An „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ arbeitete James Cameron ab der ersten Idee insgesamt 14 Jahre, bevor er 2009 in die Kinos kam. Zwischen Teil 1 und „Avatar 2: The Way Of Water“ (2022) lagen dann noch einmal 13 Jahre. Bei solch gewaltigen Produktionszeiträumen erschien es schon wahnsinnig ambitioniert, dass „Avatar 3: Fire And Ash“ (Start: 17. Dezember) jetzt „nur“ drei Jahre nach dem Vorgänger in die Kinos kommt.
Aber zum einen fanden die Dreharbeiten zum dritten Film ja bereits parallel zu denen von „Avatar 2“ statt – und zum anderen hat sich der wahnsinnig aufwändige Effekt-Prozess inzwischen offenbar so weit eingespielt, dass James Cameron und sein Team diesmal so „entspannt“ wie nie an die Ziellinie gelangt sind.
So verriet James Cameron in einem Interview mit der Associated Press zur Fertigstellung von „Avatar 3: Fire And Ash“: „Wie ich bereits den Bossen bei Disney sagte, sind wir genau auf dem Anflugpfad, um pünktlich zur Auslieferung zu landen. Der erste Film war ein Albtraum. Der zweite Film war hektisch. Aber hier muss ich mich ständig kneifen, weil alles gut läuft. Der Film ist stark.“
Was bedeutet das für "Avatar 4 + 5"?
Scheint also ganz so, als würde James Cameron diesmal nicht mehr ganz so viele graue Haare bekommen wie bei den finalen Kraftanstrengungen, die bei den beiden Vorgängern noch nötig waren, um die Filme (in buchstäblich letzter Sekunde) noch fertigzustellen. Aber heißt das automatisch auch, dass sich James Cameron deshalb einfach dazu durchringen wird, noch mehr „Avatar“-Blockbuster zu drehen? Die Antwort darauf liefert er direkt im selben Interview:
„Ich stehe an einer Art Scheideweg, an dem ich entscheiden muss, ob ich das weitermachen will. Vier und Fünf sind geschrieben. Wenn wir so erfolgreich sind, wie wir potenziell sein könnten, bin ich sicher, dass die Filme weitergehen werden. Die Frage für mich wird sein: Inszeniere ich beide? Inszeniere ich einen von beiden? An welchem Punkt gebe ich den Staffelstab weiter? Wie allgegenwärtig soll es in meinem Leben sein?“
Auch dazu, wann er die Entscheidung fällen will, hat sich das „Terminator“- und „Titanic“-Mastermind geäußert: „Ich werde dazu wahrscheinlich bis zum zweiten Quartal des nächsten Jahres keine Entscheidungen treffen, wenn sich der Staub gelegt hat. Und es gibt auch neue Technologien zu berücksichtigen. Die generative KI ist bei uns angekommen. Sie wird das Filmgeschäft verändern. Erleichtert das unseren Workflow? Kann ich Avatar-Filme schneller machen? Das wäre ein wichtiger Faktor für mich.“
Für den sehr, sehr unwahrscheinlichen Fall, dass „Avatar 3: Fire And Ash“ an den Kinokassen floppen sollte, hat James Cameron übrigens noch einen Plan B in petto – aber das ist eine andere Geschichte:
"Avatar 3": Floppt das Sci-Fi-Epos, zieht James Cameron bei "Avatar 4 & 5" den Stecker – aber er hat einen Plan B!