Knüppelharte Ab-18-Action neu im Heimkino: Hier gehen sich zwei "John Wick"-Stars so richtig an die Gurgel
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Aufgewachsen mit den Filmen von Jackie Chan, geht bis heute kaum ein Kampfsport-Reißer an ihm vorbei – ob aus Hongkong, Indonesien oder England.

Scott Adkins und Marko Zaror machten in „John Wick 4“ Keanu Reeves das Leben schwer. In „Diablo“ sagen sich die beiden Kampfsport-Asse nun gegenseitig den Kampf an.

Scott Adkins als deutscher Unterweltboss Killa Harkan und Marko Zaror als Schläger des sinistren Marquis sind zwei der zahlreichen Highlights in „John Wick: Kapitel 4“ – denn beide bringen die nötige Physis mit, um damit jede Actionszene zu bereichern. Das stellte das Duo auch schon in anderen Filmen Seite an Seite unter Beweis, etwa in „Undisputed III“ und „Savage Dog“. Mit Diablo steht nun ihr neuestes Team-up ins Haus.

Adkins und Zaror spielen darin nicht nur zwei der Hauptrollen, sondern entwickelten auch die Story – und brachten deren Realisierung eigenhändig als Produzenten auf den Weg. Was dabei herausgekommen ist, könnt ihr ab dem 29. Januar feststellen, wenn der Film auf DVD und Blu-ray erscheint …

… oder ihr greift auf die bereits vor einigen Wochen veröffentlichte digitale Version zurück, die unter anderen auf Amazon Prime Video* als Video-on-Demand zur Verfügung steht. Sowohl auf Disc als auch digital erwartet euch die ungekürzte FSK-18-Version.

"Diablo": Zünftige Handkanten-Action

Scott Adkins spielt Kris Chaney, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde und sich prompt daran macht, ein altes Versprechen einzulösen: Er entführt Elisa (Alanna De La Rosa), die Tochter eines berüchtigten Gangsterbosses (Lucho Velasco). Während dieser die Unterwelt auf Chaney ansetzt, begibt sich der Psychopath El Corvo (Marko Zaror) auf einen ganz persönlichen Rachefeldzug…

Diablo
Diablo
Starttermin 23. Januar 2026 | 1 Std. 31 Min.
Von Ernesto Díaz Espinoza
Mit Scott Adkins, Marko Zaror, Diana Hoyos
User-Wertung
3,2

Marko Zaror genießt es regelmäßig, in schräge Rollen zu schlüpfen. Während er natürlich auch hier wieder gehörig austeilt, wird er aber erst einmal als unberechenbarer Irrer mit Halbglatze und abnehmbarer Eisenfaust eingeführt – und zwar mit der vielleicht verstörendsten Kuchenszene seit „A Ghost Story“. Gerade in Sachen Action beginnt das Ganze allerdings eher mau: Wenn El Corvo etwa mit dem Messer zur Tat schreitet, ist klar zu sehen, dass er sein dabei getötetes Opfer eigentlich kaum schwerwiegend erwischt haben kann. Gerade in Anbetracht von Zarors Talent als Action-Darsteller ist das einfach schwach inszeniert.

Während Zaror vor allem abseits der Action aber wieder einmal herrlich freidreht, spielt Adkins als Held mit dem Herz am rechten Fleck wie so oft seinen gewohnten Stiefel runter – und macht damit am Ende auch genau das, was seine Fans von ihm sehen wollen. In einigen dynamisch gefilmten Kampfsequenzen wird immer wieder deutlich, dass es der Brite auch mit knapp 50 immer noch drauf hat. Während die Kamera bei anderen Fights etwas (zu) hektisch wird, fallen die Kloppereien und Feuergefechte in Summe zwar ein Stück weit austauschbar aus, durchaus nett anzusehen ist das aber immer noch. Schließlich wird immer wieder deutlich, dass die Verantwortlichen ihr Handwerk hier verstehen und in den Fights kaum getrickst werden muss.

Hier geht nicht nur reichlich Zuckerglas zu Bruch, auch mit Blut wird nicht gegeizt (daher auch die 18er-Freigabe). Das geheime Prunkstück ist am Ende aber wohl dennoch das Zusammenspiel zwischen Scott Adkins und Alanna De La Rossa, die sich als ungleiches Duo die Bälle zuspielen und dabei ganz wunderbar harmonieren und somit für einige der stärksten Momente des Films jenseits der Action sorgen.

Am Ende ist „Diablo“ klassische Direct-to-Video-Unterhaltung für B-Action-Aficionados – die vor der Jahrtausendwende noch von Jean-Claude Van Damme oder Dolph Lundgren angeführt worden wäre. Wer für das Genre brennt, wird hier also durchaus gut bedient. Wer Marko Zaror in einer mindestens genauso irren Rolle (sowie im für den Autor dieses Artikels launigsten Actionfilm des Vorjahres) erleben will, sollte unbedingt auch in den nachfolgenden Artikel lesen:

FSK-18-Kracher: Der wohl beste (und spaßigste!) Actionfilm 2025 ist immer noch viel zu unbekannt – jetzt im Heimkino nachholen!

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