Von Matthew Vaughn
Mit Daniel Craig, Tom Hardy, Jamie Foreman
Pressekritiken
4,2
User-Wertung
3,8
Filmstarts
3,0

Der Gangsterthriller „Layer Cake“ von „Kingsman“-Regisseur Matthew Vaughn kommt bei Rotten Tomatoes auf 81 Prozent an positiven Pressekritiken und brachte Vaughn eine BAFTA-Nominierung als vielversprechendster Newcomer ein. Im Mittelpunkt steht ein namenloser Kokaindealer (Daniel Craig), der eine Handvoll an Grundsätzen ausgemacht hat, die er in seinem Beruf für lebenswichtig hält. Eine davon besagt, dass alle Transaktionen so unauffällig, subtil und akkurat wie möglich abgewickelt werden müssen – und zwar ohne direkten Kontakt zu Endverbrauchern oder krawalligen Mitgliedern der Unterwelt.

Nachdem er genug Geld verdient hat, um sich endlich zurückziehen zu können, handelt er sich allerdings Ärger mit seinem Boss Jimmy Price (Kenneth Cranham) ein: Er gibt unserem Protagonisten zwei riskante Aufträge, die sich fernab seiner Komfortzone befinden. Und so setzt sich ein an Guy Ritchies Kultzeiten erinnernder Thriller mit markigen Figuren, schnippischen Dialogen und immenser Coolness in Gang!

"Priscilla" (2023)

Zur namhaften, umfangreichen Besetzung von „Wake Up Dead Man“ zählt neben Daniel Craig eine illustre Runde aus altbekannten Stars und Schauspieltalenten, die erst seit wenigen Jahren (dafür intensiv) auf sich aufmerksam machen. Mit von der Partie sind etwa Glenn Close, Josh Brolin, Mila Kunis, Jeremy Renner und „Challengers“-Mime Josh O’Connor. Teil des Ensembles ist obendrein Cailee Spaeny, die vergangenes Jahr in „Alien: Romulus“ kräftig austeilte. Ihre bislang eindrucksvollste Leistung absolvierte sie allerdings in „Priscilla“!

Priscilla
Priscilla
Starttermin 4. Januar 2024 | 1 Std. 53 Min.
Von Sofia Coppola
Mit Cailee Spaeny, Jacob Elordi, Dagmara Dominczyk
User-Wertung
3,2
Filmstarts
3,5

Das von „Lost In Translation“-Regisseurin Sofia Coppola inszenierte Drama erzählt davon, wie Priscilla Beaulieu (Cailee Spaeny) im Teenie-Alter auf einer Party in Deutschland Elvis Presley (Jacob Elordi) kennengelernt hat. Der Superstar findet Gefallen an ihr und verbringt viele Stunden damit, sich mit ihr zu unterhalten. Etwas später bittet er sie, auf sein Anwesen in Tennessee zu ziehen. Dort verliert sie durch Glanz, Glamour und Drogen jegliches Zeitgefühl – woran Elvis kein Anstoß zu nehmen scheint...

Coppola orientiert sich inhaltlich eng an Priscilla Presleys Biografie „Elvis And Me“. Allerdings versieht die Regisseurin diese Nacherzählung konsequent mit einem subtilen, für eine unbequeme Stimmung sorgenden Kommentar. Allein schon dadurch, dass sie mit Spaeny eine Darstellerin wählte, die kleiner ist als ihr reales Vorbild, und durch Elordi einen Mann, der den wahren Elvis in den Schatten gestellt hätte: Der Bindung in „Priscilla“ wohnt etwas unbehagliches inne – was manche Elvis-Fans arg stören wird, „Priscilla“ aber tolle 84 Prozent bei Rotten Tomatoes einbrachte.

Und wenn ihr noch mehr filmisches Streaming-Futter sucht, werdet ihr in unserem folgenden Artikel definitiv fündig! Aber Achtung: Dieser Tipp schlägt in die Magengrube...

Heute Abend auf Netflix streamen: Der vielleicht härteste Film der letzten Jahre – eine absolute Wucht!
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